Publiziert am: 27.05.2016

Mehr Entschädigungen ausbezahlt

JAHRESRECHNUNG ALV – Die Arbeitslosenversicherung schliesst das Jahr 2015 mit einem
Überschuss von 0,61 und einem Schuldenstand von 2,6 Milliarden Franken ab.

Der Ausgleichsfonds der Arbeitslosenversicherung (ALV) schloss das Rechnungsjahr 2015 bei einem Gesamtertrag von 7,42 Milliarden Franken und Gesamtaufwendungen von insgesamt 6,81 Milliarden Franken ab. Der Überschuss betrug 0,61 Milliarden Franken. Im Jahresdurchschnitt waren 142 810 Arbeitslose bei der ALV registriert. Dies entspricht einer Quote von 3,3 Prozent. Aufgrund des Überschusses konnten im Jahr 2015 Darlehen von 0,7 Milliarden Franken an die Bundestresorerie zurückbezahlt werden. Somit sinken die Darlehensschulden per Ende 2015 auf total 2,6 Milliarden Franken. Die gesetzlich vorgeschriebene Schuldenobergrenze belief sich auf 7,3 Milliarden Franken.

Kurzarbeitsentschädigungen
haben sich verdoppelt

Im Jahr 2015 wurden insgesamt 5183 Millionen Franken an Arbeitslosenentschädigungen ausbezahlt. Auf Kurzarbeitsentschädigungen entfielen dabei rund 96 Millionen. Damit kosteten diese Entschädigungen die ALV doppelt so viel wie noch im Jahr 2014. Auf Schlechtwetterentschädigungen entfielen rund 50 Millionen Franken. Für Insolvenzentschädigungen gab der ALV-Fonds 35 Millionen aus. 598 Millionen wurden für arbeitsmarktliche Massnahmen aufgewendet. Die bilateralen Abgeltungen betrugen 194 Millionen Franken. Die diversen Aufwendungen für Verwaltungskosten beliefen sich auf 699 Millionen, der Zinserfolg betrug 2 Millionen Franken und der übrige Ertrag bezifferte sich auf 46 Millionen.

ALV rechnet mit erhöhten
Arbeitslosenzahlen im Jahr 2016

Gemäss Budget resultieren 2016 ein Gesamtertrag von 7,65 Milliarden Franken (inkl. 0,49 Milliarden Franken finanzielle Beteiligung des Bundes) und Aufwendungen von insgesamt 7,61 Milliarden Franken. Daraus ergibt sich ein Überschuss von 0,04 Milliarden Franken. Die Arbeitslosenversicherung rechnet für 2016 mit einem Jahresdurchschnitt von 153 700 Arbeitslosen (Quote: 3,6 Prozent). Der Darlehensbestand bei der Bundestresorerie wird sich voraussichtlich nicht verändern. Die Darlehen werden sich somit per Ende 2016 weiterhin auf total 2,6 Milliarden Franken belaufen.