Publiziert am: 25.10.2019

Der Countdown läuft

QR-RECHNUNG – Ab 30. Juni 2020 können erste QR-Rechnungen bei Ihnen eintreffen. Alle Rechnungsempfänger in der Schweiz müssen ihre Soft- und Hardware daher rechtzeitig auf das Verarbeiten und Zahlen von QR-Rechnungen anpassen. Trotz der hohen Dringlichkeit haben noch nicht alle Unternehmen reagiert.

Die nächste Herausforderung in der Harmonisierung des Zahlungsverkehrs steht an: die Ablösung der heutigen Einzahlungsscheine durch die QR-Rechnung. Diese kann ab 30. Juni 2020 von Rechnungsstellern an ihre Kunden verschickt werden.

Unternehmen, die ihre Fakturierung und den Zahlungsverkehr über eine Buchhaltungssoftware abwickeln, sind jetzt gefordert. Es sind Anpassungen bei Lesegeräten und Scanningplattformen sowie bei der Kreditoren- und Zahlungssoftware vorzunehmen, damit sie rechtzeitig in der Lage sind, eingehende QR-Rechnungen zu empfangen und zu bezahlen.

Stand der Umstellung variiert

Gemäss einer aktuellen Umfrage von gfs.bern haben über 85 Prozent der 1716 befragten Schweizer Unternehmen und Organisationen mit mehr als 20 Mitarbeitenden schon von der QR-Rechnung gehört. Allerdings hat erst eine Minderheit bereits ein Umstellungsprojekt gestartet. Betrachtet man einzelne Branchen, zeichnen sich Unterschiede ab. So sind beispielsweise bei Verwaltungen, Treuhändern, Inkassounternehmen und Versicherungen die Umstellungsarbeiten weiter fortgeschritten als in Handel, Industrie und Gewerbe. Insgesamt sind Organisationen mit einem eher hohen Rechnungsausstoss weiter in der Umstellung (vgl. Grafiken rechts).

Vorteile der QR-Rechnung erkannt

Die Umfrageergebnisse zeigen auch, dass die Vorteile der QR-Rechnung erkannt werden. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen und Organisationen geht davon aus, dass ihnen die QR-Rechnung Vorteile bringt. «Die Unternehmen erwarten mit der QR-Rechnung hauptsächlich eine Fehlerminimierung und die Unterstützung von Digitalisierungsprozessen», sagt Urs Bieri, Co-Leiter des Meinungs- und Marktforschungsinstituts gfs.bern. In der Tat wird die QR-Rechnung die Informationsqualität im Zahlungsverkehr deutlich verbessern. Unternehmen erhalten schnellere Statusmeldungen und steuern ihre liquiden Mittel gezielter und effizienter. Insgesamt ist zudem der Automatisierungsgrad höher, und es gibt weniger manuellen Aufwand und Rückfragen. Das spart Zeit und Geld.

Jetzt handeln: Bank und Softwarepartner kontaktieren

Rechnungssteller können QR-Rechnungen ab dem 30. Juni 2020 verschicken. Rechnungsempfänger müssen davon ausgehen, dass viele ihrer Lieferanten die Gelegenheit nutzen, mit der QR-Rechnung ihre Abläufe zu optimieren. Darauf sollte sich jedes Unternehmen rechtzeitig vorbereiten. Wir empfehlen Unternehmen, die sich bis heute noch nicht mit der Umstellung befasst haben, umgehend ihre Bank und ihren Softwarepartner zu kontaktieren.

Diese unterstützen Sie gerne bei den Planungs- und Umstellungsarbeiten. Der Anpassungsbedarf ist abhängig von Ihrer Hard- und Softwareinfrastruktur.

Boris Brunner,

Leiter Account & Partner

Management SIX Banking Services

www.paymentstandards.ch.

QR-RECHNUNG IM ÜBERBLICKFür RechnungsempfängerFür Rechnungssteller

Die Vorteile

• Rechnungsstellung in CHF und EUR

• Ein QR-Code für alle Zahlungsarten und -referenzen

• Die Digitalisierung der Daten ermöglicht eine effizientere Zahlungsabwicklung und Zahlungsüberwachung

• Verbesserte Datenqualität dank mehr und präziserer Informationen in standardisierter Form

• Durchgehend automatisierte Zahlungsreferenzen vom Auftraggeber bis zum Empfänger

Für Rechnungsempfänger

• Vereinfachte Rechnungsverarbeitung

• Alle Zahlungsinformationen digital integriert im QR-Code

• Weniger Fehler beim Einlesen

• Spart Zeit und Geld, weil weniger manueller Aufwand

• Unterstützt digitale Zahlungen und Zahlungen auf dem Postweg oder am Postschalter

Für Rechnungssteller

• Vereinfachter Zahlungsabgleich, weniger manueller Aufwand

• Elektronische Übermittlung von allen Zahlungsinformationen

• Druck auf weisses Papier

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