Publiziert am: 17.10.2014

Medaillenregen für Schweiz «Es war so cool!»

EUROSKILLS – Das Schweizer Team reüssierte an den Berufseuropameisterschaften in Lille. 
Die13 jungen Berufsleute kehrten mit sieben Medaillen im Gepäck nach Hause zurück.

Die EuroSkills im französischen Lille gehören bereits der Vergangenheit an. Während dreier Tage haben die vier jungen Frauen und neun Männern hart und konzentriert gearbeitet, geschwitzt und ihre beste berufliche Leistung abgerufen. Der viele Schweiss, Disziplin, Schweizer Präzisionsarbeit und Berufsstolz bezahlten sich für die Schweizer einmal mehr aus und sie konnten viele glänzende Früchte ernten. ­Eine Gold-, drei Silber-, drei Bronzemedaillen sowie zwei Diplome und zwei Zertifikate sind die reiche ­Ausbeute, welche die Kandidatinnen und Kandidaten nach Hause brachten.

Die Schweiz belegt nach Deutschland, Österreich und Frankreich den 4. Rang in der Nationenwertung (nach durchschnittlichen Medaillenpunkten) und unterstreicht damit erneut die Qualität des dualen Berufsbildungssystems. Dazu die offizielle Delegierte Christine Davatz: «Unser Schweizer Team hat eine beachtliche Leistung geboten, mehr als jeder Zweite hat eine Auszeichnung geholt.» Und die Vizedirektorin und Bildungsverantwortliche des sgv ergänzt: «Unsere Jungen habe ihr Bestes gegeben.» Die Anforderungen seien allerdings gestiegen und die Konkurrenz werde immer härter, räumte sie ein. In dieselbe Kerbe schlägt auch der Technische Delegierte Rico Cioccarlli: «Das Schweizer Team hat unter harten und schwierigen Wettbewerbsbedingungen eine gute Leistung gezeigt.» Er windet dabei besonders auch den Experten ein Kränzchen: «In Lille wurde den Experten besonders viel abverlangt.»

Adrian Sommer, Experte der Elektroinstallateure, ist besonders stolz auf seinen Schützling Severin Holderegger. Der junge Berufsmann holte mit deutlichem Vorsprung den Europameistertitel bei den Elektroinstallateuren sowie den Titel «Best of Nation» des Schweizer Teams. «Es scheint sich gelohnt zu haben, dass ich ihn im letzten halben Jahr oft angetrieben habe», so Sommer.

«Eine Äusserst starke Konkurrenz und harte Wettbewerbsbedingungen.»

Das fulminante Schlussbouquet war der Empfang der Schweizer Delegation im Flughafen Zürich. Dabei kam nochmals der Rückhalt sowohl unter den Kandidatinnen und Kandidaten wie auch unter den Eltern, Freunden und Verwandten klar zum Tragen. Eine grosse Fanschar hat die Heimkehrenden laut und bunt empfangen. Neben Familien, Freunden und Arbeitskollegen waren auch Jodelchörli, Göttibuben und sogar ein 
Gemeindepräsident im stolzen 
Empfangskomitee vertreten. Für Hauptsponsor RUAG ist CEO Urs Breitmeier persönlich nach Zürich gekommen, um den jungen Berufsleuten zu gratulieren: «Ich freue mich immer, wenn Schweizer Lernende gut abschneiden. Das duale Berufsbildungssystem ist ein wichtiger Wert, der die Schweiz vorwärtsbringt, und so zeigen solche guten Resultate, dass wir auf dem richtigen Weg sind.» Gute Berufsleute seien die Basis aller Schweizer Unternehmen, vor allem auch in der Industrie. «Es ist deshalb auch unsere Verantwortung, uns hier vielleicht etwas mehr zu engagieren als andere», erklärt er die Motivation von RUAG als Sponsor von SwissSkills.

Corinne Remund

Nachgefragt

Raphael Vogel, Bodenleger: «Super, bombastisch, ich habe einfach gehofft, dass es für einen der ersten drei Plätze reicht, der zweite Platz ist natürlich super. Meine Eltern habe ich nur von weitem gesehen, aber sie und meine kleine Schwester 
Ilona sind mächtig stolz auf mich. Es war ein super Erlebnis, ich würde auf jeden Fall wieder mitmachen.»

Monika Bieri, Dekorationsmalerin: «Eigentlich ist es gut gelaufen, ich bin mit der Arbeit zufrieden. Es hat Freude gemacht, an den Euroskills 2014 dabei zu sein. Ich würde es jeder und jedem empfehlen, denn es ist eine Erfahrung, die man nur einmal im Leben machen kann – ein megacooles Erlebnis.»

