Publiziert am: Freitag, 4. April 2014

30 Prozent Flottenfahrzeuge als Ziel

PETER SCHMID – Seat ist für seine sportlichen Fahrzeuge bekannt. Kombis, Minivans und Allradantrieb haben jedoch die Aufmerksamkeit von Flottenbetreibern geweckt. Im Interview erläutert Seat-Markenchef Peter Schmid die Strategien für Flottenbetreiber.

Gewerbezeitung: Erst seit kurzem wird Seat auch von Flottenbetreibern wahrgenommen. Was sind die hauptsächlichsten Gründe dafür?

n Peter Schmid: Dank des Feuerwerks an neuen Produkten, welches wir 2012 gezündet haben, konnten wir unsere Mobilitäts-Angebote gerade im Flottenbereich um interessante Modelle erweitern. Zuerst brachte ­­Seat den neuen Ibiza – besonders interessant für Flottenbesitzer als ST Kombiversion – sowie den Cityflitzer Mii – ideal für den Einsatz von Kurieren oder Pflegediensten – auf den Markt. Danach konnten wir ausserdem den neuen Leon lancieren, der durch den Einsatz modernster Technologien und seinem attraktiven Design ein richtiger Hingucker auf den Strassen ist und mittlerweile zahlreiche neue Kunden für Seat begeistert. 2013 folgten weitere Modelle, die Flottenbetreiber ansprechen: Der Toledo überzeugt mit seinem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis und dem grosszügigen Kofferraumvolumen. Ebenfalls über einen stolzen Stauraum verfügt die Kombiversion des Leon, der Leon ST, der ab sofort auch mit 4Drive-Antrieb erhältlich ist. Keinesfalls vergessen dürfen wir den Seat Alhambra. Er begeistert Flottenkunden dank seiner Variabilität, Allrad-Antrieb und attraktivem Preis. Nicht umsonst ist der Alhambra der meistverkaufte Van in seinem Segment. Ausserdem bieten wir sehr attraktive Flottenpakete und Leasingangebote an, über die wir aktiv mit gezielten Mailings und Kampagnen kommunizieren.

Welche Strategien verfolgt Seat, um mit den modernen Fahrzeugen bei Flotten zu punkten?

n Wir setzen auf für Flottenkunden zugeschnittene Dienstleistungen und spezielle Seat-Businessline-Pakete. Auch unser «Business All-In-Leasing» richtet sich nach den Bedürfnissen von Flottenkunden und beinhaltet neben einem preiswerten Leasingzins, Wartung, Unterhalt, Reifenersatz- und Lagerung auch eine Garantieverlängerung. Damit werden die Fahrzeugkosten kalkulierbar, was insbesondere im Flottengeschäft ein wichtiges Argument ist. Ebenfalls unterstützen wir unsere Partner, damit sie Ihre Flottenkompetenz weiter ausbauen können. Weiter pflegen wir einen intensiven Kundenkontakt, um die Bedürfnisse des Marktes zu spüren und entsprechende Mobilitätslösungen auszuarbeiten.

Liegt der Fokus eher auf Preisvorteilen oder bei Gesamtpaketen?

n Für eine Firma zählen die Gesamtkosten unter dem Strich. Dank unserer attraktiven Preisgestaltung und einem guten Restwert können wir bei Flottenkunden punkten.

Welches Modell dürfte sich zum Bestseller innerhalb von Seat entwickeln?

n Wir sind davon überzeugt, dass sich der Leon ST Kombi zum Renner entwickeln wird. Er zeichnet sich durchs attraktives Design, grosszügigem Kofferraumvolumen und modernste Technologie aus dem Baukasten des Volkswagenkonzerns aus. Kurz nach seiner Lancierung im November 2013 konnte er bereits erste Flottenbetreiber überzeugen. Jetzt rollen schon die ersten Leon-ST-Kombi-Flottenfahrzeuge auf Schweizer Strassen. Besonders freuen wir uns in diesem Jahr auch auf den Leon ST 4Drive. Die Schweiz ist bekanntlich ein 4x4-Land. Mit dem Leon ST 4Drive können wir auch dieses Bedürfnis abdecken.

Wie viele Fahrzeuge setzt Seat heute bei Flottenbetreibern ab, und wo liegt das mittelfristige Ziel?

Heute liegt der Flottenanteil bei ungefähr einem Viertel des Verkaufsvolumens. Mittelfristig peilen wir einen Anteil von 30 Prozent an.

Schliesst Seat die Flottenverkäufe selbst ab, oder werden diese von AMAG-Fachleuten durchgezogen?

n Unsere Flottenverkäufe werden sowohl über die Seat-Händler als auch über die AMAG-Flottenorganisation abgewickelt.

Interview: Roland Hofer