Publiziert am: Freitag, 10. Februar 2017

Fahrzeuge als dienstbereite Mitarbeiter

firmenfahrzeuge – Dienstleistungsbetriebe haben häufig pro Mitarbeiter ein Fahrzeug, denn ohne die vierrädrigen Kollegen geht es meist nicht. Da kommt rasch eine ansehnliche Flotte zusammen. Für die Finanzierung gibt es zahlreiche Lösungen.

Erfolgreiche Geschäftsleute stehen ab und zu vor wichtigen Entscheidungen, wenn es darum geht, die Firmenfahrzeuge zu finanzieren. Sollen die Transporter gekauft oder geleast werden? Je nach Betriebsgrösse und der Anzahl Fahrzeuge können auch Mischformen genutzt werden. Dabei spielt eine wichtige Rolle, dass der Gewerbe-Betrieb sich seinem Kerngeschäft widmen kann und nicht unnötig Zeit in den Fuhrpark einbringen muss. Es gibt viele Gründe, warum Klein- und Mittelbetriebe möglichst wenig mit den unverzichtbaren Fahrzeugen zu tun haben wollen. Da bietet sich das Fahrzeugleasing an. Denn Fahrzeuge sind für den Betrieb zwingend nötig, von der Auftragsbeschaffung bis zur Ausführung der Arbeit geht es meist nicht ohne. Wer im Betrieb berechtigt ist, ein Firmenfahrzeug auch privat zu fahren, muss aber auch genau wissen, wie er dies in der Steuererklärung zu deklarieren hat. Andererseits muss der Arbeitgeber, je nach kantonaler Regelung, den mehr oder weniger grossen administrativen Abrechnungsaufwand in Kauf nehmen.

Wenn ein mittelständisches Unternehmen zwar bestens auf ihre Aufgabe vorbereitete Mitarbeiter hat, aber als Dienstleister Fahrzeuge bloss als Mittel zum Zweck besitzt, tut es wahrscheinlich gut daran, alles rund um die Transportmittel auszulagern. Damit kommen Leasinganbieter ins Spiel. Diese sind häufig markengebunden. Aber es gibt auch ungebundene Leasinganbieter. Diese haben wiederum den Vorteil, dass der eigene Fuhrpark genau nach den Bedürfnissen zusammengestellt werden kann, also kein Markendruck vorhanden ist. Zudem gilt es zu beachten, dass Investitionen in den Betrieb sich positiver auf das Ergebnis auswirken können als der Kauf von Fahrzeugen.

Wer trägt die Verantwortung?

Um zu erfahren, wie weit professionelle, aber auch markenunabhängige Leasinganbieter KMU-Betriebe unterstützen, wenn es darum geht, einen Fuhrpark optimal zusammenzustellen, zu verwalten und kostengünstig zu betreiben, gibt es ebenfalls verschiedene Wege. Die grossen Autoimporteure führen häufig selbst eine Finanzierungsabteilung, welche imstande ist, kundenspezifische Pakete zu schnüren. Aber sie versuchen natürlich, eine Lösung zu bieten, die sie mit ihren Modellen abdecken können.

Weil in einem Betrieb häufig mehrere Fahrer auf dem gleichen Fahrzeug unterwegs sind, ergibt sich die Frage nach der Verantwortung über das Fahrzeug. Solche Fahrzeuge sind naturgemäss anderen Risikofaktoren ausgesetzt als jene Autos, die einem Fahrer fix zugeteilt sind. Eine weitere Überlegung dürfte für viele Gewerbebetriebe ebenfalls wichtig sein: Wie lange sollen die Fahrzeuge dem Betrieb dienen? Denn es macht einen grossen Unterschied, ob Fahrzeuge in einem regelmässigen Turnus (vier bis fünf Jahre) ersetzt werden oder ob diese für zehn Jahre oder länger in Dienst stehen sollen.

