Publiziert am: 05.04.2019

Fragen und Chancen

NANOTECHNOLOGIE – Nanomaterialien – die einen sehen hier den nächsten Asbest; die anderen sehen grosse Chancen. Was ist Nano überhaupt? Wie können KMU damit umgehen?

Ein Nanomaterial hat eine Grösse zwischen 1 und 1000 Nanometern. Üblicherweise werden Stoffe im Nanoscale-Bereich (1 nm – 100 nm) als Nanomaterialien angesehen. Sie können natürlich vorkommen; dazu gehören etwa die Oberfläche der Seide, die natürlichen Geschmacksstoffe der Milch oder Teile der Holzfasern. Nanoteilchen können auch künstlich hergestellt werden. Nano wird heute sowohl in der Herstellung von Lebensmitteln als auch in der Bearbeitung von Baumaterialien, Motoren, oder etwa Textilien verwendet.

Die Kontroverse um Nanomaterialien basiert auf ihrer relativen Unbekanntheit. Zudem: Viele sind skeptisch, weil man die Teilchen nicht sieht. Unabhängig der Frage, ob diese Skepsis sachlich begründet ist, hat sich in der Schweiz eine Anlaufstelle für Fragen und Beratungen zu Nanomaterialien etabliert: contactpointnano.ch.

Für die Wirtschaft relevant

Diese Stelle ist eine Public-private-Partnership, die auch vom Schweizerischen Gewerbeverband sgv mitgetragen wird. Sachlich ist sie der Eidgenössischen Materialforschungsanstalt EMPA angegliedert – und sitzt somit «an der Quelle des Wissens». Mit einem Netzwerk von ausgewiesenen Experten bietet contactpointnano.ch einen qualifizierten Wissenstransfer. Die unabhängige, nationale Plattform nimmt frühzeitig Themen für Schulungen auf, organisiert Informationsveranstaltungen, fördert den Erfahrungsaustausch im Bereich Nanoinnovation und Nanosicherheit und verfolgt die Entwicklung und Veränderung der regulatorischen Anforderungen im In- und Ausland. Auf diese Weise unterstützt sie den Transfer von der Invention zur Innovation und hilft Schweizer Unternehmen dabei, sich im internationalen Wettbewerb behaupten zu können.

Dienstleistungen und Kontakt

contactpointnano.ch bündelt die wissenschaftliche und regulatorische Expertise auf dem Gebiet der Nanotechnologien, um sie der Schweizer Industrie zur Verfügung zu stellen. Sie beantwortet kostenlos Fragen von KMU und hat dafür eine Hotline eingerichtet: +41 (0) 58 765 75 31.

Zudem organisiert sie Tagungen zum Einsatz von Nanomaterialien. Beim letzten Workshop mit über 70 Teilnehmenden kamen über 40 Prozent der Anwesenden aus der Wirtschaft. Auch führt contactpointnano.ch eine Datenbank von Experten in Nanotechnologie. Derzeit sind es 155 Personen, wobei 63 Prozent Materialentwickler und -tester sind. Diese werden bei Kontaktaufnahme vermittelt.

Sc

www.contactpointnano.ch