Publiziert am: Freitag, 6. Juli 2018

Cleverer Generationenwechsel

NACHFOLGEPLANUNG – Am wichtigsten ist es, das Thema frühzeitig anzugehen und die richtigen Partner an der Seite zu haben.

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Das Thema Nachfolgeplanung ist für viele KMU zentral. In den kommenden Jahren sind bis zu 300 000 Schweizer KMU von einem Eigentümerwechsel betroffen. Oft finden die aktuellen Besitzer keine befriedigende Lösung, weil sie sich zu spät mit dem Thema auseinandersetzen. Manchmal bedeutet das sogar das Aus für die Firma.

Frühzeitig beginnen

Die eigene Firma in fremde Hände zu übergeben, ist eine grosse Herausforderung – sowohl für die «alten» als auch für die «neuen» Chefs. Die Erfahrung zeigt: Je früher Firmenchefs sich mit dem Thema befassen, desto besser. Idealerweise beginnt der Prozess einer Firmenübergabe sechs bis acht Jahre bevor sich der Firmeninhaber aus dem operativen Geschäft zurückziehen will. Denn so hat er mehrere Optionen und kann seine Ziele klarer festlegen und umsetzen. Bei einer familieninternen Übergabe lassen sich die Kinder frühzeitig einbeziehen, sodass die Verantwortung im Betrieb stufenweise übergeben werden kann.

Zu Beginn eines Nachfolgeprozesses stellen sich beispielsweise folgende Fragen: Wem will ich die Firma übergeben? Sind die Kinder überhaupt interessiert und geeignet, die Firma zu leiten? Können die Kinder miteinander arbeiten? Möchte ich selber weiter im Betrieb arbeiten? Kann ich meiner Nachfolge das notwendige Vertrauen entgegenbringen? Und kann ich die Entscheide selber fällen oder brauche ich Unterstützung? Sind diese Fragen einmal geklärt, kann man die nächsten Schritte angehen.

 

Mit den richtigen Partnern

Meist erlebt ein Unternehmer die Übergabe seiner Firma nur einmal. Deshalb ist richtige Begleitung entscheidend. Spezialisten wie Treuhänder, Steuerexperte, Anwalt und Bankpartner sollte man bereits frühzeitig ins Boot holen. Gemeinsam kann man das Unternehmen, den Abgebenden und den Nachfolger für die Übergabe fit machen. Zudem können so wichtige Punkte geklärt werden: beispielsweise die Trennung von betrieblichen und nichtbetrieblichen Unternehmensteilen oder die Überführung von nichtbetrieblicher Liquidität oder von Vermögenswerten in das Privatvermögen.

Die Preisfrage

Der Preis ist natürlich ein entscheidendes Kriterium. Zu bedenken ist jedoch, dass es verschiedene Bewertungsmethoden gibt. Dadurch variieren die Preise teilweise stark, sodass manchmal zu hohe Verkaufspreise ermittelt werden. Empfehlenswert ist folgende Faustregel: Der Nachfolger sollte den Kredit für die Firmenübernahme innerhalb von fünf bis sechs Jahren aus dem Cashflow des Unternehmens zurückbezahlen können. Zudem braucht es immer genügend Kapital, damit notwendige Investitionen und Anpassungen möglich bleiben.

Was ebenfalls nicht vergessen werden sollte: Transparenz und eine offene Kommunikation helfen allen Beteiligten, Entscheide zu verstehen und zu akzeptieren. Man kann es nicht allen recht machen. Wertvoll kann hier externe Unterstützung sein, die ohne Emotionen zwischen den Parteien informieren und vermitteln kann.

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