Leasinganbieter bieten ihre Dienste bereits ab einem Fahrzeug an. Da kann zwischen einem einfachen Leasingvertrag bis hin zu einem umfassenden Dienstleistungsangebot inklusive Versicherung, Reifen, Wartung und Mobilität ausgewählt werden. Die aufwendigeren Gesamtpakete haben zwar ihren Preis, aber sie sind auf der anderen Seite genau kalkulierbar. Die modular aufgebauten Dienstleistungen entlasten die Leasingnehmer mehrfach: Zum einen ist der administrative Aufwand sehr übersichtlich, da fliessende Prozesse offeriert und zudem das Risikomanagement übernommen wird.

Einheitlicher Auftritt lohnt sich

Die Anforderungen an den Fuhrpark sind natürlich auch sehr unterschiedlich. Während der Aussendienstmitarbeiter, der oft lange Strecken zurücklegen muss, mit einem Kombi oder SUV gut bedient ist, benötigen die Servicemonteure meist einen geräumigen Transporter, um Geräte und Werkzeuge an den Einsatzort zu bringen. Soll ein mehrköpfiges Team zur Einsatzstelle gefahren werden, könnte auch eine Doppelkabine sinnvoll sein. Wird ein Fahrzeug nur eine begrenzte Zeit benötigt, sollten die Angebote bei Mietwagenfirmen geprüft werden. Andererseits empfiehlt es sich für Spezialfahrzeuge – etwa mit einem einmaligen Sonderaufbau für spezifische Einsätze –, eine lange Dienstbereitschaft ins Auge zu fassen, da es schwieriger ist, solche Fahrzeuge als Occasion wieder loszuwerden. Dadurch, dass sich die Leasingfirmen nach der Rückgabe der Fahrzeuge auch um deren Wiederverwertung (Instandstellung, Verkauf) kümmern, ist dies ein zusätzliches Argument.

Wer mehrere gleiche Fahrzeuge für seine Dienstleistungen einsetzen möchte, dem sei ein einheitlicher Auftritt empfohlen. Denn so werden alle Fahrer gleich behandelt und es können grössere Einkaufsrabatte erzielt werden. Ein standardisierter Innenausbau, welcher von vielen Gewerbetreibenden gewünscht wird, sowie die allgemein bessere Erkennbarkeit von Fahrzeugen mit Firmenlogo auf der Strasse sind weitere Vorteile. Zudem spricht für das Leasing, dass zwischen Personenwagen und Lieferwagen/Transporter unterschieden wird. Gewisse Leasinganbieter machen zudem Unterschiede bei der Schadenbewertung am Ende der Laufzeit, denn ein leichtes Nutzfahrzeug darf aufgrund der zu erwartenden Nutzung andere Schäden aufweisen als ein normaler Personenwagen.

Dienstfahrzeuge für das Gewerbe

In den vergangenen Monaten sind von namhaften Herstellern neue Modelle auf dem Markt erschienen oder stehen kurz vor der Markteinführung. Dabei beschränken wir uns auf Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht. Das beinhaltet natürlich auch leichte Geländewagen, Crossover- und Kombifahrzeuge. Vorgestellt werden Fahrzeuge, mit denen der Aus­sendienst mobil ist, der Chef seine Ansprüche einbringen kann oder das grüne Gewissen einer Firma (Gas-, Hybrid- und Elektrofahrzeuge) unterstrichen wird.

Natürlich muss jedes Fahrzeug, das neu in Dienst gestellt wird, zuerst mit den Firmenfarben und -beschriftungen versehen werden. Das geschieht heute meistens bei spezialisierten Unternehmen im Carrosseriegewerbe, welche die Kleber nach der Nutzungsphase auch wieder entfernen. Werden die Fahrzeuge so oder so vollständig mit Folie überzogen, spielt die Grundfarbe keine wichtige Rolle. Es kann also jene Farbe gewählt werden, welche nachher den grössten Wiederverkaufswert darstellt. Auch bei einem heterogenen Fuhrpark sorgt eine einheitliche Beschriftung für einen hohen Wiedererkennungswert.

Roland Hofer