Publiziert am: 05.02.2016

Kontinuität und bessere Technik

Flottenfahrzeuge – Jede Woche erscheinen neue Modelle, die durchaus Chancen in Fahrzeugflotten haben. Diese stammen zu Beginn dieses Jahres aus den Segmenten Kombiwagen, SUV und Transporter bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht.

Sowohl für Importeure wie für den Handel sind Fahrzeugflotten oft im Focus. Dazu braucht es nicht wirklich «das Flottenauto», sondern Angebote, die sowohl Gewerbebetriebe wie auch Grossflottenbetreiber ansprechen. Die in diesen Tagen erschienenen Neuheiten decken den weiten Bereich vom Kompaktkombi über allradgetriebene SUVs bis hin zu leichten Nutzfahrzeugen ab. Dazu kommt mit dem hybridisierten Toyota RAV4 eine Brise Nachhaltigkeit.

Opel Astra

Die jüngste Astra-Generation basiert auf einer komplett neuen Leichtbau-Fahrzeugarchitektur, die durch Überprüfung sämtlicher Einzelteile auf mögliche Gewichtsreduktion bis zu 200 Kilo weniger auf die Waage bringt. Er bietet Ausstattungs-Features, die sich an jenen von höher positionierten Modellen inspirieren liessen. Mit seinem schlanken Design wirkt er dazu athletischer als jemals zuvor, ob als Sedan oder Kombi Sports Tourer. Als bevorzugte Triebsätze dürften sich in der Schweiz die Vierzylinder mit 1,4 Liter Hubraum als Turbobenziner (145 PS) oder 1.6 CDTi-Selbstzünder (ab 110 PS) bestätigen. Deutlich mehr Platz im Innenraum und eine raffinierte Bedienung ergänzen das umfangreiche Paket, das Opel dem Neuling mit auf den Weg gibt (ab 20 900 Franken für den Sedan).

Toyota RAV4 Hybrid

Mit dem RAV4 hat Toyota vor rund 20 Jahren das Segment der SUVs begründet. Ab sofort gibt es die jüngste Generation als optisch aufgewertete Hybridvariante mit Allradantrieb. Dabei wirkt vorne ein 2,5 Liter grosser Vierzylinder gemeinsam mit einem Elektromotor auf das Planetensatzgetriebe ein. Ein zweiter E-Motor an der Hinterachse sorgt für zusätzlichen Dampf und Allradantrieb. Damit ist das erste Toyota-Hybrid-SUV mit einer Systemleistung von 197 PS Tatsache. Der RAV4 fährt elektrisch an. Dabei entwickelt er eine erstaunliche Vitalität (0–100 km/h in 8,3 s) und bleibt dabei überaus sparsam. Durch die aktive Bremsrekuperation füllt er den Akku immer wieder und es kann rein elektrisch gefahren werden. Gegenüber seinem benzingetriebenen Pendant ist die Optik rundherum etwas aufgewertet worden. Die Preise für den RAV4 Hybrid beginnen bei 37 700 Franken für den Fronttriebler und 40 200 Franken für den 4x4.

Renault Pick-up Alaskan

Noch in diesem Jahr erweitert Re­nault sein Nutzfahrzeugangebot um ein Pick-up-Modell und baut damit seine Stellung als Nummer eins bei leichten Nutzfahrzeugen in Europa weiter aus. Als Motorisierung kommt ein durchzugsstarker Diesel mit 2,3-l-Hubraum und Twin-Turbo-Technik zum Einsatz. Er gibt seine Kraft wahlweise an die Hinterachse oder alle vier Räder ab. Praktisches Detail: Die Pritsche ist mit drei Schienen zur Befestigung von Transportgut ausgestattet. Empfindliche Ausrüstung und Werkzeug lässt sich in geschlossenen Staufächern rechts und links der Ladefläche unterbringen.

