Publiziert am: 23.02.2018

Innovativ, um führend zu bleiben

Glas- und Metallbau – Die seit 27 Jahren bestehende Firma AMM Künzli Thun Glas- und Metallbau AG ist die Nachfolge­regelung frühzeitig angegangen und sorgt dadurch für Kontinuität – für Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeitende.

«Offen, engagiert und konsequent, schaffen wir Gewinner»: So lautet das Firmen­motto der AMM Künzli Thun Glas- und Metallbau AG. Dieses ­Credo zieht sich wie ein roter Faden durch die Firmenphilosophie und schlägt sich in der hohen Qualität und Zuverlässigkeit, in der guten Mitarbeiter- und Kundenbindung, in der grossen Innovationskraft sowie in einer flexiblen Produktivität nieder. Dazu Geschäftsführer Jürg Müller: «Unsere Überzeugung ist, dass Wertschätzung die Basis gesunder Wertschöpfung ist.»

Der familiär geführte Betrieb in Thun ist in den letzten 25 Jahren von 13 auf 40 Mitarbeitende gewachsen. «Dabei ist uns Kontinuität ein grosses Anliegen», betont Müller. Er kaufte 1991 zusammen mit zwei Geschäftspartnern das 1954 gegründete Unternehmen. Ab 2012 führte er den Glas- und Metallbaubetrieb als Alleininhaber. Das Unternehmen produziert und montiert Fenster, Türen und Fassaden in Glas und Metall. «Wir bieten ein breit gefächertes Dienstleistungs­angebot von der individuellen Beratung von Bauherren, Architekten und General­unternehmungen über Entwicklung, Planung, Fabrikation und Montage bis zum Service und Unterhalt.»

Gemeinsam entsteht das Beste

Nebst Qualität und Zuverlässigkeit vom ersten Kontakt bis zum letzten Schrauben­drehen ist die Innovation eine der Kräfte, die das Unternehmen während Jahren antreibt. «Wir wollen immer führend sein in unserem Segment; dazu gehört Innovation. Diese beginnt schon bei einer transparenten Kommunikation», so Müller. Gelungene Projekte, tägliche Herausforderungen sowie Kundenwünsche würden die innovativen Ideen der Mitarbeitenden fördern. «Wir ziehen alle am selben Strick, und so entstehen auch gemeinsam innovative Lösungen, die Kundennutzen ­generieren.» Und er ergänzt: «Es ist wichtig, dass alle zusammen­arbeiten und füreinander das Beste geben. So entsteht auch das Beste.»

«BIS HEUTE HABEN 
WIR 35 METALLBAUER UND ZEHN METALLBAUKONSTRUKTEURE AUSGEBILDET.»

Mit der Innovation verknüpft ist auch die digitale Transformation, welche massgeschneidert auf den Betrieb umgesetzt wird. Unter anderem durch ein ERP (Enterprise Resource Planning) und ein CRM (Customer Relationship Management). Der Arbeitsfluss wird durch die digitale Anbindung der CNC-Maschinen an die AVOR-Software entscheidend verbessert.

Aus- und Weiterbildung wichtig

Innovation bedeutet für Müller aber auch Aus- und Weiterbildung. Schon immer legte das Unternehmen grossen Wert auf die aktive Förderung des Nachwuchses. «Bis heute wurden 35 Metallbauer und zehn Metallbaukonstrukteure erfolgreich ausgebildet», so Müller. Zurzeit bildet das Unternehmen sechs Lernende aus. «Wir brauchen künftig gut ausgebildete Fachkräfte. Deshalb gehört es ­
so quasi zu unserem Pflichtenheft, unseren Profis der Zukunft einen guten Start in die Berufswelt zu geben.»

Nachfolge erfolgreich geregelt

Vorbildlich agiert das KMU auch bezüglich Nachfolgeregelung. Diese konnte vor zwei Jahren erfolgreich umgesetzt werden. «Es ist wichtig, dass man den Prozess der Nachfolgeregelung frühzeitig in Angriff nimmt und 100-prozentig davon überzeugt ist», weiss Müller. «Oft wartet man zu lange und verliert so die Schlüsselfiguren im Betrieb respektive das Know-how.» Müller hat Swen Wenger, Bruno Wyssmüller und Noël Jaberg ins Boot geholt und zu gleichen Teilen an seinem Betrieb ­beteiligt. «Mit dieser frühzeitigen Lösung soll die Kontinuität für unsere Kunden, Geschäfts­partner und Mitarbeiter sichergestellt werden», sagt Müller, der weiter als Geschäftsführer und technischer Berater für die Firma arbeitet.

Schwierig, konkurrenzfähig 
zu bleiben

Das KMU bewegt sich in einer schwierigen Branche, die mitten im Umbruch steckt. Der massive Preisdruck durch ausländische Metallbauer, die ihre Leistungen direkt in der Schweiz anbieten, stellt eine grosse Herausforderung für die Firma dar.

«ES IST ERSTAUNLICH, DASS DIE POLITIK DIE BÜROKRATIE NICHT STOPPEN KANN.»

«Es liegt auf der Hand, dass wir nicht mehr konkurrenzfähig sind, wenn ein Meister im Ausland 1000 bis 1200 Euro verdient und wir einem Lehrabgänger den Mindestlohn von 4200 Franken zahlen müssen», sagt Müller.

Alltags-Ärgernis Regulierung

Ein alltägliches Hindernis, das viele zeitliche und finanzielle Ressourcen frisst, sind zudem gesetzliche Regulierungen. «Es ist erstaunlich, dass die Politik so schwerfällig ist und es bis jetzt nicht schafft, diese Bürokratie zu stoppen. Wir als Unternehmer wären darauf angewiesen, um wettbewerbsfähig zu bleiben», hält Müller fest. Für die Zukunft hat das junge motivierte Team der AMM Künzli Thun Glas- und Metallbau AG noch viel Potenzial und dementsprechend noch viele Pläne in der Schublade.

Corinne Remund

AMM Künzli Thun

Seit 27 Jahren
gut positioniert

Die Firma AMM Künzli Thun Glas- und Metallbau AG hat sich innerhalb von 27 Jahren in der Glas- und Metallbaubranche sehr gut positioniert. Dabei setzt das engagierte KMU auf Kontinuität, hohe Flexibilität, Zuverlässigkeit, Innovation und auch neue Technologien. Grossen Wert legt das Unternehmen auf die Ausbildung von Lernenden. ­
Der familiär geführte Vorzeige-
betrieb hat mit der geschäftlichen Beteiligung von drei langjährigen Mitarbeitern bereits vorbildlich die Nachfolge­reglung abgeschlossen.