Publiziert am: 21.09.2018

Mörtel auf der Piste

SCHWEIZERISCHER BAUMEISTERVERBAND SBV – Mit Beat Feuz hat das Bauhauptgewerbe einen international bekannten Botschafter für die Maurerlehre gefunden. Die Zusammenarbeit mit dem Ski-Abfahrtsweltmeister und gelernten Maurer soll die Berufswerbung stärken.

Skistar Beat Feuz ist vor allem für seine rasanten Abfahrten bekannt. Beruflich ist es sich der Ski-Abfahrtsweltmeister bereits gewöhnt, an der frischen Luft zu arbeiten. Denn noch vor seiner Karriere als Spitzensportler erlernte der 31-jährige Emmentaler den Beruf des Mauerers. Seit dem Sommer 2018 ist Feuz nun auch offizieller Botschafter für die Maurerlehre.

In Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Baumeisterverband SBV wirbt Feuz in den für Oktober 2018 geplanten «Bauhelden-Challenges» für die Maurerlehre. Feuz und der SBV sind sich einig: Der Beruf wird oftmals stark unterschätzt. Wer als Maurerin beziehungsweise Maurer arbeiten will, muss gerne mit den Händen arbeiten und anpacken wollen. Das Fitnessstudio kann man sich sparen, ist doch die Arbeit körperlich intensiv. Bei allen Aufgaben gilt es aber auch, Ausführungspläne zu lesen und sie mit traditionellem Handwerk und modernsten Maschinen und Geräten umzusetzen. Die Digitalisierung verändert auch den Arbeitsalltag auf dem Bau, wobei Smartphone und Tablet immer wichtigere Arbeits­instrumente werden. Dementsprechend ist nebst geübten Handgriffen viel Kopfarbeit gefragt.

Aufstieg bis zum Baumeister möglich

Es ist eine Tatsache, dass vor allem in städtischen Gebieten ein Teil der Jugendlichen, Eltern und Lehrkräfte Berührungsängste gegenüber den handwerklichen Berufen hat. Das Bauhauptgewerbe bleibt davon nicht verschont. Zu weit verbreitet ist das Klischee, man könne nur mit Anzug und Krawatte Karriere machen. Dabei werden im Bauhauptgewerbe nicht nur die höchsten Handwerkerlöhne bezahlt, ein Maurer hat darüber hinaus auch grosse Karrierechancen. Maurer können erst die Bauvorarbeiterschule (VOS), später die Baupolierschule (POS) absolvieren. Nach der POS kann die Eidgenössische Berufsprüfung abgelegt werden, die zum Eidgenössischen Fachausweis führt. Nach einer gewissen Praxis und bestandener Aufnahmeprüfung können Maurer auch die Höhere Fachschule HF als Bauführer besuchen, um den Titel dipl. Bauführer HF zu erlangen. Die höchste Stufe der Berufspyramide ist schliesslich die Höhere Fachprüfung (HFP) diplomierter Baumeister. Wird diese Ausbildung und Prüfung erfolgreich absolviert, erhält man das Eidgenössische Diplom als Baumeister.

Nationale Berufswerbungskampagne

Im Herbst 2018 tritt Feuz in einer durch den Schweizerischen Baumeisterverband SBV organisierten Kampagne gegen vier Maurerlehrlinge an. Hier setzt der Schweizerische Baumeisterverband auf innovative Ansätze, um Jugendliche für den Maurerberuf zu begeistern. Über einen fokussierten Instagram-Account wird mit Skistar Feuz für die Berufsgrundbildung im Bauhauptgewerbe geworben. Ergänzend dazu wird einmal monatlich eine Bau­helden-Challenge auf Youtube veröffentlicht.

Alle Informationen zu den Bauhelden-Challenges finden Sie unter www.bauhelden.ch. Erleben Sie Mörtel auf der Piste und fiebern Sie bei der Suche nach dem nächsten Bauhelden mit.

www.baumeister.ch