Mitsubishi Outlander Hybrid

In den Startlöchern steht nun auch die zweite Generation des Mitsubishi Outlander mit Plug-in-Hybrid-Technik. Damit das SUV jeden Tag möglichst viel elektrisch fahren kann, wird es über Nacht an die Steckdose angeschlossen (plug-in). Für Gewerbebetriebe, die oft in Fussgängerzonen oder an andern heiklen Stellen zu tun haben, ist der Outlander Hybrid also ein ideales Einsatzfahrzeug, denn er kann bis zu 52 Kilometer rein elektrisch fahren. Die Systemleistung (2-Liter Benzin, 2x E-Motor mit 60 kW) wird mit 203 PS angegeben. Die Preise liegen zwischen 40 000 und 52 000 Franken.

Erfolgstrio in Neuauflage

Seit 2012 arbeiten PSA (Peugeot, Citroën) und Toyota Europe in der Eintonnenklasse zusammen. Nun wurde das Trio Peugeot Expert, Citroën Jumpy und Toyota Proace komplett erneuert, wobei die Versionen für den Personentransport vor den eigentlichen Chrampfern (Kastenwagen mit oder ohne Fenster) am Autosalon Genf (3. bis 13. März) erscheinen. Bei der Neuauflage hat vor allem das individuelle Design von jedem Produkt klar gewonnen. Nach der nun stärker konturierten Frontpartie folgt ein kubischer Karosseriekörper, ideal für grossen Laderaum und hohe Nutzlast. Bis zu zwei Schiebetüren und mehrere Hecktürvarianten sind bestellbar. Die Zusammenarbeit sieht vor, dass sich die Modelle auch die Antriebsstränge und Getriebevarianten teilen.

Mercedes-Benz GLS

Auch ein grosses Sport Utility Vehicle (SUV) fährt normalerweise auf aperer Strasse. Der Fahrer spürt allerdings jederzeit, dass es das Asphaltband eigentlich gar nicht brauchen würde. Echte Superklasse sind alle sieben Sitze, aber auch das Fassungsvermögen im Gepäckabteil. Ab März kommt der neue GLS 4 Matic in vier Motorversionen zu uns. Als Einstiegs-GLS darf der 350 d bezeichnet werden, der von einem 3-Liter-V6 mit 258 PS befeuert wird. Der Selbstzünder ist kaum zu hören. Die Benziner 400 und 500 stehen mit 333 und 455 PS ebenfalls gut im Saft. Das Topmodell ist der Mercedes-AMG GLS 63 mit 585 PS durch Doppelaufladung des 5,5 Liter grossen V8. Der permanente Allradantrieb, die Luftfederung und die Wankstabilisierung lassen den GLS immer mit höchstem Komfort unterwegs sein. Die Preisliste beginnt bei 92 100 und endet bei 167 900 Franken für den AMG.

4×4 für Renault Master und Opel Movano

Anlässlich der transport-CH in Bern im vergangenen November zeigten Opel und Renault auf ihren Schwestermodellen Movano und Master erstmals einen Allradantrieb. Damit werden die beiden 3,5-Tönner auch da interessant, wo häufig winterliche Verhältnisse herrschen oder auf Baustellen, bei Strassen- und Waldarbeiten. Denn durch die Traktion über alle vier Räder vervielfachen sich 
die Einsatzmöglichkeiten der bereits heute in zahlreichen Versionen mit Front- oder Heckanrieb lieferbaren Transporter.

Fiat Fullback und 
Mitsubishi L200

Im kommenden Mai fällt der Startschuss für das erste Pick-up von Fiat. Der in Zusammenarbeit mit Mitsubishi (L200) entstandene Werker mit Doppelkabine ist ein mittelgrosser Fünfplätzer mit hochbordiger Ladebrücke. In der Schweiz ist das neue Produkt von Fiat Professional mit einem 2,4-Liter-Turbodiesel aus Aluminium ausgerüstet. Die technischen Daten sind mit dem L200 identisch: 180 PS, Fünfgangautomatik oder 6-Gang-Getriebe sowie natürlich Allradantrieb mit mehreren wählbaren Stufen. Die preisliche Orientierung liegt je nach Ausstattung zwischen 29 000 und rund 45 000 Franken.

Roland Hofer