Publiziert am: Freitag, 21. November 2014

Ausgebildete heimische Fachkräfte

LEHRBETRIEBSKAMPAGNE 2014 – Die Konferenz der Gewerbe- und Industrievereine KGIV Baselland möchte mit dieser etablierten Aktion sowohl das lokale Gewerbe und die hiesigen KMU fördern als auch die Bedeutung der dualen Berufsbildung hervorheben.

Die Lehrbetriebskampagne der Baselbieter Gewerbe- und Industrievereine geht in die vierte Runde. Der neue Slogan lautet: «Unsere Lernenden gestalten die Zukunft dank unseren KMU-Lehrbetrieben». Passend dazu werden in dieser Kampagne die Ausbildner und Lernenden aus jeweils zwei bis drei unterschiedlichen Berufsgattungen gezeigt.

«Gut ausgebildete Fachkräfte bilden die Motoren der Schweizer Wirtschaft.»

«Dabei gehen die Lernenden selbstbewusst vorneweg, unterstützt von den Ausbildnern», erklärte KGIV-Präsident Beat Huesler. Er stellte im Haus der Wirtschaft in Liestal die vierte Lehrbetriebskampagne der Konferenz der Gewerbe- und Industrievereine (KGIV) vor. Ein Novum der Lehrbetriebskampagne 2014 ist, dass neben herkömmlichen Inseraten und Plakaten eine Postkarte mit einem individuellen Layout erarbeitet wurde. Damit möchte man noch mehr Leute erreichen, so Huesler. «Wir erhoffen uns dadurch eine noch grössere Aufmerksamkeit für das Thema duale Bildung. Denn im Fokus der Lehrbetriebskampagne stehen die Baselbieter Lehrbetriebe, die mit ihrem Engagement die Fachkräfte von morgen ausbilden und somit den Grundstein für die künftige Schweizer Wirtschaft legen.» Ziele der Kampagne waren schon von Anfang an Imagesteigerung und Sensibilisierung bezüglich der Bedeutung der Berufslehre sowie die Anerkennung an Ausbildungsbetrieben. Gerade auch die diesjährige Kampagne soll ein klares Bekenntnis zum dualen Bildungssystem sein: Gut ausgebildete einheimische Fachkräfte seien eine entscheidende Voraussetzung für qualitativ hochstehende Produkte und Dienstleistungen. «Sie bilden unter anderem die Motoren der Schweizer Wirtschaft und tragen Wesentliches zum Wohlstand in unserem Land bei», konkretisiert Huesler. Sie seien auf dem Arbeitsmarkt gefragt und würden entsprechend auch von der Konkurrenz abgeworben. Darum sei es wichtig, dass die Wirtschaft selbst für den Fachkräftenachwuchs sorge, sagte Huesler. «Das geschieht, indem sich die Lehrbetriebe engagieren und Lernende ausbilden. Und indem das gebührend honoriert wird, nicht zuletzt auch von den Konsumentinnen und Konsumenten.»

«Schüler NICHT NUR den gymnasialen Weg, SONDERN AUCH jenen der dualen Bildung aufzeigen.»

«Die Lehre ist attraktiv, deshalb auch das grossen Engagement des KGIV», betonte auch Christoph Buser, Direktor der Wirtschaftskammer Baselland. Es sei wichtig, dass nicht nur das Wissen um die Bedeutung der Berufsbildung steige, sondern auch die Kenntnis darüber, was es konkret bedeute, über diesen Weg in das Berufsleben einzusteigen. Dazu diene neben der Lehrbetriebskampagne auch die alle zwei Jahre stattfindende Berufsschau. Gerade hier ist es dem FDP-Landrat ein grosse Anliegen, dass alle Schülerinnen und Schüler der siebten und achten Klassen der Sekundarschulen im Kanton Baselland die Baselbieter Berufsschau während des Unterrichts besuchen – auch jene der progymnasialen Stufe. Er hat dazu im November 2013 eine entsprechende Motion eingereicht: «Ich erwarte von der Regierung, dass diese Sache vor der nächsten Berufsschau geklärt ist.» An die Lehrkräfte der progymnasialen Abteilungen richtete Christoph Buser den Aufruf, sie sollen den Schülerinnen und Schülern aufzeigen, dass es neben dem gymnasialen Weg auch jenen der dualen Bildung gibt. «Das heisst, sie sollen ihre Klassen auch auf die Möglichkeit einer Berufslehre mit Berufsmatur hinweisen», fordert Buser. CR

ZAHLEN & FAKTEN

Die Lehre 
ist attraktiv

Im Oktober 2014 werden im Baselbiet 5565 Lernende ausgebildet, davon 3455 junge Männer und 2110 Frauen. Ende 2013 bestanden 5455 Lehrverhältnisse im Baselbiet, und per Mitte September sind 2097 neue Lehrverträge im Baselbiet abgeschlossen worden. Das sind 125 Lehrverträge mehr als im vergangenen Jahr. Von den 2005 Absolventinnen und Absolventen, die im vergangenen Jahr zur Lehrabschlussprüfung (neu Qualifikationsverfahren) angetreten sind, haben 1827 erfolgreich bestanden. Das sind mehr als 91 Prozent. Im laufenden Jahr sind 1994 Jugendliche zur Prüfung angetreten. Davon bestanden 1796 die Lehrabschlussprüfung. Das sind mehr als 90 Prozent. Per 1. September 2014 sind im Lehrstellennachweis (LENA) noch 321 Stellen als offen gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr sind das rund 80 Prozent mehr.