Publiziert am: 04.10.2019

Arbeit, Schweiss – und Freude

UNTERNEHMER NACH BERN – Sei es die AHV, die berufliche Vorsorge, die Klimagesetzgebung oder der Kampf gegen überbordende Regulierung, Bürokratie, Steuererhöhungen oder Zentralisierung: Unternehmerinnen und Unternehmer wissen, dass es in der Politik einen langen Atem braucht.

Man muss sich im Klaren sein, was es bedeutet, im Parlament zu sitzen: Viele Dossiers, lange Diskussionen, komplizierte Prozeduren, Freude zwischendurch, Leid – mehr als einem angenehm ist – und viel Schweiss. Gerade deshalb braucht es Unternehmerinnen und Unternehmer in Bundesbern.

Unternehmer kennen die Realität

Ist diese Forderung widersprüchlich? Nicht im Geringsten! Denn Unternehmerinnen und Unternehmer wissen, was es bedeutet, viel zu arbeiten, mit Rückschlägen umzugehen und viele Schweisstropfen in der Umsetzung der eigenen Ideen zu vergiessen. Unternehmerinnen und Unternehmer wissen vor allem, wie die betriebliche Realität aussieht.

Gerade die unternehmerische Arbeitsethik und die Verbindung zur Realität tun in der Politik not. In der kommenden Legislaturperiode sind Unternehmerinnen und Unternehmer gefragter denn je. Viele grosse Geschäfte betreffen sie direkt.

Viel Arbeit steht an

Hier die wichtigsten Beispiele, was in der kommenden Legislatur auf das Parlament zukommt.

Es gilt, die AHV zu reformieren. Ein wichtiger Schritt dazu ist die Anhebung des Rentenalters der Frauen auf 65 Jahre. Unternehmerinnen und Unternehmer wissen, dass man mühsam zusätzlich generierte Mittel nicht leichtfertig «verjubeln» soll. Deshalb sollten wir die Zusatzanstrengung der Frauen nicht schon mit der Erhöhung der Renten zunichtemachen.

Es gilt weiter, die berufliche Vorsorge zu reformieren. Wichtig hier ist das eiserne Festhalten am Kapitaldeckungsverfahren in der zweiten Säule. Was man einbezahlt hat, erhält man auch zurück! Unternehmerinnen und Unternehmer wissen, dass die Einführung einer Umverteilungskomponente, aber auch ein Giesskannensystem für Rentenerhöhungen ganz einfach nicht funktionieren kann.

Im Rahmen der Klimagesetzgebung wird es wichtig sein, an den Programmen zur Erhöhung der Energie- und Klimaeffizienz festzuhalten. Unternehmerinnen und Unternehmer wissen, dass wirtschaftliche Massnahmen zur Senkung des Treibhausgasausstosses wirksam sind. Firmen sind nämlich immer auf der Suche nach effizienten Sparmassnahmen.

Ganz wichtig wird in der kommenden Legislatur auch die Abwehr gegen Steuererhöhungen und Zentralisierung sein. Die Linke ist – ebenso wie die Konzerne – jederzeit bereit, den Steuerwettbewerb einzuschränken und die Steuern zu ­erhöhen. Unternehmerinnen und Unternehmer wissen jedoch, dass der Steuerwettbewerb gerade für KMU gut ist. Er setzt Anreize für Kantone und Gemeinden, wirtschaftlich mit den Steuereinnahmen umzugehen und sich hinsichtlich ihrer Attraktivität herauszufordern.

Und nicht zuletzt ist und bleibt der Kampf gegen unnötige Regulierungskosten zentral. In der nächsten Legislatur wird der Bundesrat die vom Schweizerischen Gewerbeverband sgv geforderte Regulierungskostenbremse vorstellen. Unternehmerinnen und Unternehmer wissen, dass die ausufernde Bürokratie nur institutionell zu bremsen ist.

Unternehmer müssen mitentscheiden

Das sind nur einige Beispiele für die grossen Dossiers, die in der nächsten Legislatur anstehen. Sie alle versprechen viel Arbeit, viel Schweiss und auch viel Leid. Doch je mehr Unternehmerinnen und Unternehmer unter der Bundeshauskuppel mitentscheiden, desto wahrscheinlicher ist es, dass auch viel Freude entsteht. Sie haben es in der Hand, liebe Leserinnen und Leser: Indem Sie am 20. Oktober Unternehmerinnen und Unternehmer nach Bern schicken, stärken Sie die KMU aktiv.

Hans-Ulrich Bigler, Nationalrat FDP/ZH und Direktor sgv

www.kmu-staerken.ch