Publiziert am: Freitag, 22. April 2016

Intelligente Vernetzung im Alltag

INTERNET OF THINGS – Die Grundidee des Internets der Dinge (oder Internet of Things respektive IoT) ist ebenso einfach wie ­offensichtlich: Alle Objekte des täglichen Lebens sind intelligent, miteinander vernetzt und zentral mess- respektive steuerbar.

Während Idee und Nutzen des Internet of Things für die meisten Menschen dank konkreter Anwendungsbeispiele rasch ersichtlich sind, so ist das Internet der Dinge erst durch den massiv gestiegenen Absatz mobiler Geräte in den letzten rund neun Jahren zur realen Option geworden (u.a. befeuert durch die Vorstellung des ersten iPhones im Januar 2007 und des ersten iPads im Januar 2010). 2015 wurden 1,3 Milliarden Smartphones verkauft (Quelle: www.gfk.com) und auch für 2016 wird ein Volumen von 1,4 Milliarden prognostiziert. Diese Entwicklung hatte zwei wesentliche Folgen:

Die in den Geräten verbauten Komponenten wurden markant leistungsfähiger und massiv billiger. Speziell zu erwähnen im Zusammenhang mit dem IoT sind dabei die verschiedenen Sensoren, welche für den Aspekt der Intelligenz von Objekten wesentlich sind.

Erstmals ab 2007 waren mobile Geräte auf dem Markt, welche fähig waren, die verschiedenen Dienste des Internets in ansprechender Qualität zu nutzen. Als direkte Konsequenz wurden die Datennetzwerke global massiv ausgebaut bezüglich Kapazität, Reichweite und Bandbreite: Gleichzeitig sind die Kosten pro Einheit Bandbreite stark gesunken.

300 Antennen 
für schweizweites Netzwerk

Soll das IoT mehr als nur einen klar eingeschränkten Raum erfassen und schweizweit funktionieren, so braucht es dafür ein eigenes Netzwerk. Dieses muss nicht nur kostengünstig erstellbar sein, sondern vor allem bezüglich der Energieeffizienz und bei der Reichweite neue Massstäbe setzen. Die Energieeffizienz ergibt sich aus der Tatsache, dass viele der Objekte des IoT batteriegetrieben sind und bis zur nächsten Batterieladung eine möglichst lange Frist verstreichen soll. Zur Reichweite: Swiss­com baut schweizweit ein Netzwerk für das Internet der Dinge und benötigt dafür 300 Antennen. Im Vergleich dazu: Für das Mobilfunknetzwerk der 3. und 4. Generation sind rund 6000 Antennen in der ganzen Schweiz im Einsatz (Quelle: Echo der Zeit, 14.3.2016).

Das intelligente Zuhause

Viele Personen engagieren sich beruflich in der KMU-Wirtschaft. Für die meisten Menschen ist aber das Privatleben mindestens gleich wichtig, und dabei spielen die eigenen vier Wände – egal ob in Miete oder als Eigentum – eine bedeutsame Rolle. Genau diesem Aspekt trägt ein wichtiger Teilbereich des IoT Rechnung: das Smart Home. Das Spek­trum der Objekte respektive Bereiche, welche sich in unserer Wohnung bzw. in unserem Haus für eine intelligente Vernetzung und Steuerung eignen, scheint nahezu unerschöpflich: Heizung/Klima, Beleuchtung, Storen, Sicherheit und Gesundheit sind nur die offensichtlichsten Beispiele, in welchen sich die Anwendung des Smart Homes anbietet. Für KMU, welche Dienstleistungen in diesen Bereichen anbieten, wie beispielsweise die Gebäudetechnikbranche, ist dies eine grosse Chance.

Für die zentrale Steuerung bieten sich Smartphone oder Tablet an. Denkbar ist, dass man in naher Zukunft dort verschiedene Profile verwalten und bei Bedarf aktivieren kann. Damit könnten auf einen Schlag effizient Objekte aus den Bereichen Heizung/Klima, Beleuchtung und Sicherheit gesteuert werden. Der Aspekt der Messung äus­sert sich im Smart Home darin, dass man von den Objekten Rückmeldung und eine entsprechende Handlungsempfehlung erhält.