Publiziert am: 24.02.2017

Die Bedürfnisse der Lehrbetriebe

BUCHVORSTELLUNG – In seinem Leitfaden zeigt Rémy Müller auf, wie Jugendliche auf die Anforderungen der Lehre vorbereitet werden können.

Rund zwei Drittel aller Jugendlichen in der Schweiz absolvieren heutzutage eine Berufslehre – jährlich befinden sich um die 85 000 junge Frauen und Männer auf diesem Bildungsweg. In seinem Buch «Ausbildungsbetriebe und ihre Bedürfnisse in der Berufsbildung» beschreibt Rémy Müller, was nötig ist, damit die jungen Frauen und Männer diese entscheidende Lebensphase erfolgreich bewältigen – und zuletzt eine passende erste Arbeitsstelle nach dem Ende der Ausbildung finden können. Die Jugendlichen wiederum könnten sich schon in der Schule auf ihre Lehre vorbereiten. Dabei können ihnen die Lehrerinnen und Lehrer der Oberstufe behilflich sein. Und nicht zuletzt sind auch die Eltern der Jugendlichen Teil des Systems: Müller zeigt die Dienstleistungen für Ausbildungsbetriebe auf.

Auch im Laufe der Lehre können noch allerhand Hindernisse auftreten, seien sie fachlicher, persönlicher oder schulischer Natur. Ganz wichtig ist, wie Müller aufzeigt, insbesondere der geglückte Einstieg ins Leben als werktätige Person. In den ersten Wochen der Ausbildung wird die Basis für Erfolg und Freude im Berufsleben gelegt. In seinem Buch beschreibt Rémy Müller, wie die wohlwollende Aufnahme ins Team dem oder der Jugendlichen den Rollenwechsel vereinfacht. Die dritte Stufe auf dem Weg ins Arbeitsleben ist dann der Einstieg als fertig ausgebildete Fachkraft. Nicht immer glückt der Wechsel vom Lernenden-Alltag in die Berufskarriere auf Anhieb: Manchmal findet die junge Fachperson einfach keine Stelle – oder landet (vorerst) in einem Job, in dem sie sich nicht wohlfühlt.

Mit der Karriereentwicklung

beschäftigen

Auch für den Übergang vom Lernenden zur Fachperson sind in Rémy Müllers Buch nützliche Tipps zu finden: Die Betriebe erfahren, wie sie ihre Lernenden für die Prüfung und den Einstieg in den Arbeitsmarkt bestmöglich fördern können. Für den schulischen Teil der Schlussprüfung ist zentral, dass der Lernende abschätzen kann, wo er steht – und damit auch, woran er noch besonders feilen muss. Und gemeinsam mit dem Ausbildner können Schule und Eltern dem jungen Erwachsenen helfen, an seiner Auftrittskompetenz zu arbeiten: Wer sich besser zu präsentieren weiss, hat in der Regel die besseren Chancen auf den begehrten Job.