Publiziert am: 04.10.2016

Berner KMU finanziert mit swisspeers die Expansion nach Zürich

helpy-interview – Als einer der ersten hat Christoph Ackermann, Gründer der Berner Webagentur cubetech, einen Kredit über swisspeers erhalten. Mit dem Geld finanziert er die Expansion seiner Firma von Bern nach Zürich. Ein Interview als Fazit zu den ersten 100 Tagen gemeinsam mit swisspeers.

Schweizerische Gewerbezeitung: Christoph Ackermann, was macht cubetech eigentlich genau?

Christoph Ackermann: Wir sind auf die individuelle Entwicklung und Gestaltung von Webseiten mit WordPress spezialisiert. Ich habe cubetech 2012 in Bern gegründet. Seither ist das Geschäft stetig gewachsen und heute beschäftigen wir schon 18 Personen. Wir arbeiten für namhafte Unternehmen wie Burckhardt Compression oder das Sportamt der Stadt Bern und haben auch die aktuelle Kampagnen-Website von Amnesty International gebaut.

Wie sind Sie auf swisspeers aufmerksam geworden?

Im Frühling 2016 habe ich auf dem Social Network LinkedIn an einer Umfrage zum Thema Peer-to-Peer-Lending bei KMU-Krediten teilgenommen. Damals war swisspeers noch gar nicht live. Ich habe ihnen dann einfach mal ein Mail geschrieben, ob ich jetzt auch einen Kredit bekomme. Kurz danach hat mich Alwin Meyer angerufen und mir gesagt, dass swisspeers jetzt live sei. Da habe ich dann natürlich nicht mehr gezögert, einen Kreditantrag zu stellen.

Warum sind Sie nicht zu einer Bank gegangen?

Das hat mehrere Gründe. Die Prozesse bei einer Bank sind langwierig. Viel entscheidender ist aber, dass die Bank unser Geschäft nicht richtig versteht. Als Webagentur produziert man keine physischen Gegenstände. Mangels Maschinenpark und physischen Produkten gibt es auch keine im traditionellen Sinn bankfähigen Sicherheiten.

Was für ein Projekt haben Sie denn bei swisspeers finanziert?

Cubetech ist seit 2012 schön gewachsen und hat ein breites Kundenportfolio. Die Kunden sind aber vor allem in Bern und dem Umland. Obwohl Zürich keine Stunde entfernt ist, muss man vor Ort sein, um diesen grossen Markt effektiv zu bearbeiten. Mit dem Kredit finanziere ich unsere Expansion nach Zürich: inklusive Büro, Mitarbeitern und Marketingmassnahmen.

Wie haben Sie den Antragsprozess für den Kredit erlebt?

Es war toll, den Kreditantrag online stellen zu können. Nach nur 40 Minuten habe ich bereits meine Kreditkosten gekannt: Die Höhe der Zinsen und die Rückzahlungsraten waren klar. Ich fand den Prozess einfach und verständlich aufgebaut und auch für „Nichtfinänzler“ logisch.

Wie ging es nach dem Absenden des Kreditantrags weiter?

Schon nach 24 Stunden hatte ich den definitiven Kreditantrag mit Rating in meinem Nutzerkonto. Dann konnte ich ihn gleich auf der Plattform publizieren und Investoren einladen. Wenn ich Fragen zum Vorgehen hatte, wurde ich von swisspeers wirklich gut unterstützt.

Wie haben Sie danach die 20 Tage laufende Kreditauktion erlebt?

Das war sehr spannend! Ich habe jeden Tag mehrmals auf die Plattform geschaut wie es meinem Kredit geht. Mehreren Kollegen habe ich den Link zu meinem Kredit geschickt, damit sie investieren oder noch mehr Personen einladen können.

Nachdem der Kredit von Investoren finanziert war, wie haben Sie das Geld erhalten?

Nach Auktionsende habe ich unmittelbar die nötigen Verträge erhalten und sie dann unterzeichnet zurückgeschickt. Schon drei Tage nach Auktionsende hatte ich das Geld auf dem Konto. Das ging überraschend schnell.

Nun haben Sie das Geld schon seit zwei Monaten. Wie läuft die Expansion nach Zürich?

Wir haben unser Büro in Zürich bereits eröffnet. Ich bin jetzt mit dem Aufbau neuer Kunden beschäftigt und kümmere mich um das Recruiting lokaler Mitarbeiter.

Was raten Sie KMU, die bei swisspeers einen Kredit beantragen wollen?

Ich glaube es ist wichtig, dass man sich selber in die Rolle der Investoren versetzt. Was würde mich interessieren, wenn ich einen Investitionsentscheid fälle? Welche Unternehmen und Vorhaben würden mich überzeugen? Für ein Projekt wie das unsere ist dann natürlich die vorgängige Erstellung eines sauberen Geschäftsplans wichtig. Dieser hilft die einfachen, aber wichtigen Fragen nach dem was und warum beantworten. Schliesslich ist entscheidend, dass man die eigenen Finanzen im Griff hat.