Publiziert am: 04.10.2019

Ein Frühstück mit Aussichten

ENERGIE – Lässt es sich besser in den Tag starten als mit einem ausgewogenen Frühstücksbuffet? Ja, nämlich dann, wenn neben Kaffee und Gipfeli ein spannender Austausch rund um das Thema Energieeffizienz lockt. Wie am regionalen KMU-Frühstück der Energie-Agentur der Wirtschaft (EnAW) bei der Weleda AG.

Ein regnerischer Morgen im sonst sonnen- und wärmeverwöhnten Arlesheim (BL). Die erste Aufhellung: das frische Frühstücksbuffet im neuen Bürogebäude der Weleda AG und der folgende Erfahrungsaustausch im Rahmen des KMU-Frühstücks. «Als Teil eines so werteorientierten Unternehmens sehe ich mich als Botschafter für die Nachhaltigkeit», sagt Marcel Locher, Gastgeber und Nachhaltigkeitsmanager der weltweit führenden Herstellerin von anthroposophischen Heilmitteln und Naturkosmetik mit Hauptsitz in Arlesheim. Viele Unternehmen bräuchten nur noch einen kleinen Anstoss, wenn es um die Umsetzung des Nachhaltigkeitsgedankens gehe. Denn auch kleine Massnahmen wie das Integrieren eines Wärmetauschers bei Duschen oder Solarladestrom für die Velos beispielsweise erzielten eine Wirkung. Diese Botschaft will Locher den anderen KMU-Teilnehmern an diesem Morgen mit auf den Weg geben.

Austausch ist Gold wert

Genau in diesem Austausch liege auch die Idee des KMU-Frühstücks, weiss Manuel Ziegler. Der EnAW-Projektleiter organisierte das KMU-Frühstück in Arlesheim gemeinsam mit Kollegin Dominique Schaad. «Mit den Frühstücken bringen wir die Teilnehmer aus dem KMU-Modell zusammen, sodass sie sich rund um das Thema Energieeffizienz austauschen und von Erfahrungsberichten profitieren können», so Ziegler. Einen konkreten Input für die Steigerung der Energieeffizienz lieferte Elimar Frank von der Frank Energy GmbH. Er schloss die Vortragsrunde mit seinem Referat zur Solarwärme in KMU ab.

DAS KMU-MODELL

Zeit ist Geld und Wissen Gold wert. Deshalb ist die Zusammenarbeit mit der EnAW im KMU-Modell unkompliziert und lohnt sich schon ab jährlichen Energiekosten von 20 000 Franken. Kundengerecht wird das Energieeffizienzpotenzial festgestellt und mit wirtschaftlichen Massnahmen ausgeschöpft. Für den Erfahrungsaustausch organisiert die EnAW die regionalen KMU-Früh­stücke.

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www.enaw.ch/kmu

info@enaw.ch

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NACHGEFRAGT

«Ein Anreiz, der wahrgenommen wird»

Herr Bigler, Sie sind Vizepräsident der EnAW. Was ist Ihre Mission im Vorstand?

Es geht mir darum, die strategische Dimension einzubringen – von klimapolitischen Programmen bis hin zur Reduktion von CO2-Emissionen. Für mich als Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes ist vor allem auch das KMU-Segment wichtig. Diesbezüglich hat die EnAW erfolgreich das KMU-Modell lanciert – eine Success-Story, machen KMU doch 99 Prozent aller Schweizer Unternehmen aus. Mittlerweile nehmen über 1000 KMU am Energie-Management der EnAW teil und sparen mit wirtschaftlichen Energieeffizienzmassnahmen Geld und Energie ein.

Welche Rolle spielen Energiekosten bei KMU?

Es kommt auf die Branche an. Letztlich ist es aber für jeden Betrieb interessant, Energie und Kosten zu sparen. In der Praxis stellen wir fest, dass der Anreiz, Kosten einzusparen, von den KMU wahrgenommen wird. Denn der Unternehmer investiert sein eigenes Geld. Wenn er also irgendwo sparen kann, dann macht er das auch gerne.

Sie haben einen Satz, um ein KMU davon zu überzeugen, am Energie-Management der EnAW teilzunehmen – wie lautet dieser?

Wenn die berechtigte klimapolitische Zielsetzung auch noch mit einer Steigerung der Kosteneffizienz verbunden ist – was kann man da falsch machen?