Publiziert am: 23.08.2018

Karikaturen sollen überspitzen – Ziel erreicht!

ABSTIMMUNGEN Am 23. September stimmen die Schweizerinnen und Schweizer über die «Fair-Food»-Initiative und die Initiative «für Ernährungssouveränität», die sogenannten Agrar-Initiativen, ab. Gegner und Befürworter der Initiative wollen mit ihren Argumenten überzeugen. Ein beliebtes Kommunikationsmittel im Kampf um Stimmen sind Karikaturen. Die vom sgv auf Facebook publizierte Karikatur hat Reaktionen und Diskussionen ausgelöst. Ziel erreicht!

Der Comic greift das Thema Einkaufstourismus auf. Ein zunehmender Einkaufs­tourismus ist schädlich für das grenznahe Gewerbe. Und diese Zunahme wäre eine der Folgen, der Annahme der beiden Initiativen. Die hohen Anforderungen und Vorschriften an die Produktion, welche die Initiativen neu sowohl für inländische wie auch ausländische Waren einführen wollen, lassen die Preise unweigerlich steigen. Weniger gut Verdienende, welche mit knappem Budget haushalten müssen, werden diese Preissteigerungen besonders hart treffen. Und was passiert mit dem Detailhandel, wenn die Preise noch weiter ansteigen? Noch mehr Leute würden ins nahe Ausland einkaufen gehen und dort zu tieferen Preisen einkaufen. Sie würden Waren einkaufen die in Folge von Importvorschriften unter Umständen ihren Weg gar nicht mehr in die Schweiz finden würden.

Einkaufstourismus ist ein Thema für die KMU und die Verbände, die sie vertreten. Also auch ein Thema für den sgv und ein Kernargument in der Abstimmungs­diskussion. Ein Argument, dass sich überzeugend in karikierter Form als Comic kommunizieren lässt. Dies machen alle in die Abstimmung involvierten Parteien und Organisationen, von ganz links bis ganz rechts. So zu tun, als würde man dem Stimmvolk die absolute Wahrheit erzählen, ist einfach nur heuchlerisch, denn diese gibt es in der politischen Kommunikation schlichtweg nicht.

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