Publiziert am: Freitag, 7. September 2018

Digital bestens gerüstet

VÖGELI HOLZBAU AG – Das KMU in Kleindöttigen ist spezialisiert auf energie­effizienten, hochwertigen Holzbau. 
Das Unternehmen beeindruckt mit Innovation, digitaler Präsenz sowie bestens ausgebildeten Mitarbeitern. Es 
erreicht den zweiten Platz in der Kategorie Industrie- und Produktionsunternehmen des Aargauer Unternehmerpreises.

Die Vögeli Holzbau AG steht seit über 80 Jahren für Holzbauten von erstklassiger Qualität. Diese hat das KMU mit Standorten in Kleindöttigen und Mellingen bis heute stetig verbessert. Heute wird das 1938 von Ernst Vögeli gegründete Unter­nehmen von vier innovativen Köpfen geführt. Geschäftsführer Georg Nef, Hampe Wüthrich, Peter Keller und Toni Weiss haben das KMU 2014 aus einer Aktien­gesellschaft herausgekauft. Dazu Nef: «‹Planen, bauen, leben› heisst unser Motto. Wir möchten mit vielen verschiedenen Dienstleistungen dem Kunden mehr bieten als andere.» Dazu gehört beispielsweise der Einsatz von Virtual Reality, der in Planung ist. Dabei können Bauherren ihr zukünftiges Heim mit 3D-Brillen erkunden.

«Seit über 20 Jahren arbeiten wir mit 
3D-Programmen 
und übernehmen eine Vorreiterrolle.»

Das Holzbauunternehmen ist in den drei Geschäftsbereichen Holzbau/Innen­ausbau, historischer Holzbau (siehe Kasten) sowie Generalplanung tätig. Zu unseren Kernkompetenzen gehören unter anderem Dachsanierungen sowie der Elementbau. Dafür fertigen wir ganze Gebäude mit Wänden, Decken und Dächer vor. Die können dann in kurzer Monategezeit aufgebaut werden», erklärt Nef. Die Generalplanung beinhaltet das gesamte Planungspaket mit Dienstleistungen vom Architekten bis zu Bauleitung. «Hier managen wir kleinere bis mittlere Projekte sowie Umbauten von Einfamilienhäusern», sagt Nef. Das Unternehmen realisiert jährlich zwischen 400 und 500 Bauprojekte im Kanton Aargau.

Holz – der Baustoff von 
heute und morgen

Anfang 2018 konnten die neuen Betriebsgebäuden in Kleindöttigen bezogen werden. Es sind moderne, in ökologischer Bauweise erstellte Räumlichkeiten, die optimale logistische Abläufe ermöglichen und sehr attraktive Arbeitsplätze bieten. «Das neue Betriebsgebäude soll Eyecatcher und Visitenkarte sein und unseren Kunden aber auch zeigen, was heute mit Holz alles möglich ist und wie vielseitig einsetzbar dieser Baustoff ist», so Nef. Natürlich ist die Produktion und Logistik mit modernster EDV-Technik, CAD- und ERP-Programmen ausgestattet.

«KMU sind flexibler und können sich schneller an den Markt anpassen.»

Die Vögeli Holzbau AG versteht es ausgezeichnet, das Potenzial des modernen Holzbaues in der Praxis zu demonstrieren. «Wir dürfen gemäss den neusten Normen zehngeschossig, also bis zu 30 Meter in die Höhe bauen. Zudem ist Holz ein komfortmässig, ökologisches Baumaterial, das sich in den letzten Jahren entwickelt hat», so Nef. Auch als hygroskopischer Baustoff verfügt Holz über viele Vorteile. Ein grosses Thema ist auch das energieeffiziente Bauen – für Holzbauer eine Ver­pflichtung: «Holz ist im Vergleich zu anderen konstruktiven Baustoffen der beste Wärmedämmer. Holzbauten bieten einen sehr guten Wohnkomfort, da verbautes Holz CO2 dauerhaft bindet, was ein dauerhaftes Raumklima zur Folge hat», betont Nef. Die verschiedenen Holzarten, der Wuchsstandort und die individuelle Maserung bieten viele Einsatzmöglichkeiten in technischer und optischer Hinsicht. Innovativ zu sein ist eine Voraussetzung für den Geschäftsführer und sein Team. «Der permanente Drang, etwas besser zu machen und technische Probleme so einfach wie möglich zu lösen, generiert eine grosse Inno­vationskraft», so Nef. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sei es aber auch unerlässlich, Kosten und Markt im Auge zu behalten sowie Trends zu erkennen und umzusetzen. «Wir müssen konstant auf veränderte Marktanforderungen eingehen und optimale Lösungen bieten. Wir als KMU sind hier flexibler und können uns schneller anpassen als Gross­firmen», sagt Nef.

