Publiziert am: 06.06.2014

Dreifach-Erfolg für alle Beteiligten

BETRIEBLICHES GESUNDHEITSMANAGEMENT – Dank der Gesundheitsinitiative der PK MOBIL fördern Mitgliedbetriebe die Gesundheit am Arbeitsplatz. Das wirkt sich positiv auf die Kosten aus.

Seit 2010 bietet die PK MOBIL ihren Mitgliedbetrieben kostenlos ein «Betriebliches Gesundheitsmanagement» (BGM) an und damit die Möglichkeit, die Gesundheit am Arbeitsplatz zu fördern und entsprechend Beiträge zu senken. «Das BGM verfolgt zwei Ziele», sagt PK-MOBIL-Geschäftsleiter Roland Graf: «Es soll gesunde Bedingungen am Arbeitsplatz und im Unternehmen schaffen und die Mitarbeitenden zu einem gesundheitsbewussten Verhalten motivieren. Dadurch werden vermeidbare Krankheitsabsenzen verringert.»

«BGM IST EIN LEHRSTÜCK IN SACHEN FREIWILLIGER PRÄVENTION IN DER kmu-WIRTSCHAFT.»

So wirds gemacht

Und das funktioniert so: Mitglieder der PK MOBIL erhalten ein webbasiertes, dynamisches Absenzen-Management-Tool, mit welchem sie die Abwesenheiten infolge Krankheit und Unfall erfassen und führen können. Mit einem Absenzprozess, welcher im Programm hinterlegt ist, können die weiteren Schritte (Absenzaktionen) nachvollzogen werden – bis hin zur Absenztriage (Beurteilung einer drohenden Invalidität) mit einer unabhängigen Partnerfirma in Winterthur. «Die Initiative hat das Ziel», so Graf, «Langzeitfälle zu erkennen, um bei Bedarf rasche Eingliederungsmassnahmen einzuleiten.»

Dabei sind die Mitglieder angehalten, das webbasierte Absenzenmanagement «active time» zu bewirtschaften und bei der Triage aktiv mitzuwirken. Werden definierte Kriterien kumulativ erfüllt, erhalten die Mitglieder ­eine jährliche Beitragsgutschrift.

Folgekosten in Millionenhöhe werden vermieden

Das «Betriebliche Gesundheitsmanagement» ist ein Lehrbeispiel dafür, wie die gewerbliche KMU-Wirtschaft – nota bene auf freiwilliger Basis – Verantwortung in der Prävention übernimmt und dadurch mithilft, die Kosten im Gesundheitswesen zu minimieren. Seit Beginn der Gesundheitsinitiative machen mehr als 200 Mitglieder auf BGM Stufe 1 (grössere Betriebe mit Vorsorgebeiträgen von jährlich mindestens 100 000 Franken) und 500 Mitglieder auf BGM Stufe 2 (kleinere Betriebe) mit. Sie erfassen jährlich ca. 4500 Absenzmeldungen. Pro Jahr werden rund 120 Triagen aktiv bearbeitet und davon gehen wiederum circa
20 Fälle ins Case Management. Die Begleitung (Case Management) – Ziel ist die rasche Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess – obliegt der AXA Winterthur als Rückversicherer der PK MOBIL. Per Ende 2013 konnten bereits 38 Langzeitfälle mit drohender Invalidität abgewendet und somit Folgekosten in Millionenhöhe vermieden werden.

Win-win-win-Situation

«Rasche Früherkennung und Früh-erfassung zahlen sich dreifach aus», bilanziert Roland Graf. «Mit gezielten Massnahmen, bis hin zur externen Begleitung, können Mitarbeitende nach länger andauernden Abwesenheiten wieder in den Arbeitsprozess eingegliedert werden.» Eine Win-win-win-Situation also: Für die Mitglieder, für deren Mitarbeitende und für die PK MOBIL. «Nicht zuletzt dank dieser Initiative konnten wir die Risikobeiträge in den Jahren 2011 und 2013 um je 10 Prozent senken.» Und auch die Rentnerinnen und Rentner profitieren: Dank einem erfolgreichen Geschäftsergebnis wurde den Altersrentnern im November 2013 ein zusätzlicher, einmaliger Betrag in der Höhe einer Monatsrente ausbezahlt.

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