Publiziert am: 05.04.2019

Offen auch für Schweizer KMU

CLEANTECH NETWORK – Mit Unterstützung des Schweizerischen Gewerbeverbands sgv ermöglicht das Climate Technology Centre and Network CTCN Schweizer KMU, Projekte in Verbindung mit anderen KMU vorzuschlagen und in Entwicklungsländern aktiv zu werden.

Ein Globalisierungsnetzwerk für Umwelttechnologien mit starkem ­Fokus auf KMU – das mag auf den ersten Blick übertrieben erscheinen. Mit dem Pariser Abkommen gibt es jedoch jetzt eine Institution, die ­genau in diese Richtung arbeitet.Es ist das Climate Technology Centre and Network (CTCN), das die Entwicklung und den beschleunigten Transfer von Klimatechnologien für die Entwicklung mit folgenden Merkmalen fördert: geringe CO2-Emissionen, hohe Energieeffizienz und Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel.

Als operativer Arm des Rahmenübereinkommens der Vereinten ­Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) wird das CTCN vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO) ausgerichtet und verwaltet. Es wird von einem grossen Netzwerk von fast 500 Partnern auf der ganzen Welt unterstützt.

Das Zentrum nutzt das Fachwissen dieser Institutionen, um auf Anfragen von Entwicklungsländern nach technischer Hilfe und Kapazitätsaufbau zu reagieren, die darauf abzielen, ihre national festgelegten Beiträge zu erfüllen. Der Technologietransfer findet in mehr als 75 Ländern in den verschiedensten Bereichen statt, von der Landwirtschaft über die Energiewirtschaft bis hin zu Industrie und Verkehr.

Das Netzwerk: Machen Sie mit!

Das CTCN sucht aktiv Mitglieder für sein Netzwerk – in allen Regionen der Welt und in vielen Fachgebieten. Die Mitgliedschaft im Netzwerk ist kostenlos. Das Netzwerk sucht derzeit KMU in den entwickelten Ländern, insbesondere in der Schweiz, für kleinformatige «Cleantech»-­Projekte (rund 30 000 US-Dollar). Es handelt sich um ein Projekt, das die Zusammenarbeit mit einem anderen KMU und einem Entwicklungsland beinhaltet. Diese Zusammenarbeit kann aber auch durch den Eintritt eines Schweizer KMU in einen ­neuen Markt erreicht werden.

Das CTCN ist für die Verbindung zwischen den Partnern verantwortlich (Matchmaking) und bietet den Projektbeteiligten bestimmte ver­fahrenstechnische und finanzielle Garantien.

Und so läuft›s

Um ein Beispiel für die Vorgehensweise zu nennen: Ein Schweizer KMU führt eine Recherche zu den auf der CTCN-Website vorgeschlagenen offenen Projekten durch. Es entdeckt ein Projekt zur Steigerung der Energieeffizienz eines im Gebäudesektor tätigen Konzerns in Belize (Mittelamerika). Es kann ein Angebot für ein Programm abgeben, in diesem Fall bis zu 90 000 US-Dollar. Das «Angebot» muss auf einem Technologietransfer in diesem Land basieren. Diese Übertragung kann zum Eintritt dieses KMU in den belizischen Markt führen. Das «Gebot» wird gestartet. Wenn das KMU gewinnt, wird es vom CTCN mit potenziellen lokalen Partnern in Kontakt gebracht und kann sein Projekt frei umsetzen.

Henrique Schneider, Stv. Direktor sgv

www.ctc-n.org/network

Unterstützung des sgv

Schweizer Wirtschaftist meist sehr «grün»

Der sgv vertritt den Wirtschaftssektor im CTCN-Ausschuss. Der von den Kreisen der globalen Wirtschaftsverbänden gewählte sgv nimmt an den Führungssitzungen dieser Institution teil. Der sgv, der sehr aufmerksam auf das Management realer Projekte achtet, vermochte das CTCN zu überzeugen, sich auf KMU zu konzentrieren.

Viele Schweizer KMU sind «Clean­tech»-Unternehmen und im Allgemeinen ist die Schweizer Wirtschaft sehr «grün». Dies ist demnach die ­perfekte Gelegenheit, um unseren komparativen Vorteil und die hervorragende Positionierung zu nutzen. Sc

www.sgv-usam.ch