Publiziert am: 18.11.2016

Quote unverändert Wichtige Sozialfirmen Mehr Unternehmen

aktuell

Gemäss den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) waren Ende Oktober 2016 144 531 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, 1856 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote verharrte somit bei 3,2 Prozent. Die Jugendarbeitslosigkeit ging um 4,7 Prozent zurück und es wurden 3944 Stellensuchende mehr registriert als im Vormonat.

Sozialfirmen sind Unternehmen, die zusätzlich zur wirtschaftlichen auch eine gesellschaftliche Zielsetzung haben. Sie bieten Beschäftigungsmöglichkeiten und Qualifizierungsangebote für Menschen, die vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen sind. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur sozialen und beruflichen Integration. Zu diesem Schluss kommt der Bundesrat in einem Postulatsbericht zur Rolle der Sozialfirmen in der Schweiz.

Die schweizerische Sozialfirmen-Landschaft ist historisch gewachsen. Dies zeigt ein Forschungsbericht der Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana (SUPSI). So beschäftigen Sozialfirmen rund 32 000 Klientinnen und Klienten sowie 7700 reguläre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ihre Zielgruppen sind in erster Linie Personen mit IV-Rente, Teilnehmende an Eingliederungsmassnahmen der IV, Sozialhilfebeziehende oder Leistungsbeziehende der ALV. Neben den Beiträgen der öffentlichen Hand stellen selbst erwirtschaftete Erlöse für den Grossteil der befragten Sozialfirmen eine wichtige Finanzierungsquelle dar.

Die Anzahl der Unternehmen ist 2014 weiter gewachsen. Sie ist von 577 000 im Jahr 2013 auf knapp 593 000 im Jahr 2014 angestiegen, was gegenüber dem Vorjahr einem Plus von 2,7 Prozent entspricht. Der Anstieg der Beschäftigung in Vollzeitäquivalenten fiel bescheidener aus (+0,8%). Dies geht aus den letzten Ergebnissen des Bundesamts für Statistik (BFS) hervor.