Publiziert am: Sonntag, 11. Februar 2018

Mehrfach-Abzocke ärgert Kleinst-KMU

no billag – Das Beispiel eines Berner Unternehmers zeigt, wie willkürlich die Mediensteuern erhoben und gerade Kleinst-KMU abgezockt werden.

Der Berner Unternehmer T.H.* will – so wie viele andere auch – nicht mit vollem Namen in der Zeitung genannt werden, wenn er über seinen Ärger mit der Billag-Mediensteuer spricht. H. ist in der Baubranche tätig; seine Ein-Mann-GmbH in der Berner Altstadt führt er als Untermieter einer bekannten und erfolgreichen Band. «Meine Vermieter zahlen für ihr Büro Billag-Steuer. Ich, der ich in demselben Raum in einer kleinen Ecke meinen Schreibkram erledige, muss ebenfalls an die Billag zahlen, obwohl ich in meinem Büro weder fernsehe noch Radio höre. Das ärgert mich enorm.»

Zweimal im Büro, zweimal als Private

H.s Wohnung liegt rund 500 Meter von seinem Büro entfernt. Dort zahlt er – als Privatmann – ebenfalls für die Billag. Und seine Freundin, die viel Zeit bei ihm verbringt, zahlt für ihre eigene Wohnung ebenfalls an die Billag. «Diese Mehrfach-Abzockerei geht mir – und übrigens auch vielen meiner selbständigen Kollegen – mächtig auf den Keks. Unsere Kunden jedenfalls würden es nie akzeptieren, wenn wir sie für ein und dieselbe Leistung gleich mehrfach zur Kasse bitten würden. Deshalb unterstütze ich die No Billag-Initiative.»

* Name der Redaktion bekannt

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Ja zu No Billag - SRG, wir müssen reden.
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Die Schweizerische Gewerbekammer, das Parlament des sgv, hat die Ja-Parole zur No Billag Initiative beschlossen. Die Billag-Mediensteuer ist eine willkürliche und ungerecht­fertigte Doppelbesteuerung der Unternehmen. Medien­ministerin Leuthard und die SRG-Repräsentanten lassen nichts unversucht, um den Souverän davon zu überzeugen, dass nicht nur die Existenz der SRG, sondern jene der ganzen Schweiz durch diese Initiative bedroht wird. Dies ist völliger Unsinn. Vielmehr macht ein Ja zu No Billag den Weg frei, dass endlich die seit der RTVG-Abstimmung 2015 verwehrte Diskussion über den Service Public stattfinden und die Verstaatlichung der schweizerischen Medienlandschaft verhindert werden kann.

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