Publiziert am: Freitag, 19. Februar 2016

JA – für Uri, das Tessin, die Schweiz

GOTTHARD-SANIERUNGSTUNNEL – Am 28. Februar geht es um den Zusammenhalt der Schweiz, um mehr Sicherheit und um eine sichere Nord-Süd-(Transport-)Verbindung. Bitte stimmen Sie JA.

36 Tote in 35 Jahren: dies die schwarze Bilanz im Gotthard-Strassentunnel. 1980 eröffnet, muss der 17 Kilometer lange Tunnel in rund 10 Jahren saniert werden. Würde er nach heutigen Vorschriften gebaut, müsste der Tunnel zwingend richtungsgetrennt sein. Die Schweiz entscheidet am 28. Februar darüber, ob ein Sanierungstunnel gebaut werden soll. Mit Ihrem JA entscheiden Sie sich für Sicherheit, Nachhaltigkeit – und für Solidarität mit dem Tessin.

Mehr Sicherheit

Heute verkehren täglich rund 17 300 Fahrzeuge im Gegenverkehr durch den Tunnel. Täglich 285 000 Fahrzeugkilometer; pro Stunde 75 000 Kreuzungen – eine höchst gefährliche Situation. Zwischen 2001 und 2014 kamen bei Frontal­kollisionen 18 Menschen ums Leben. Nach einer Frontalkollision zweier LKW im Herbst 2001 starben 11 Menschen. Die Sanierungslösung sieht vor, dass nach der Fertigstellung einer zweiten Tunnelröhre der gesamte Verkehr durch die neue Sanierungsröhre geleitet wird. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten wird in jeder Röhre je eine Fahrspur geöffnet – ohne gefährlichen Gegenverkehr. Die Sicherheit kann dadurch massiv verbessert werden. Die Verfassung garantiert zudem, dass nicht mehr Fahrzeuge durch den Gotthardtunnel fahren werden als heute.

Nachhaltig und sicher

Mit dem Bau einer zweiten Röhre wird eine nachhaltige und sichere Lösung geschaffen. Sie stellt sicher, dass

das Tessin nicht über Jahre vom Rest der Schweiz abgekoppelt wird;

die für die Schweizer Wirtschaft zentral wichtige Nord-Süd-Strassenverbindung durchgehend befahrbar bleibt;

der Schweiz während der Gotthard-Sanierung ein enormer Umwegverkehr und Dauerstaus erspart bleiben;

künftige Generationen nicht alle 40 Jahre dieselbe teure Sanierungsübung veranstalten müssen.

Sicher günstiger

Geht es nach dem Willen der Gegner, so wird der Verkehr in der Sanierungszeit mit einer provisorischen Verladelösung auf die Bahn verlagert. Diese Sanierungsvorschläge wurden von Bundesrat und Parlament auf Herz und Nieren geprüft – und eindeutig verworfen. Mit dem Bau eines Sanierungstunnels als zweite Röhre am Gotthard wird das Geld am effizientesten und mit nachhaltigem Nutzen eingesetzt. Der Bau einer zweiten Röhre ist günstiger als ein Verlad, wie ihn die «Alpeninitiative» fordert. Stimmen auch Sie deshalb am 28. Februar JA zum Sanierungstunnel am Gotthard.

SIE alle SAGEN JA

Bundesrat und Parlament sagen JA zur Gotthard-Vorlage: Der (alte) Nationalrat mit 120:76, der (alte) Ständerat mit 28:17 Stimmen. Im neuen Parlament dürften die Mehrheiten noch klarer sein. JA sagen auch folgende Parteien: SVP, FDP, CVP, BDP, EDU, MCG und Lega. Eine Mehrheit des Urner und des Tessiner Parlaments und die Tessiner Regierung sagen JA – ebenso wie die Städte Locarno und Lugano.