Publiziert am: 24.02.2017

Kräftemessen auf hohem Niveau

BIER-SOMMELIERS – 33 Kandidaten kämpften an der zweiten Meisterschaft in Zürich um einen Platz in der «Nationalmannschaft». Sie vertritt die Schweiz an den Weltmeisterschaften in München.

Die vom Schweizer Brauerei-Verband organisierte Schweizer Meisterschaft der Bier-Sommeliers war ein Kräftemessen der besten Bier-Sommeliers der Schweiz. Der Wettkampf startete mit Kopfarbeit: In der ersten Disziplin wurde das Bierwissen anhand eines Theorietests abgefragt. Danach begann der praktische Teil der Meisterschaft: Die Wettkämpfer erhielten zehn verschiedene Bierproben und mussten in einer Blinddegustation erkennen, um welche Bierstile es sich handelte. Die Gläser wurden geschwenkt, der Inhalt angeschaut, gerochen und verkostet. Dann folgte die dritte Disziplin, in der es in ähnlicher Weise Bieraromen und Bierfehler zu erkennen galt. Die Biere rochen nach gekochtem Gemüse, grünem Apfel, ranziger Butter oder gar nach Stinktier. Gerüche, die man nicht im Bier antreffen möchte, aber von guten Bier-Sommeliers richtig erkannt werden müssen. Die acht besten Bier-Sommeliers der Vorrunden qualifizierten sich fürs Finale.

Bierpräsentation als 
Paradedisziplin

Im Finale war die Paradedisziplin eines jeden Bier-Sommeliers gefordert: Die Bierpräsentation. Dabei erhielten die Finalteilnehmer je drei Biere zur Auswahl und mussten eines davon der Jury präsentieren. Zur Präsentation gehörten unter anderem der korrekte Ausschank, die beschreibende Degustation mit sensorischen Eigenschaften des Bieres, die Vorstellung von passenden Essenskombinationen und Hintergründen des Bierstils. Die Gestaltung lag dabei in der Verantwortung jedes einzelnen Bier-Sommeliers. Alle Präsentationen waren auf hohem Niveau und machten der Jury die Entscheidung nicht einfach. Die Jury setzte sich zusammen aus: Carmen Wyss, Bier-Sommelière und Kommunikationsexpertin; Roger Brügger, dem ersten Schweizer Meister der Bier-Sommeliers; Wolfgang Stempfl, Gründer der Diplom-BierSommelier Ausbildung, und Marcel Kreber, Direktor des Schweizer Brauerei-Verbandes.

Patrick Thomi ist 
Schweizer Meister

Am Schluss setzte sich Patrick Thomi knapp vor Fabian Albrecht (Fiesch) und Martin Droeser (Gelterkinden) durch. Kurt Althaus (Interlaken) belegt den 4. Platz. Patrick Thomi darf sich nun Schweizer Meister der Bier-Sommeliers nennen und wird zusammen mit Fabian Albrecht, Martin Droeser und Kurt Althaus die Schweiz an den Weltmeisterschaften vom 10. September 2017 in München vertreten.

TAG des 
Schweizer biers

Präsentation der 
Nationalmannschaft

Am Freitag, 28. April 2017, 
ist Tag des Schweizer Bieres. Dieser Tag soll Bier im Zusammenhang 
mit Bierkultur und Brauereitradi­-
tion erlebbar machen. Zugleich 
versinnbildlicht er auch den Start in die Biersaison. Bereits am ­Donnerstag, 27. April 2017, 
wird der goldene Bierorden «ad 
gloriam cerevisiae» (zum Ruhme 
des Bieres) ehrenhalber einer bekannten Persönlichkeit verliehen. Dieses Mal wird ein Nachfolger des Sängers Baschi gesucht. Dabei werden auch die Sieger der Schweizer Meisterschaft der Bier-Sommeliers und somit die Nationalmannschaft der Schweiz präsentiert.

Rangliste

Nationalmannschaft

n1. Platz: Patrick Thomi, 
Winterthur

n 2. Platz: Fabian Albrecht, Fiesch

n 3. Platz: Martin Droeser, 
Geltenkinden