Severin Holderegger, Elektroinstallateur: «Es fühlte sich ‹geil› an, und es war einfach Hammer, als ich die Goldmedaille bekommen habe – ein unglaubliches Gefühl! Auf einen Sieg habe ich schon gehofft, war aber wirklich nie sicher, ob es dann wirklich für Gold reicht. Die zweite Goldmedaille für ‹Best of Nation› ist noch das Krönchen obendrauf, jetzt laufe ich mit zwei Goldmedaillen herum, das ist einfach super.»

Mike Ledermann, Spengler: «Wunderschönes Gefühl, den dritten Rang erreicht zu haben – sensationell! Ich kann es noch nicht wirklich fassen. Es ist eine Bestätigung für mein Wissen und Können und dass sich das Training gelohnt hat. Die EuroSkills waren ein super Erlebnis, ich würde immer wieder teilnehmen.»

Oliver Heller, Motorradmechaniker: «Ich bin glücklich über den zweiten Platz. Auch wenn ich mir das Ziel gesetzt hatte zu gewinnen, freue ich mich riesig für die anderen, die eine Medaille holen konnten. Es war ein unvergessliches Erlebnis. Ich bereue es keinen Moment, mitgemacht zu haben, es war cool.»

Debora Widmer, Schönheitspflege: «Ich bin absolut erleichtert und überglücklich, dass es für die bronzene Medaille gereicht hat. Die Konkurrenz war megastark und so bedeutet mir dieser dritte Platz im Moment einfach alles.»

Interview: CR

NACHGEFRAGT

«Es war so cool!»

Raphael Vogel, Bodenleger : «Super, bombastisch, ich habe es einfach gehofft, dass es einer der ersten drei Plätze ist, der zweite Platz ist natürlich super. Meine Eltern habe ich zwar erst von weitem gesehen, aber sie und meine kleine Schwester Ilona sind sicher mächtig stolz. Es war ein super Erlebnis, ich würde auf jeden Fall wieder mitmachen.»

Monika Bieri, Dekorationsmalerin: «Eigentlich ist es gut gelaufen, ich bin mit der Arbeit zufrieden. Es hat Freude gemacht, hier dabei zu sein und ich würde es jeder und jedem empfehlen, denn es ist eine Erfahrung die man nur einmal im Leben machen kann und es war ein megacooles Erlebnis.»

Severin Holderegger, Elektroinstallateur: «Es fühlte sich ‚geil’ an, und war einfach Hammer, als ich die Goldmedaille bekommen habe, ein unglaubliches Gefühl. Gehofft habe ich es schon, war aber wirklich nie sicher, ob es für Gold reicht. Die zweite Goldmedaille für ‚Best of Nation’ ist noch das Krönchen obendrauf, jetzt laufe ich mit zwei Goldmedaillen herum, das ist einfach super.»

Mike Ledermann, Spengler: «Wunderschönes Gefühl, den dritten Rang erreicht zu haben, sensationell, kann es noch nicht wirklich fassen. Es ist eine Bestätigung für das, was man dafür gemacht hat, dass sich das Training gelohnt hat. Die EuroSkills waren ein super Erlebnis, ich würde es immer wieder machen.»

Oliver Heller, Motorradmechaniker: «Ich bin glücklich über den zweiten Platz. Auch wenn ich mir das Ziel gesetzt hatte zu gewinnen, freue mich riesig für die anderen, die eine Medaille holen konnten. Es war ein Erlebnis und ich bereue es keinen Moment mitgemacht zu haben, es war cool.»

Debora Widmer, Schönheitspflege: «Ich bin absolut erleichtert und überglücklich, dass es für die bronzene Medaille gereicht hat, die Konkurrenz war megastark und so bedeutet mir dieser dritte Platz im Moment einfach alles.»

FAKTEN & ZAHLEN

EuroSkills Lille 2014

27 Europäische Länder

40 Wettkampfberufe

450 Kandidaten ∕Kandidatinnen

bis 25 Jahre alt

9000 Wettkampfstunden

400 Freiwillige Helfer

3 Wettkampftage

Rund 120 000 Besucher aus ganz Europa

RANGLISTE

Gold: Severin Holderegger, Bernhardzell SG, Elektroinstallation, VSEI.

Silber: Beat Jung, Niederwil SG, Maurer, SBV; Oliver Heller, Willisau LU, Motorradmechaniker, 2rad Schweiz; Raphael Vogel, Hasle LU, Bodenleger, BodenSchweiz.

Bronze: Debora Widmer, Ursenbach BE, Schönheitspflege, SFK; Mike Ledermann, Oberdiessbach BE, Spengler, suissetec; Stefano Catanese, Dotzigen BE, Stuckateur-Trockenbauer, SMGV.

Diplom: Martin Dürrenmatt, Muttenz BL, Coiffeur, Coiffure SUISSE;

Monika Bieri, Escholzmatt, Dekorationsmalerin, SMGV.

Zertifikat: Manuel Biland, Toffen BE, Landmaschinenmechaniker, SMU; Nathalie Büchi ∕Joanna Wyss, Zürich ZH, Bekleidungsgestaltung, SwissCouture.