Publiziert am: Freitag, 20. März 2015

Neue Energie - und Wirtschaftspolitik

Energiecluster – Die Energie-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik der Schweiz soll auf die beschlossene Energiewende ­abgestimmt werden. Wohin sie uns führen wird, wird häufig diskutiert. Auch an der Jahrestagung 2015 des energie-cluster.ch.

Die Schweiz hat den Willen bekundet, den Verbrauch von Energie zu reduzieren und vermehrt erneuerbare Quellen für deren Erzeugung zu nutzen. Die Energiestrategie 2050 des Bundesrates steckt hohe Ziele; Wirtschaft, Forschung, und Politik müssen aktiv einen Beitrag leisten, wenn dieses grosse gesellschaftliche Projekt vom Erfolg gekrönt werden soll. Alle beteiligten Sparten werden an der Jahrestagung des energie-cluster.ch im Stade de Suisse in Bern vertreten sein. In Referaten und an einer Tischmesse wird ein Fachpublikum aus dem Planungs-, Bau- und Immobiliengewerbe, der öffentlichen Hand und aus der Energiewirtschaft aktuellste Informationen erhalten. Es ergeben sich ausgezeichnete Möglichkeiten für persönliche Kontakte und das Networking.

Internationale Energiemärkte

Der Kampf für einen sauberen, sparsamen Umgang mit Energie ist aus seinem Nischendasein getreten. Für eine effiziente Breitenwirkung muss stets auch die allgemeine, globale Marktlage berücksichtigt werden. Dies findet Eingang in die Referate und Präsentationen der Jahrestagung 2015 des energie-cluster.ch. So wird Walter Steinmann, Direktor des Bundesamtes für Energie, über die Herausforderungen der sich verändernden Energiemärkte sprechen.

Energieforschung für die Praxis

Die Erzeugung und Verteilung von Energie und nicht zuletzt ihre Speicherung stellen für die Wissenschaft brennende Themen dar, denn es besteht ein grosser Bedarf an Lösungsvarianten. Die Hochschulen sind darauf angewiesen, die Bedürfnisse der betroffenen Wirtschaftszweige zu kennen. Sie sind auf einen regen Austausch mit ihnen angewiesen. Beat Hotz-Hart vom ETH-Rat Zürich, gibt an der Jahrestagung einen Überblick zur Energieforschungslandschaft Schweiz und gibt Antwort auf die Frage: Wie kann die Wirtschaft partizipieren, und welche Resultate sind zu erwarten?

Quartierentwicklung 
zu Plusenergie

Für mehr nationale Autonomie in der Energiepolitik ist es sehr wichtig, dass dort, wo man Energie verbraucht, auch Energie erzeugt. Plus­energiehäuser produzieren mehr Strom, als sie für ihren Betrieb benötigen. Doch nicht nur das individuelle Haus ist Gegenstand von Energiekonzepten, auch Gebäudeensembles oder -gruppen rücken in den Fokus. Matthias Sulzer, Dozent für Energie- und Gebäudetechnik an der Hochschule Luzern, stellt deshalb an der Jahrestagung neue Ansätze für die integrierte energetische Quartierentwicklung vor.

Energiewende und ­Versicherungsbranche

Die Energiewende darf in der Schweiz nicht als Luxushobby eines vermögenden Landes betrieben werden. Auch Investoren müssen überzeugt werden, dass sich eine Beteiligung lohnt und nicht zu einem Verlustgeschäft wird. Belinda Walther Weger, Betriebsökonomin und Leiterin Public Affairs des Schweizerischen Versicherungsverbandes, erläutert deshalb aus Sicht der Schweizer Privatassekuranz die heutigen Rahmenbedingungen langfristiger Anlagemöglichkeiten in Infrastrukturprojekte, zeigt die Auswirkungen der Währungspolitik auf und verweist auf mögliche Investitionsmöglichkeiten im Energiebereich.

Killt der starke Franken 
die Energiewende?

In einem globalisierten, grenzübergreifenden Energiemarkt hängen die Preise nicht zuletzt von den Wechselkursen ab. Die Frankenstärke gibt derzeit zu Sorgen Anlass, und manche mögen sich die bange Frage stellen, ob der starke Schweizer Franken der Energiestrategie Stolpersteine in den Weg legt. Henrique Schneider, Ressortleiter Wirtschaftspolitik Umwelt- und Energiepolitik, Schweizerischer Gewerbeverband, Bern, wird sich in seinen Ausführungen mit den Auswirkung der Wechselkursfreigabe auf die Schweizer Wirtschaft auseinandersetzen und seine Folgerungen für die nationale Energie- und Umweltpolitik darlegen.

Kontroverse Voten dürften an der Jahrestagung 2015 für ein waches Publikum sorgen, das sich mit diversen Inputs auseinandersetzen kann. Eine abschliessende Podiumsdiskussion bietet den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Gelegenheit, sich mit ihren Anliegen und Erfahrungen in die Debatte einzubringen. Für Spannung ist am 18. Mai mit Sicherheit gesorgt.

 

Die Jahrestagung 2015 des energiecluster.ch findet am Montag, 18. Mai 2015, 13.30 bis 16.30 Uhr, im Stade de Suisse, Wankdorf, Papiermühlestrasse 71 in 3014 Bern statt. Anmeldung bei Saskia Göttschi, Projektleiterin energie-cluster.ch,
Monbijoustrasse 35, 3011 Bern, via saskia.goettschi@energie-cluster.ch.