Publiziert am: Freitag, 4. Juli 2014

Prävention zahlt sich immer aus

UNFALLVERHÜTUNG – Jährlich verletzen sich rund eine halbe Million Arbeitnehmende während ihrer Freizeit. Betriebe kommt das teuer zu stehen. Die bfu präsentiert nun ein Präventionspaket.

Eine halbe Million Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verletzen sich pro Jahr während der Freizeit. Das sind rund doppelt so viele wie jene, die sich während der Arbeit verletzen. Viele Unternehmer denken, die Verhütung von Freizeitunfällen sei reine Privatsache, in die sich der Arbeitgeber nicht einzumischen habe. Tatsächlich aber haben solche Unfälle konkrete Auswirkungen auf den Betrieb. Die Absenzen verursachen für die Betriebe erhebliche Kosten und oft administrativen Mehraufwand. Fällt ein Angestellter oder eine Angestellte für eine gewisse Zeit aus, muss der Betrieb umdisponieren, er muss oft Ersatzkräfte suchen und einarbeiten, die Arbeit verzögert sich, was zu Terminschwierigkeiten führen kann, Zeitpläne werden nicht eingehalten, Lieferungen verspäten sich. Im schlimmsten Fall leidet das Image der Unternehmung. Durch längerfristige Präventionsprogramme lässt sich die Anzahl Absenztage vermindern. Doch das ist eine anspruchsvolle und alles andere als triviale Aufgabe.

Neue SafetyKits

Speziell für kleinere und mittlere Unternehmen bietet die Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu nun neu ein Präventionspaket an, das mithilft, Unfälle in der Freizeit der Arbeitnehmenden zu verhindern. KMU haben naturgemäss nicht viele Mitarbeitende. Verletzungsbedingte Ausfälle fallen hier besonders stark ins Gewicht. Gleichzeitig fehlt es in solchen Unternehmen meist an Zeit und Ressourcen, um wirksame Präventionsprogramme durchzuführen. Der bfu ist es deshalb ein besonders Anliegen, den KMU dafür kostenlose Einsatzmittel anzubieten. Kernelemente des Angebots bilden die sogenannten «SafetyKits». Diese Präventionspakete behandeln ein bestimmtes Thema und enthalten ein A3-Plakat zum Aufhängen im Betrieb, einen Flyer mit Tipps und einer Überraschung für die Mitarbeitenden, eine Präsentation für interne Schulungen sowie einen Videoclip. Eine Anleitung zur Umsetzung der dargestellten Massnahmen rundet das Kit ab. Pro Jahr werden jeweils zwei Themen neu ins Angebot aufgenommen: 2014 sind dies «Stürze» und «Sichtbarkeit».