Digitaler Alltag

Essenziell für die Branche ist die Digitalisierung. «Seit über 20 Jahren arbeiten wir mit 3D-Programmen und übernehmen so bezüglich digitaler Transformation eine Vorreiterrolle», sagt Nef. «Heute wird alles mit CAD-Programmen bis ins kleinste Detail geplant. Mit Hilfe der Daten werden dann Halbfabrikate produziert», so Nef. Das Unternehmen ist digital bestens gerüstet und nutzt 
die modernen digitalen Kommunikationsmittel. «Die Digitalisierung vereinfacht auch unseren Alltag auf der Baustelle. Wir bestellen beispielsweise via App Material, so dass es am anderen Tag vor Ort ist», 
sagt Nef.

Mitarbeitende als
 wertvollste Ressource

Die Nachwuchsförderung hat im Unternehmen einen zentralen Stellenwert. Zurzeit werden zehn Lernende im Beruf Zimmermann EFZ ausgebildet. «Es ist für uns sehr wichtig, dass wir über genügend gut ausgebildeten Nachwuchs verfügen», so Nef. Die Berufslehre und damit das duale Berufsbildungssystem erachtet er als eine Chance für die jungen Menschen. «Sie können nebst der Vermittlung von Wissen auch viel Lebenserfahrung im Berufsalltag sammeln.» Heute stehen jungen Berufs­leuten auf dem Bau auch für Weiterbildungen unzählige Türen offen. Um geeignete Kandidaten zu finden, bietet die Holzbau­firma regelmässig Schnupperlehren an und pflegt das Netzwerk der Schulen.

Unter Qualität läuft in der Vögeli Holzbau AG die stetige Weiterbildung der rund 65 Mitarbeitenden. Dazu Nef: «Gut ausgebildetes und vor allem auch motiviertes Personal ist für uns die Voraussetzung, um über das erforderliche Know-how zu verfügen und um Qualitätsarbeit zu bieten.» Das Preisgeld für den zweiten Platz des Aargauer Unternehmerpreises kommt mit einem Team­event vollumfänglich den Mitarbeitern zugute.

Gemäss Nef hat die Branche ein grosse Potenzial, das noch nicht voll ausgeschöpft ist. «Dazu müssen wir aber über viel Know-how verfügen und die Neuheiten des Marktes ­aufnehmen, um den Kunden noch besser verstehen und betreuen zu können.» Corinne Remund

 

www.voegeli-holzbau.ch

Historischer holzbau

Erfolgreiche Nische

Zu den besonderen Stärken des Holzbauunternehmens zählt der historische Holzbau. Das Vögeli-Team hat schon unzählige Schlösser, Kirchen, Amts- und Bauernhäuser sowie weitere denkmalgeschützte Gebäude mitsaniert. «Wir sanieren alles, was eine erhaltenswerte, alte Bausub­stanz hat. Dazu verfügen wir über ein grosses Holzteillager mit Böden, Fenster, Tore, Wandverkleidungen etc.», erklärt Geschäftsführer Georg Nef. Dank dem historischen Holzbau hat das innovative Unternehmen eine grosse Nische gefunden, in der es sich erfolgreich positioniert hat. «Wir generieren damit rund 
35 Prozent des gesamten Umsatzes», so Nef. CR