Publiziert am: Freitag, 15. Dezember 2017

Ein gutes Zeugnis für die Schweiz

WORLDSKILLS 2017 – Bundesrat und Bildungskommission empfingen das Swiss Team im Bundeshaus. Die Politiker werten das Glanz­resultat an den Berufs-Weltmeisterschaften in Abu Dhabi «als Leuchttürme für die Berufsbildung».

Das SwissSkills-Team hat in Abu Dhabi das beste Resultat erreicht, seit die Schweiz an Berufs-Weltmeisterschaften teilnimmt: 11-mal Gold, 6-mal Silber und 3-mal Bronze sowie 13 Diplome. Für Bundesrat Johann Schneider-Ammann und seine Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur WBK war dies mehr als Grund genug, die erfolgreichen Berufsleute mit ihren Experten ins Bundeshaus einzuladen. Auf dem Programm stand ein Einblick in den Parlamentsbetrieb, inklusive Führung und Besuch des Nationalratssaales. Er verneige sich vor den zahlreichen Medaillengewinnerinnen und -gewinnern, begrüsste Nationalrat und zum Zeitpunkt des Empfangs noch amtierender Präsident der WBK Felix 
Müri (SVP/LU) die Schweizer Delegation.

«Spätestens 2023 will ich die World Competitons bei uns haben.»

Besonders aufschlussreich war die Diskussion des SwissSkills-Teams mit Parlamentariern der WBK im Sessionszimmer 301. Bundesrat Johann Schneider-Ammann sowie insgesamt zehn Nationalrätinnen und Nationalräte nahmen sich die Zeit, den erfolgreichen Berufsleuten zu gratulieren. So zum Beispiel Rosemarie Quadranti (BDP/ZH), Andrea Gmür-Schönenberger (CVP/LU), Christian Wasserfallen (FDP/BE), Matthias Aebischer (SP/BE), Christine Bulliard-Marbach (CVP/FR), Martina Munz (SP/SH), Maja Graf (Grüne /BL) und sgv-Präsident Jean-François Rime (SVP/FR). Alle WBK-Mitglieder waren sich einig, dass diese phänomenale Leistung des Schweizer Teams höchsten Respekt und Bewunderung verdient. «Sie sind Leuchttürme für die duale Berufsbildung und Vorbild für viele Schulabgänger. Ihr Erfolg ist auch für unsere Wirtschaft und die Unternehmen wertvoll und stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus», brachte es der abgetretene Nationalratspräsident Jürg Stahl (SVP/ZH) auf den Punkt. Zusätzlich erinnerte er an die Lehrmeister, die den Berufsnachwuchs sicherstellen und die Experten, die die Teilnehmenden bei der Vorbereitung auf Abu Dhabi unterstützten.

«Mit ihrem Glanzresultat machen Sie uns Politikern Mut.»

Bildungsminister Johann Schneider-Ammann schlug in dieselbe Kerbe und betonte, wie stolz er auf «unsere Berufsbildungsstars» sei. «Zwei von drei Jugendlichen absolvieren eine Berufslehre. Wir verdanken unserem dualen Berufsbildungssystem den wirtschaftlichen Erfolg und die Vollbeschäftigung.» Das System funktioniere auch deshalb so gut, weil die Unternehmen freiwillig mitmachten. «Mit ihrem Glanzresultat machen Sie uns Politikern Mut», so Schneider-Ammann. Im Hinblick auf künftige Berufs-Weltmeisterschaften betonte der Bundesrat: «Spätestens 2023 will ich die World Competitions bei uns haben.» Dafür gab es von allen Seiten Applaus. Christine Davatz, Delegationsleiterin und sgv-Vizedirektorin, bedankte sich bei den Bildungspolitikern wie auch bei den Experten für die gute Unterstützung. Dabei liess sie die Gelegenheit nicht aus, sich für den Verbleib der Schweiz bei EuroSkills einzusetzen. CR

Ja zu No Billag - SRG, wir müssen reden.
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Die Schweizerische Gewerbekammer, das Parlament des sgv, hat die Ja-Parole zur No Billag Initiative beschlossen. Die Billag-Mediensteuer ist eine willkürliche und ungerecht­fertigte Doppelbesteuerung der Unternehmen. Medien­ministerin Leuthard und die SRG-Repräsentanten lassen nichts unversucht, um den Souverän davon zu überzeugen, dass nicht nur die Existenz der SRG, sondern jene der ganzen Schweiz durch diese Initiative bedroht wird. Dies ist völliger Unsinn. Vielmehr macht ein Ja zu No Billag den Weg frei, dass endlich die seit der RTVG-Abstimmung 2015 verwehrte Diskussion über den Service Public stattfinden und die Verstaatlichung der schweizerischen Medienlandschaft verhindert werden kann.

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