Publiziert am: 23.04.2021

Im Sattel über Land

VELOTOUREN – Ist es nicht herrlich, sich bei Sonnenschein aufs Velo zu schwingen und sich ordentlich den Fahrtwind um die Nase wehen zu lassen? Entspannte Velotouren durch die malerische Schweizer Natur und entspanntes Picknick am Rande der Route – erkunden Sie die Schweiz auf zwei Rädern.

Seit gut zwei Jahrhunderten ist der Mensch mit dem Fahrrad unterwegs – wir nehmen Sie mit auf sechs abwechslungsreiche Touren durch die Schweiz.

Murten–Ins–Kerzes–Murten:

Die reizvolle Tour führt entlang malerischer Seen, durch weite Ebenen und historische Städtchen. Von Murten nach Kerzers verläuft die Route vorwiegend auf motorfahrzeugfreien Wegen und führt am Zihlkanal entlang zum Bielersee. Am Südufer geht’s bis zum Hagneckkanal und durch das «Grosse Moos» – dies ist der Gemüsegarten der Schweiz. Via Kerzers gelangt man zurück nach Murten. Hier im reizvollen Zähringerstädtchen, aber auch in Erlach oder Lüscherz lohnt sich eine Rast.

Länge: 50 km, davon Naturbelag: 4 km

Tag 1: Eschenbach–Lindenberg–Seengen–Lenzburg Tag 2: Lenzburg–Seon–Beromünster–Eschenbach

Stramme Waden sind für diese Zweitagestour Voraussetzung, denn auf der «Herzschlaufe Seetal» sind über 2000 Höhenmeter zu meistern. Die Route führt abseits vom Verkehr durch liebliche Luzerner und Aargauer Landschaften. Am ersten Tag geht’s auf den ­Lindenberg und am romantischen Wasserschloss Hallwyl vorbei nach Lenzburg. Am zweiten Tag fordert der Bööler-Pass, belohnt wird die Anstrengung mit schöner Aussicht.

Länge: insgesamt 114 km, davon Naturbelag: 38 km

Turbenthal–Kollbrunn–Winterthur

Die Radroute verläuft entlang der Töss grösstenteils auf asphaltierten Flurwegen. Hier finden sich viele lauschige Rastplätze und Grillstellen. Kurz nach Sennhof fährt man am Naherholungsgebiet Eschenberg mit Sternwarte und Wildpark vorbei und geniesst den Blick auf Schloss Kyburg. Nach der Fahrt durch die Natur taucht man am Ende in die ehemalige Industriezone Winterthurs ein.

Länge: 20 km, davon Naturbelag: 4 km

Romanshorn–Dozwil–Kreuzlingen–Münsterlingen–Romanshorn

Die Bodenseeregion ist für Veloausflügler äusserst beliebt. Auf der Tour hat man atemberaubende Ausblicke auf den See, fährt durch den hügeligen Thurgau und geniesst zum Abschluss die gemütliche Fahrt dem Seeufer entlang.

Länge: 46 km, davon Naturbelag: 9 km

Locarno–Someo–Locarno

Der Radweg im wildromantischen Maggiatal ist neuer – das Teilstück zwischen Tegna und Avegno wurde erst 2016 eingeweiht. Ab Locarno geht’s Richtung Losone und danach dem Fluss entlang nach Ponte Brolla bis nach Maggia. Danach führt der Weg an Weinbergen und Rustici vorbei bis nach Someo. Wer will, nimmt für den Rückweg den Bus.

Länge: 50 km, davon Naturbelag: 10 km

Martigny–Montreux

Die Radtour führt von Martigny der Rhone entlang an den Genfersee. Auf dem Weg gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Etwa die Trientschlucht mit zwei der höchsten Brücken Europas, der Pissevache-Wasserfall, die Feengrotte oder das weltweit grösste Naturlabyrinth in Evionnaz. Nach Le Bouveret am See führt der Weg vorbei am Feuchtgebiet Les Grangettes. Halt beim Schloss Chillon ist Ehrensache.

Länge: 47 km, davon Naturbelag: 1 km

Bodensee-Radweg

In 260 Kilometern rund um den Bodensee radeln und mindestens drei Länder erleben: Der Bodensee-Radweg führt oft direkt entlang des Wassers mit einmaligen Panoramaausblicken auf See und Berge. Ob kleine oder grosse Touren, Abkürzungen mit den Fähren, dem Katamaran, dem Zug oder die komplette Runde auf dem Rad – auf dieser abwechslungsreichen Radtour entlang des Bodenseeufers lernt Gross und Klein die Vierländerregion Bodensee (Deutschland, Österreich, Schweiz, Fürstentum Liechtenstein) in all ihren Facetten kennen. Tipp: Den Bodensee in acht Etappen im Uhrzeigersinn umrunden, um auf der Seeseite zu fahren – die ­atemberaubenden Ausblicke können so besonders genussvoll erlebt werden.

Corinne Remund

www.konstanz-info.com/radfahren

VELOLAND SCHWEIZ

Ein Boom ohne Ende

Der Veloboom im Corona-Jahr ist in aller Munde. Nun wird er auch durch die neusten Verkaufszahlen vom Verband Velosuisse belegt. Über eine halbe Million, genauer 501 828 Velos und E-Bikes sind 2020 verkauft worden. Ein Drittel davon waren E-Bikes. Bei den E-Bikes konnten sowohl die Strassenvelos (+21,4 Prozent) als auch die Mountainbikes (+40,3 Prozent) nochmals kräftig zulegen. Insbesondere der Zuwachs in der schnellen Kate-gorie (45 km/h) sticht bei den Strassenvelos mit einem Plus von 39,8 Prozent ins Auge. Das könnte ein Indiz dafür sein, dass sich im-mer mehr Pendler auf ein schnelles E-Bike verlassen.

Gegenüber 2019 konnten die E-Bikes insgesamt nochmals um 28,5 Prozent zulegen von 133 033 auf 171 132 Stück. Tatsächlich dürfte diese Verkaufszahl aber noch weit höher liegen, da die Lager bei Händlern und Zulieferern teils restlos leergekauft wurden und so auch Vor- und Vorvorjahresmodelle neue Besitzerinnen und Besitzer fanden, die bereits in den Verkaufsstatistiken der Vorjahre verbucht worden waren. pd/CR

www.velosuisse.ch

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