Publiziert am: Freitag, 2. September 2016

Die Schweiz ist heute schon grün

GRÜNE WIRTSCHAFT – Die Volksinitiative verdient ein NEIN, weil sie die Realitäten verkennt,
die Schweizerinnen und Schweizer bevormunden und die Wirtschaft in Ketten legen will.

Die Schweiz ist grün – und sie wird immer grüner. Das belegen verschiedene Vergleiche weltweit. Die Vereinten Nationen gehen sogar noch ­weiter und sehen die Schweizer Wirtschaft auf Platz eins bei der Ressourceneffizienz, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Die radikale Initiative der Grünen, über die wir am 25. September abstimmen, verkennt dies alles. Kein Wunder: Die Volksinitiative «Grüne Wirtschaft» hat insgesamt nur einen sehr losen Bezug zur Realität.

Klare Realitätsverkennung

Zunächst stellen die Grünen in unredlicher Weise die Leistung der Schweiz in Frage. Doch Tatsache ist: Alle Branchen haben eigenständige Programme zur Verbesserung der Nachhaltigkeit. Die «Energieagentur der Wirtschaft» (EnAW) stellt allen Unternehmen ein wirkungsvolles Instrument zur Erhöhung der Energieeffizienz bereit. Und die Firmen haben grosses Interesse, wirtschaftlich mit Ressourcen umzugehen – bekanntlich kosten Ressourcen Geld.

Die Grünen Radikalen gehen noch weiter in ihrer Realitätsverkennung. Sie stellen grundsätzlich die Fähigkeit der Bevölkerung in Frage, das eigene Leben in die Hand zu nehmen. Doch auch hier straft die Wirklichkeit grüne Fantastereien ab: Nirgends auf der Welt findet mehr Recycling als in der Schweiz statt – und das erst noch freiwillig. Global ist hier der Haushaltsabfall am saubersten, weil konsequent getrennt. Die Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten legen überdies Wert auf «bio»- und «öko»-Produktion – auch hier ist der Schweizer Markt viel weiter entwickelt als in anderen Ländern.

Lebensgestaltung per Staatsgewalt

Doch das grösste Problem der Grünen Realitätsverweigerung ist: Die Volksinitiative lässt ihre Umsetzung völlig offen. Sie gibt dem Staat einen Blankoscheck und will den Bürgerinnen und Bürgern die Katze im Sack verkaufen. Sollte die unsinnige Initiative angenommen werden, sind nämlich alle möglichen Instrumente zu ihrer Umsetzung denkbar. Die grünen Linken nennen zum Beispiel eine Fleischsteuer, Wegzölle in den Städten, das Verbot bestimmter Lebensmittel etc. – und spätestens hier wird klar, worum es den radikalen Initianten eigentlich geht: Sie wollen uns allen per Staatsgewalt vorschreiben, wie wir leben sollen.

Im Klartext: Die Volksinitiative «Grüne Wirtschaft» will Menschen bevormunden, die Wirtschaft schwächen und alle bisherigen Erfolge der Schweiz in Sachen Nachhaltigkeit rückgängig machen.

Dies darf nicht geschehen: Die Schweizer Wirtschaft ist die grünste der Welt. Soll sie das bleiben, braucht sie Freiheit. Es liegt in ihrem eigenen Interesse, den Energie- und Ressourcenverbrauch zu senken. Das ist ein kontinuierlicher Prozess, der Schritt für Schritt im unternehmerischen Alltag umgesetzt wird. Der konstante Druck der Konsumentinnen und Konsumenten ist ebenfalls ein guter und wirksamer Treiber der Nachhaltigkeit. Dieses Zusammenspiel wirkt.

Genau dieses dynamische Zusammenspiel muss bewahrt bleiben. Wer sich eine grüne Wirtschaft – und überhaupt eine grüne Schweiz – wünscht, sagt deshalb NEIN zur 
Radikalinitiave der Grünen.

Henrique Schneider,

Stv. Direktor sgv

 

SEITE 3