Publiziert am: Freitag, 6. Juli 2018

IT-Ausfälle: Vorsorge lohnt sich

IT-Vorsorge – Systemunterbrüche können die Existenz eines Unternehmens gefährden. Bereits ab 300 Franken pro Monat ist Abhilfe erhältlich.

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Immer mehr Unternehmen verlassen sich heute auf ihre elektronischen Geschäftsprozesse. Was geschieht aber, wenn Daten und Anwendungen plötzlich nicht mehr zur Verfügung stehen – etwa bei einem Stromausfall oder bei Störungen im Netzwerk? Längere Systemunterbrüche beeinträchtigen die Geschäftstätigkeit eines Unternehmens oder können sogar seine Existenz gefährden. Dabei stehen den KMU bereits preiswerte IT-Infrastrukturen für unter 300 Franken monatlich zur Verfügung. Frank Boller, CEO von green.ch, erklärt im Interview, was KMU bei diesem Thema beachten sollten.

Schweizerische Gewerbezeitung: Herr Boller, wie stellt man die Verfügbarkeit seiner IT sicher?

Frank Boller: Für den Serverbetrieb sind drei Dinge entscheidend: Strom, Kühlung und Konnektivität. Somit muss man, falls man seine IT selber betreibt, bereits im Vorfeld wissen, wie man bei Störungen den Betrieb aufrechterhalten kann. Je nachdem, wie lange man auf die Anwendungen verzichten kann, muss ein Unternehmen seine Ausweichszenarien planen.

 

Welche Massnahmen sind dabei wichtig?

Ein Stromunterbruch kommt leider häufiger vor, als allgemein angenommen wird. Etwa 100 Stromausfälle ereignen sich allein im Kanton Zürich Jahr für Jahr. Eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) ist deshalb für den Serverbetrieb unabdingbar, ebenso ein Klimagerät. Denn Temperaturen über 26 Grad müssen im Serverraum vermieden werden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, bei der Vernetzung Redundanzen zu schaffen. Und zwar sowohl bei der Internetanbindung als auch bei der Standortvernetzung. Das bedeutet konkret, sich nicht nur auf eine Anbindung zu verlassen, sondern eine zweite, unabhängige Datenleitung betriebsbereit zu halten.

 

Ist eine redundante Datenleitung kostspielig?

Wenn die Lösung richtig konzipiert ist, muss das nicht teuer sein. Die Preise für Hardware und Vernetzungen sind in den letzten Jahren gesunken. Zudem ist hier der Spielraum gross. Bei green.ch etwa können wir von einer herkömmlichen Glasfaser-Anbindung bis zur komplexen Standortvernetzung mit sicherer Layer-2-Verschlüsselung alles realisieren, immer angepasst an den Bedarf des Kunden.

 

Bringt eine Auslagerung der IT Vorteile?

Immer mehr Unternehmen gehen dazu über, ihre Server in professionelle Rechenzentren auszulagern, in denen die Betreiber bereits allen Risiken vorbeugen. Solche Rechenzentren waren früher den Grossunternehmen vorbehalten. Heute können auch KMU für unter 300 Franken monatlich eine Infrastruktur nutzen, die sie selbst nicht bereitstellen könnten.

 

Wie sehen denn die Sicherheitsmassnahmen in einem Rechenzentrum aus?

Die Sicherheit beginnt bereits bei der Planung eines Rechenzentrums. Datacenter werden an Standorten gebaut, die abseits von Gefahrenzonen liegen. Als Gefahren gelten alle Naturrisiken wie Erd­beben oder Überschwemmungen, aber auch ein erhöhtes Unfallrisiko durch nahe Verkehrswege oder ­bestimmte Industrien. Gleichzeitig müssen die Gebäude mit mehreren, voneinander unabhängigen Glasfasernetzen erschlossen und am besten aus verschiedenen Unterwerken mit Strom versorgt werden können. Die Gebäude an sich gleichen einem Betonbunker, sind fensterlos, umzäunt und kameraüberwacht. Zutritt ist nur jenen vorbehalten, die sich über einen mehrstufigen Sicherheitsprozess und einen Handvenenscan zweifelsfrei identifizieren können. Sämtliche Anlagen und Systeme – von der Klimatisierung über die Stromversorgung bis hin zur Vernetzung – sind mindestens doppelt vorhanden, um eine maximale Ausfall­sicherheit zu erreichen.

 

Für wen eignet sich die Verlagerung in die Cloud?

Die Cloud bietet all jenen Unternehmen Vorteile, die Flexibilität und klar kalkulierbare monatliche Kosten ­anstreben – also auch den KMU. In diesem Bereich bieten wir ein sogenanntes virtuelles Datacenter an, das wir in unserem modernsten ­Rechenzentrum in Lupfig betreiben. Virtuell bedeutet für den Kunden, dass wir alles zur Verfügung stellen, bis hin zum Betriebssystem. Der Kunde greift dann über eine sichere, eigens konzipierte VPN-Verbindung oder eine Internetanbindung auf ­seine IT zu. Einzig um seine Anwendungen kümmert er sich selbst, den Rest übernehmen wir.

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