Publiziert am: 02.06.2017

Rochade an der Spitze von proparis

proparis – Die Vorsorge-Stiftung des Schweizer Gewerbes feiert das 60-jährige Bestehen. An der Stiftungsversammlung vom 
21. Juni 2017 kommt es turnusgemäss zu einem Präsidentenwechsel.

Zur 61. ordentlichen Stiftungsversammlung erwartet proparis am 
21. Juni 2017 in Zürich eine ganze Reihe von Gästen: Vorsorgeexperten, Versicherungsfachleute und zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus zugewandten Unternehmen und Organisationen. Gemeinsam mit den über hundert wahlberechtigten Delegierten feiern sie im Rahmen der Stiftungsversammlung im Zürcher Kongresszentrum «Lake-Side» direkt am Zürichsee das 60-jährige Bestehen von proparis.

Im Zentrum der ordentlichen Traktanden stehen die Wahlgeschäfte für den Stiftungsrat. Die sechzehn Mitglieder im paritätischen Stiftungsrat sind in der periodisch anstehenden Gesamterneuerungswahl im Amt zu bestätigen. Dabei müssen drei Sitze neu besetzt werden: Die bisherigen Arbeitnehmer-Vertreter Franz Cahannes und Albert Germann (beide Unia) sowie Arbeitgeber-Vertreter Daniel Borner vom Verband Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten treten zurück. Kandidaturen liegen vor.

Ferrari für Bigler, Bigler für Ferrari

Auch an der Spitze steht eine Ablösung an. proparis kennt seit 2005 ein Rotationsprinzip: Im Vier-Jahres-Rhythmus wechselt das Amt des Stiftungspräsidenten zwischen den Sozialpartnern. 2017 ist die Reihe wieder an den Arbeitnehmern. Der bisherige Präsident Hans-Ulrich Bigler, Nationalrat und Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbands, war 2013 als Vertreter der Arbeitgeber zum Präsidenten für vier Jahre gewählt worden. In Zürich gibt er das Amt jetzt wieder ab. Gleichzeitig stellt er sich als neuer Vizepräsident zur Wahl.

Als neuen Präsidenten von proparis empfiehlt der Stiftungsrat den bisherigen Vizepräsidenten Aldo Ferrari zur Wahl. Aldo Ferrari kennt proparis bestens und ist seit 2013 Mitglied von Stiftungsrat und Anlageausschuss. 2016 wählten ihn die Delegierten zum Vizepräsidenten von proparis. Er ist Mitglied der Gewerkschaft Unia und seit 2012 deren Vizepräsident. Er vertritt die Arbeitnehmer im Stiftungsrat von proparis. Aldo Ferrari ist Sozialversicherungsfachmann mit eidgenössischem Fachausweis. Seit 2012 ist er Mitglied der Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge (OAK BV) und seit 2016 Mitglied des Stiftungsrats von Ethos, der Schweizerischen Stiftung für nachhaltige Entwicklung.

Blick nach vorn: 
«Megatrends 2037»

Im Rahmen des Festprogramms zum 60-jährigen Bestehen der Sammelstiftung proparis blickt im Anschluss an die Stiftungsversammlung eine prominent besetzte Podiumsrunde in die Zukunft und diskutiert Trends und Perspektiven der beruflichen Vorsorge in der Schweiz. Teilnehmer auf dem Podium sind Prof. Dr. Kerstin Windhövel, Professorin für Altersvorsorge, Dr. phil. Peter Schnider, 
Direktor des VPS Verlags Personalvorsorge und Sozialversicherung AG, Prof. Dr. Stephan Böhm, Direktor des Center for Disability and Integration der Universität St. Gallen, sowie lic. phil. Georges T. Roos, Zukunftsforscher und Inhaber eines auf Zukunftsforschung spezialisierten Instituts. Als Input fürs Podium präsentiert Georges T. Roos den Versammelten die «Megatrends 2037».

Erfolgsmodell proparis

Als der Schweizerische Gewerbeverband 1957 die «Gemeinschaftsstiftung für Alters- und Hinterlassenenvorsorge im Schweizerischen Gewerbe» gründete, war die Welt eine andere. Zum Beispiel senkte die Schweiz mit der 4. AHV-Revision das Rentenalter für Frauen gerade auf 63 Jahre (und später dann auf 62). Seither ist viel gegangen. Die damalige Gemeinschaftsstiftung heisst inzwischen kurz und bündig proparis. Wie damals verfolgt proparis auch heute ein klares Ziel: attraktive und sichere Lösungen bei der beruflichen Vorsorge des Gewerbes und seiner Mitarbeitenden.

2017 feiert proparis das 60-jährige Bestehen. Die starke Verankerung im Gewerbe ist ein wesent­licher Erfolgsfaktor: Heute sind 
13 Pensionskassen mit 57 Trägerverbänden proparis angeschlossen. Dahinter stehen 11 125 Unternehmen und 72 686 aktive Versicherte sowie 10 930 Leistungsempfänger.

Gleichzeitig arbeitet proparis eng mit Versicherungsgesellschaften (Swiss Life, Axa Winterthur, Basler Leben) zusammen. Das gibt Konstanz und Sicherheit. Die gelebte Sozialpartnerschaft bringt zusätzliche Stabilität. Und die schlanken Strukturen sorgen für Effizienz. Für die Versicherten. Sie stehen im Zentrum. Seit 60 Jahren.