Publiziert am: Freitag, 22. Mai 2015

Prächtige Inspiration für Berufsleute

HAIR DAY ’15 – Zürich wurde einmal mehr zum Zentrum der internationalen Coiffeurwelt. Am hair day ’15 trafen sich rund 4000 Haarfans und Coiffeure zu einer Show der Extraklasse. Der Grossanlass wurde vom Branchenverband coiffureSUISSE organisiert.

Schrille Farben, kantige Schnitte 
und die neusten Produkte: Der hair day ’15 war auch dieses Jahr wieder ein voller Erfolg. Rund 4000 Berufsleute aus der Coiffeurbranche und Interessierte aus der ganzen Schweiz pilgerten dafür ins Zürcher Hallenstadion. Die Kreateure aus dem In- und Ausland präsentierten damit viel Einfallsreichtum und Glamour die aktuellen Frisurenkollektionen. An den zahlreichen Ausstellungsständen erhielten die Besucherinnen und Besucher Eindrücke bezüglich des kreativen Schaffens in der Branche und wurden mit Produktemustern verwöhnt. Zu den Highlights gehörten auch verschiedene bunte und pompöse Workshops und Shows mit Topcracks aus der ganzen Welt. Der erste Workshop startete bereits früh am Morgen und schaffte es, auch die zuletzt angereisten, müden Gesichter aus dem Halbschlaf zu wecken. Dabei demonstrierte das Sebastian-Urban-Design-Team by Sebastian sowie Rusk by Dobi bereits einige neue Tipps und Tricks. Anschliessend ging es weiter mit den grossen Shows: Models defilierten über den Laufsteg und liessen sich von Topstylisten von Schwarzkopf, Wella Professionals, Goldwell, Keune, Matrix und Intercoiffure Suisse verschönern und eine Haarpracht auf den Kopf zaubern.

Looks für ambitionierte und 
erfolgreiche Geschäftsfrauen

Auch an den Informationsständen wurde viel Energie und Kreativität versprüht. Neue Innovationen und Techniken rund um Farbe und Schnitt, aktuelles Know-how und Produkteneuheiten wurden präsentiert. Es zeigten sich vor allem vier grobe Linien: Der Rok Chick, die Pearlescent Girls, der Hippi Glam und bei Männern der Bart. Geometrische Looks mit Ecken und Kanten, Inspirationen aus den Weltstädten New York, Tokio und Zürich, ohne gerade Linien – das sind die Trends, welche die Topstylisten momentan anwenden. «Die Haare sollen weich fallen. Wir wollen intensive Töne, trendy, personalisierte Haarstyles», sagte Christophe Chevillard, Fachtrainer bei Sebastian. «Die Mode der internationalen Fashionweeks hat beim Rok Chick den grössten Einfluss. Er wurde für starke, selbstbewusste und erfolgreiche Frauen kreiert», erklärt Simon Ellis, International Creative Director bei Schwarzkopf Professional. «Der Look zeichnet sich durch harte und elegante Silhouetten und kurzes Haar aus.»

Der zweite Stil besteche derweil mit Perlmuttglanz. «Ob Zuckerwattenrosa, Lavendel, Mint, Koralle und Bernstein: Pastell ist Pflicht», so Ellis. Zu guter Letzt der Hippie-Look: «Am wichtigsten sind multifunktionale, stylische Produkte, ungezwungene Strandfrisuren und Blondeffekte wie bei sonnengeküsstem Haar.»

Stéphanie Jenzer

BERUFSBILDUNG

«Der Coiffeurberuf ist attraktiver geworden»

«Der Coiffeurberuf ist nach wie vor bei jungen Menschen beliebt», erklärte Kuno Giger, eidgenössisch diplomierter Coiffeurmeister und Zentralpräsident bei coiffureSUISSE.

«Es ist immer noch schwierig, qualifizierte lernende zu finden.»

Im Jahr 2005 ist die Ausbildung Damen und Herren zusammengelegt worden und auch seit dem Jahr 2013 gibt es in der Branche einige Änderungen bezüglich der Ausbildung. Das Konzept und die Anforderungen wurden überarbeitet, es entstanden die dreijährige Lehre EFZ, die zweijährige Lehre EFZ sowie die zweijährige Lehre EBA. «In der EBA-Ausbildung haben wir jedes Jahr bisher rund 
120 Lernende, im Vergleich dazu sind es in der zwei- und dreijährigen Lehre EFZ ungefähr 1200 Personen», so Giger.

Zudem fanden GAV-Verhandlungen statt, in welchen unter anderem auch über den Mindestlohn diskutiert wurde. «Der GAV ist mittlerweile seit zwei Jahren wieder in Kraft und es gelang uns, die Rahmenbedingungen des Berufs attraktiver und zeitgemässer zu gestalten sowie eine dreistufige Lohnerhöhung des Mindestlohns einzuführen.» Trotzdem sei es immer noch schwierig, genügend qualifizierte Lernende zu finden. «Daran ist die demografische Entwicklung schuld», ist sich Giger sicher. «Wir hoffen, dass sich dies in rund drei Jahren wieder bessern wird.» Damit sei aber zu rechnen, denn nun würden nach und nach geburtenstärkere Jahrgänge in die Ausbildung können.

stj

RANGLISTE

Die Gewinner

Die Gewinner-Klassen des Ju­nior Hair Competition auf einen Blick:

1. Klasse C2 BBZ Schaffhausen

2. Klasse C2B BBM Kreuzlingen

3. Klasse COI 1A Berufsschule Aarau