Publiziert am: 18.05.2018

Damit der Verband unabhängig bleibt

sgv-strategie 2018–2022 – Seit 2010 richtet sich die Arbeit des Schweize­rischen Gewerbeverbands sgv 
nach einer klar definierten Strategie. Das Papier ist innert acht Jahren zum Kernstück des politischen Erfolgs des grössten 
Dach­verbands der Schweizer Wirtschaft geworden.

Der Schweizerische Gewerbeverband sgv vertritt die Interessen der KMU. Was aber sind eigentlich die Interessen der KMU? Was, wenn KMU im Interessenskonflikt stecken? Die Antwort auf diese Fragen liefern Strategie und politische Zielsetzungen des sgv.

Kräfte bündeln 
und Fokus halten

Mit seiner Strategie bündelt der sgv seine Kräfte und fokussiert auf die für die KMU prioritären Dossiers. Die Strategie wird alle vier Jahre vom Vorstand des sgv – zusammengesetzt aus Vertretern von Kantonen und Branchen – überprüft und justiert. Die politischen Zielsetzungen wiederum sagen dem Verband und seiner Geschäftsstelle, wie diese Kernanliegen der KMU politisch zu konkretisieren und umzusetzen sind. Sie werden dem Verband von der Gewerbekammer und dem Gewerbekongress vorgegeben.

Für gute Rahmenbedingungen

Strategie und politische Zielsetzungen machen den sgv stark. Sie erlauben dem grössten Dachverband der Schweizer Wirtschaft, den grossen gemeinsamen Nenner der KMU-Interessen konsequent zu vertreten: Abbau unnötiger Regulierungskosten, Vermeidung neuer Regulierungskosten und Vermeidung der Einführung neuer Steuern, Gebühren und Abgaben. Mit anderen Worten: Der sgv setzt sich für gute wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen ein, damit Schweizer KMU möglichst frei sind, sich individuell zu entfalten.

Keine Parteipolitik

Strategie und politische Zielsetzungen machen den sgv unabhängig. Alles Handeln des sgv geht auf die «Bestellung» seiner Mitglieder zurück. Vorstand, Gewerbe­kammer und Gewerbekongress definieren die Schwerpunkte und die Ziele für die Umsetzung der Verbandstätigkeit. Damit wird auch klar, dass der sgv nicht partei­politisch agiert, sondern alleine seinen Mitgliedern gegenüber verpflichtet ist. Daraus erhält der grösste Dachverband der Schweizer Wirtschaft seine Glaub­würdig­keit.

Regulierungskosten 
als Thema gesetzt

Strategie und politische Zielsetzungen führen zu grossen Erfolgen. Seitdem der sgv über diese Instrumente verfügt, kann der Verband die Interessen der KMU besser durchsetzen. Im Jahr 2010 verabschiedete die Gewerbekammer die ersten politischen Zielsetzungen. Der Gewerbekongress fasste darauf abgestützt eine Resolution, die den Abbau der Regulierungskosten verlangte. Dank diesem Agendasetting entwickelten sich die Regulierungskosten zu einem der wichtigsten politischen Themen der Schweiz überhaupt.

Bestehende Regulierungskosten 
senken – und neue bekämpfen

Strategie und politische Zielsetzungen zeigen Wirkung. In seiner Resolution stellte der Gewerbekongress fest: Regulierungskosten machen etwa 10 Prozent des Bruttoinlandprodukts aus. Das sind heute 66 Milliarden Franken pro Jahr (BIP 2017).

Der Kongress verlangte Kostensenkungen um etwa 10 Milliarden Franken. Der Bund erliess daraufhin über 
80 Massnahmen zur Senkung der Regulierungskosten.

Um ausufernde neue Kosten einzudämmen, verlangt der sgv ebenso eine Regu­lie­rungskostenbremse. Das Parlament ist dem weitgehend gefolgt und hat wesentliche Elemente der Bremse bereits beschlossen.

Kernstück und Erfolgsrezept

Vor diesem Hintergrund sind Strategie und politische Zielsetzungen das Kernstück der Verbandsarbeit – und gleichzeitig sein Erfolgsrezept. Der Schweizerische Gewer­be­verband sgv festigt damit seine anerkannte Position als führender, repräsen­tativer und unabhängiger Dachverband der Schweizer Wirtschaft.

Nationalrat Hans-Ulrich Bigler,
 Direktor sgv

www.sgv-usam.ch/strategie