Publiziert am: 15.12.2017

Nicht auf KMU-Kosten

Die Steuervorlage 17 (SV17) braucht 
es nicht wegen der KMU, sondern wegen der Grossfirmen. Dennoch sollen nach dem Willen des Bundesrates die KMU die Zeche bezahlen.

STEUERVORLAGE 17

Für den Schweizerischen Gewerbeverband sgv ist das inakzeptabel. «Die SV17 ist nach wie vor eine Reform, die primär für Gesellschaften gemacht ist, die von steuerlichen Sonderregelungen profitieren», hält sgv-Präsident Jean-François Rime fest. Daher sollten die Nebenwirkungen der in diesem Paket beschlossenen steuerlichen Massnahmen und Massnahmen der Gegenfinanzierung – also die Erhöhung der Teilbesteuerung von Dividenden und die Erhöhung der Familienzulagen – die KMU nicht benachteiligen.

«Mit dem Argument, der ganze Wirtschaftsstandort Schweiz nehme Schaden, sollen KMU die Last praktisch alleine tragen», kritisiert auch FDP-Nationalrat und sgv-Direktor Hans-Ulrich Bigler. «Die SV17 greift mit der Erhöhung der Teilbesteuerung von Dividenden die Errungenschaften der USR II an.» Die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger ist Präsidentin von TreuhandSuisse und sagt: «Wenn die KMU das Rückgrat der Schweizer Wirtschaft darstellen und die Interessen des Wirtschaftsstandorts Schweiz zentral sind, dann müssen ein einfaches Steuersystem und niedrige Steuersätze beibehalten werden, wie dies die USR II seit 2009 für die KMU gewährleistet.»

Die Erhöhung der Familienzulagen um 30 Franken ist die zweite Massnahme der Gegenfinanzierung der SV17, die sich direkt auf alle KMU auswirkt. «Mit diesen 30 Franken wird einmal mehr ein ‹Zückerchen› für die Linke in eine Vorlage gepackt», sagt die Aargauer SVP-Nationalrätin Sylvia Flückiger. En