Publiziert am: 21.03.2014

Für die Schweiz absolut unverzichtbar

JA ZUM GRIPEN – Der Ersatz der veralteten Tiger-Flotte durch den schwedischen Kampfjet Gripen ist das Gebot der Stunde. Darum braucht es am 18. Mai ein Ja zum Gripen-Fonds.

Man stelle sich vor: Eine Gemeinde hat eine Polizei. Diese Polizei verfügt jedoch weder über ein Auto noch ein Velo noch irgendein anderes Fort­bewegungsmittel. Sie hat auch keine Handschellen, keine Spürhunde, keine Waffen. Es mangelt ihr am Notwendigsten, um ihren Auftrag zu erfüllen. Würde man einer solchen Polizei vertrauen? Eher nicht! Würde eine solche Polizei abschreckend wirken? Wohl kaum! Könnte eine solche Polizei für Sicherheit sorgen? Definitiv nicht! Genau so verhält es sich mit unserer Luftwaffe: Ihr Auftrag ist es, für Sicherheit in der Luft zu sorgen. Und dazu gehört die Luftpolizei. Und zu Luftpolizei wiederum gehört ein Flieger.

Machen wir uns nichts vor: Ein Land mit einer hier basierten Fluggesellschaft, zwei interkontinentalen und vier weiteren internationalen Flughäfen braucht Luftpolizei. Ein Land, das regelmässig internationale Spitzen­treffen beherbergt – von der Europameisterschaft im Fussball bis hin zum WEF in Davos –, muss internationale Kriterien erfüllen. Und das Wichtigste: Das Land muss für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sorgen, und zwar auf allen Wegen. Die Luftwaffe mit einer soliden und einsatzfähigen Luftpolizei ist für die Schweiz, wie wir sie heute kennen, schlicht unverzichtbar. Nun ist es ebenfalls selbstverständlich, dass Flugzeugtypen mit der Zeit abgelöst werden müssen. Dafür gibt es Gründe: Sei es der technologische Fortschritt, erhöhte Anforderungen an die Umweltverträglichkeit oder auch Sicherheit. Deshalb hat das Parlament den Entscheid gefällt, einen Teil der Tiger-Flotte mit den schwedischen Kampfjets Gripen zu ersetzen. Damit haben die Räte nichts anderes getan, als der Luftwaffe die Kontinuität ihres Einsatzes garantiert.

Beim Referendum handelt es sich um eine weitere Zwängerei der Armee-Abschaffer. Sie stellen sich vor: Gibt man der Armee keine Mittel, hört sie auf zu existieren. Und sie haben recht! Natürlich braucht eine Armee das richtige Material – ohne Rüstung könnte man sie gleich abschaffen. Wie bei der Polizei: Hat sie weder Auto noch Handschellen noch Waffen: Wofür ist sie denn da?

Für ein JA am 18. Mai

Nimmt das Schweizer Stimmvolk einen weiteren Abbau der Schweizer Armee in Kauf und entscheidet sich am 18. März gegen den Kauf des Gripen, so trifft dies die Gewährleistung unserer Sicherheit an einer äusserst empfindlichen Stelle. Für die Sicherstellung unseres Schutzes ist es daher wichtig, dass wir am 18. Mai 2014 Ja zum «Gripen-Fonds-Gesetz» stimmen.

Henrique Schneider, Ressortleiter sgv