Publiziert am: Freitag, 15. Dezember 2017

Auf «Hyperspezialisten» zurückgreifen

TREUHANDBERATUNG – Sie ist breitgefächert und umfasst auch eine beratende Funktion bei unternehmerischen Fragen. Dabei werden digitale Möglichkeiten immer wichtiger.

In einer zunehmend komplexeren Welt steigen auch die Herausforderungen an die Unternehmensführung. Sich in allen Details der Administration, der Buchhaltung und der Geschäftsführung auszukennen, ist einer Person oft nicht mehr möglich. Ein externer Ansprechpartner, der bei Bedarf auf Spezialisten zugreift, kann dabei zu einer wertvollen Stütze werden. Treuhänderinnen und Treuhänder führen heute nicht nur die Bücher und erstellen Steuererklärungen, sondern sind dem Unternehmer ein beratender Partner bei allen unternehmerischen Fragen.

Dies beginnt bei der Gründung, führt zur Finanzierung, hin zur Nachfolgeregelung und Vorsorgeplanung. Dazwischen liegen unzählige kleine, aber auch umfassendere Fragen zur Unternehmensorganisation, zur Mitarbeiterbeteiligung, zu Anpassungen der Mehrwertsteuer, zur Digitalisierung, zu Umstrukturierungen und zum Ehe- und Erbrecht. Die Themen werden zunehmend vielschichtiger. Regularien besonders im Finanzwesen, dem Steuerrecht oder der Rechnungslegung wurden verschärft und haben Auswirkungen auf Kreditvergaben, Investitionen, Entlöhnungssysteme und sogar die Vorsorge. Das Dickicht der Mehrwertsteuerregelungen ist dabei nur eine weitere Herausforderung.

Hyperspezialisten

Diese umwälzenden Veränderungen bedürfen umfangreicher Fachkenntnisse, die laufend ausgebaut und à jour gehalten werden müssen. Eine Person allein kann den geforderten Detaillierungsgrad pro Fachbereich nicht mehr abdecken. Der Treuhänder greift seinerseits auf sogenannte «Hyperspezialisten» zurück und erarbeitet mit diesen individuelle Lösungen für die vielfältigen Herausforderungen beim Unternehmer.

Direkte Ansprechpartner

Es ist ein Bedürfnis der Kunden, einen direkten Ansprechpartner zu haben. Kann dieser im Hintergrund auf die jeweiligen Spezialisten zurückgreifen, werden dem Rat suchenden Unternehmer die Informationen gebündelt und miteinander vernetzt präsentiert. Diese Möglichkeit besteht besonders in Beratungsunternehmen, die nebst Treuhand- auch über Steuer-, Rechts- und Unternehmensberatungsfachpersonen verfügen.

Starker Sparring-Partner

Im Treuhänder findet der Unternehmer einen Sparring-Partner, mit welchem er mögliche Lösungswege diskutieren und die Chancen und Risiken gegeneinander abwägen kann. Dabei soll ein echter – durchaus auch kritischer – Austausch zum Wohle des Unternehmens stattfinden. Nicht zuletzt wegen dieser Eigenschaft werden Treuhänder oft zum Mitwirken im Verwaltungsrat angefragt.

Markus Helbling,

Leiter Produktbereich

Treuhand und Mitglied der

Geschäftsleitung bei BDO

Digitalisierung hält Einzug

Auch die Buchführung befindet sich zurzeit in einem grossen Änderungsprozess: Die Buchhaltung wird digitalisiert und automatisiert. Was an Belegen und Informationen einmal digital vorhanden ist, wird weitgehend automatisch verbucht. Dies erlaubt schnellere und weniger fehleranfällige Abläufe. Die digitalen Möglichkeiten machen die Zusammenarbeit mit dem Treuhänder effizienter. Ausserdem ermöglichen sie, die Buchhaltung noch mehr als tägliches Führungsinstrument zu nutzen. Controlling kann so auch bei einem KMU ohne viel Zusatzaufwand zum Erfolg des Unternehmens betrieben werden.

Lesen Sie dazu auch

Ja zu No Billag - SRG, wir müssen reden.
foto

Die Schweizerische Gewerbekammer, das Parlament des sgv, hat die Ja-Parole zur No Billag Initiative beschlossen. Die Billag-Mediensteuer ist eine willkürliche und ungerecht­fertigte Doppelbesteuerung der Unternehmen. Medien­ministerin Leuthard und die SRG-Repräsentanten lassen nichts unversucht, um den Souverän davon zu überzeugen, dass nicht nur die Existenz der SRG, sondern jene der ganzen Schweiz durch diese Initiative bedroht wird. Dies ist völliger Unsinn. Vielmehr macht ein Ja zu No Billag den Weg frei, dass endlich die seit der RTVG-Abstimmung 2015 verwehrte Diskussion über den Service Public stattfinden und die Verstaatlichung der schweizerischen Medienlandschaft verhindert werden kann.

» mehr