Publiziert am: Freitag, 2. Oktober 2015

Einer, der Nägel mit Köpfen macht

WAHLEN 2015 – Der Zürcher CVP-Nationalratskandidat Josef Wiederkehr will sich in Bern für die Stärkung des Gewerbes und die Sicherung von Arbeitsplätzen einsetzen. Dies beinhaltet für ihn auch, Infrastrukturen auszubauen und Hauseigentümer zu entlasten.

Als Vollblutunternehmer und Präsident des Schweizerischen Gerüstbau-Unternehmerverbands (SGUV) ist Josef Wiederkehr tief im Gewerbe verwurzelt. Er weiss, was die Anliegen der KMU-Wirtschaft sind. Selber Eigentümer der Josef Wiederkehr Bauunternehmung im zürcherischen Dietikon, setzt er sich tagtäglich mit den Herausforderungen eines KMU auseinander. Er ist ein Macher, der gerne anpackt. Dies zeigt sein Werdegang und bisheriges Engagement im Zürcher Kantonsrat. In diesem Sinne könnte sein Wahlslogan «Sie wählen – ich lege los» nicht treffender sein. Die Politik spiele eine grosse Rolle bei der Gestaltung der Rahmenbedingungen für das Gewerbe und bei der Sicherung der Arbeitsplätze in der Schweiz. Deshalb brauche es mehr Unternehmer im Parlament, ist Wiederkehr überzeugt. Ein besonderes Anliegen ist ihm dabei, dass auch die Baubranche in Zukunft wieder angemessen im Bundesparlament vertreten sein wird. «Wir übernehmen auch eine zentrale Rolle in der Ausbildung: Junge Nachwuchskräfte sind gesucht, und die Weiterbildungsmöglichkeiten sind vielseitig – alle Türen stehen offen», erklärt Wiederkehr. Mit einer mustergültigen Karriere von der Maurerlehre bis zum Uni-Studium mit Doktortitel ist er das beste Beispiel dafür.

Anhand seines eigenen Unternehmens, das zwei Bauunternehmungen und drei Gerüstbaufirmen umfasst, zeigt der engagierte CVP-Politiker auf, wo politischer Handlungsbedarf an der Basis ist. Wie viele andere Betriebe kämpft er mit einer überbordenden Bürokratie und ständig neuen Einschränkungen. «Die staatlichen Auflagen sind enorm und sind stetig angestiegen, laufend werden neue Regelungen eingeführt.» Er hat denn auch gleich eine Lösung parat: «Wir dürfen nicht alles reglementieren und müssen wieder mehr Eigenverantwortung in den Vordergrund stellen.» Die KMU-Wirtschaft müsste durch optimale Rahmenbedingungen gestärkt werden.

«Die staatlichen Auflagen sind enorm angestiegen.»

Zwei grosse Pluspunkte der Schweiz seien der liberale Arbeitsmarkt und die duale Berufsbildung. «Diese Errungenschaften müssen gepflegt und weiter verbessert werden. Die jahrelange, sehr erfolgreiche Sozialpartnerschaft steht bedauerlicherweise heute in vielen Branchen an einem Scheideweg», so der Limmattaler. Er verweist darauf, dass es gerade im handwerklichen Beruf zunehmend schwierig sei, den Nachwuchs sicherzustellen. Bedauerlicherweise seien die Vorzüge der Handwerksberufe, wie beispielsweise die tollen Weiterbildungs- und die guten Verdienstchancen, vielen zu wenig bekannt.

Infrastruktur ausbauen

Ein wichtiger Standortvorteil sei auch eine gute Infrastruktur. «Ein gut funktionierendes Schienen- und Strassennetz ist eine zentrale Voraussetzung zur Stärkung der Konkurrenzfähigkeit des Standortes Schweiz. Die täglichen Staus kosten Wirtschaft und Gewerbe Millionen. Wir müssen deshalb in eine zeitgemässe und zukunftstaugliche Infrastruktur investieren. Leider sind zurzeit viele Infra­strukturprojekte wegen Rechtsstreitigkeiten blockiert», betont der Präsident des Industrie- und Handelsvereins Dietikon (IHV). Er spricht im Kanton Zürich die Oberlandautobahn und eine dritte Röhre für den Gubrist an. Aber auch eine zweite Gotthardröhre sei unumgänglich.

«Die täglichen Staus kosten Die Wirtschaft Millionen.»

Dem Vizepräsidenten der CVP Kanton Zürich liegt auch die Förderung des Wohneigentums am Herzen. Wohneigentum sei eine wichtige Form von Vorsorge. Doch die heutige Besteuerung des Eigenmietwertes sei für viele – insbesondere Rentner– eine grosse Belastung. «Weitere Angriffe auf die Eigentumsrechte müssen verhindert werden, stattdessen sollten die Wohn- und Grundeigentümer konsequent entlastet werden, beispielsweise durch die Abschaffung der Formularpflicht, die Vereinfachung und Lockerung von Bewilligungsverfahren oder die Senkung von Gebühren», so Wiederkehr.

Gewerbe braucht 
Entwicklungsmöglichkeiten

Als versierter Kenner der Baubranche ist die Raumplanung eines seiner Kerngebiete. Hier setzt sich Wiederkehr dafür ein, dass die raumpolitischen Bedürfnisse des Gewerbes nicht zu kurz kommen: «Subsidiarität und Gemeindeautonomie muss hier hochgehalten werden. Es darf nicht der Zentralismus Einzug halten. Der Bund hat nur die absolut notwendigen Koordinationsfunktionen wahrzunehmen und muss sich sonst nicht einmischen.» Für Wiederkehr braucht eine seriöse Raumplanung zudem Zeit und soll auf langfristige Horizonte ausgerichtet sein.

Grundlegend für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes, aber auch für die Lebensqualität der Bevölkerung, sei eine sichere Stromversorgung. «Ein Stromausfall von 15 Minuten verursacht in der Schweiz einen wirtschaftlichen Schaden von 250 Millionen Franken. Daten und Aufträge können verloren, Maschinen kaputtgehen», zeigt Wiederkehr den Stellenwert einer verlässlichen Energiepolitik auf.

Corinne Remund

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JOSEF WIEDERKEHR

Versierter Kenner des Baugewerbes

Josef Wiederkehr führt in der vierten Generation mehrere Unternehmen im Bauhauptgewerbe und im Gerüstbau mit gesamthaft rund 200 Angestellten und knapp 20 Lernenden. Sein Engagement gilt entsprechend auch dem lokalen Gewerbe sowie einem wirtschaftlich stabilen Kanton Zürich. Als Präsident des Schweizerischen Gerüstbau-Unternehmerverbands (SGUV) konnte er in den letzten sechs Jahren viel bewegen. Als Präsident des Industrie- und Handelsvereins Dietikon (IHV) und Präsident der Baugewerbegruppe KGV ist er stark in der KMU-Wirtschaft verwurzelt. Er verfügt als Zürcher Kantonsrat (seit 2005), Vizepräsident der CVP Zürich sowie Vorstandmitglied der CVP Schweiz über grosse politische Erfahrung. Gute Führungsqualitäten eignete er sich als Oberstleutnant und Bataillonskommandant an.