Publiziert am: Freitag, 14. August 2015

Schlüssel zur Nachfolgelösung Bürgschaft – Schlüssel zur ­erfolgreichen Nachfolgefinanzierung

Bürgschaftsgenossenschaften – Drei regional tätige Bürgschaftsgenossenschaften verbürgen Bankkredite bis maximal 500 000 Franken. Bei Nachfolgefinanzierung ist eine Bürgschaft oft das fehlende Puzzleteil der Kreditkonstruktion.

Bürgschaftsgenossenschaften – Drei regional tätige Bürgschaftsgenossenschaften sowie die BG SAFFA Bürgschaftsgenossenschaft für Frauen verbürgen Bankkredite bis maximal 500 000 Franken. 
Bei Nachfolgefinanzierung ist eine Bürgschaft oft das fehlende Puzzleteil der Kreditkonstruktion.

Im Geschäftsjahr 2014 bewilligten die vom SECO anerkannten vier gewerbeorientierten Bürgschaftsorganisa­tionen schweizweit 431 neue Bürgschaften mit einer Summe von rund 
82 Millionen Franken. In 107 Fällen davon und einem Volumen von rund 20 Millionen Franken konnte dank diesem Instrument die Finanzierung für die Übernahme eines bestehenden Betriebes und damit Arbeitsplätze gesichert werden. Mit Einsatz ­einer Bürgschaft kann Kleinst- und Kleinunternehmen in ihrer Nachfolge aktiv geholfen werden.

Im Geschäftsjahr 2014 bewilligten die vom SECO anerkannten vier gewerbeorientieren Bürgschaftsorganisa­tionen schweizweit 431 neue Bürgschaften mit einer Summe von rund 82 Millionen Franken. In 107 Fällen davon und einem Volumen von rund 20 Millionen Franken konnte dank diesem Instrument die Finanzierung für die Übernahme eines bestehenden Betriebes und damit Arbeitsplätze gesichert werden. Mit Einsatz ­einer Bürgschaft kann Kleinst- und Kleinunternehmen in ihrer Nachfolge aktiv geholfen werden.

Nachfolgefinanzierung 
mit Bürgschaft

Am Anfang eines Unternehmensübernahmeprozesses stellt sich zentral die Finanzierungsfrage. Nur in wenigen Fällen ist ein möglicher Käufer mit ausreichend Eigenkapital ausgestattet, damit auf eine Fremdfinanzierung verzichtet werden kann. Es folgen der Gang zur Bank und ein erster Austausch mit dem Berater. Je nach Detaillierungsgrad der dann vorhandenen Informationen, kann die Bank nach dem Erstgespräch eine Aussage zur möglichen Finanzierungsstruktur machen. Je nach ­Geschäftsmodell, Branche und Zukunftsperspektive variiert der Fremdfinanzierungsspielraum.

Erfahrungsgemäss sind Banken bereit, 50 bis maximal 70 Prozent des Kaufpreises – mit Rückführung des Kredites in fünf bis sieben Jahren – zu finanzieren. Reichen die eigenen Mittel nicht aus, um dem Eigenkapitalerfordernis der Bank zu genügen, kann oft über eine gewerbliche Bürgschaft die Finanzierungslücke geschlossen werden.

Verringerung des Kreditrisikos

Mit Abgabe einer Bürgschaft durch die gewerbeorientierte Bürgschaftsgenossenschaft verringert sich das ungedeckte Kreditrisiko für die Bank um den ausgestellten Betrag. Diese Reduktion kann dazu führen, dass die seitens der Bank vorgegebenen Belehnungsrichtlinien gemäss der ­internen Kreditpolitik eingehalten ­werden können. Daneben kann eine verbürgte Bankfinanzierung mehrere positive Aspekte für einen Bürgschaftsnehmer auslösen: erhöhte Unabhängigkeit, weil kapitalseitig nur ein Ansprechpartner (Bank) vorhanden ist, tiefere Zinsen auf gedeckter Basis, ein breit abgestützter Finanzierungsentscheid nach Drittbeurteilung durch die Bürgschaftsorganisation und die Begleitung der Kreditnehmer durch die Bürgschaftsorganisation während der gesamten Finanzierungsdauer.

Die Bürgschaftsgewährung

Den gewerbeorientierten Bürgschaftsorganisationen ist es ein Anliegen, möglichst frühzeitig in den Finanzierungsprozess zwischen Kreditnehmer und Bank eingebunden zu werden. In der Regel erfolgt die Kontaktaufnahme mit der Bürgschaftsorganisation dann, wenn die Bank nach einem ersten unverbindlichen Grundsatzentscheid festhält, dass die Kreditierung mit Teilbesicherung über eine Bürgschaft machbar ist. Es steht jedoch jedem Anfragesteller oder Treuhänder offen, bereits früher den Kontakt zur Bürgschaftsorganisation zu suchen.

Bürgschaftsorganisationen begleiten den Unternehmer während der ganzen Vertragsdauer.

Um das Bürgschaftsgesuch prüfen zu können, benötigen die Bürgschaftsorganisationen idealerweise vor dem Erstgespräch die gleichen Unterlagen (Jahresabschlüsse, Budgets, Kaufvertrag, Betreibungsauszüge etc.) wie von der Bank gefordert.

Die Bürgschaftsorganisationen begleiten den Unternehmer während der ganzen Vertrags-/ Bürgschaftsdauer. Der regelmässige Austausch zwischen Kunde, Bank und Bürgschaftsgenossenschaft stellt zudem sicher, dass bei operativen Schwierigkeiten, nach Änderung des Geschäftsmodells oder bei einem Wachstumsschritt rasch und effizient geholfen werden kann.

Gewerbeorientiertes ­Bürgschaftswesen

Bürgschaftsgenossenschaften erleichtern entwicklungsfähigen Klein- und Mittelbetrieben die Aufnahme von Bankdarlehen über eine Solidarbürgschaft. Seit der Reorganisation im Jahr 2007 sind am Markt drei regionale Bürgschaftsgenossenschaften und die gesamtschweizerisch tätige Bürgschaftsgenossenschaft der Frauen (SAFFA) aktiv. Sie bürgen für Bankkredite in der Höhe bis zu 500 000 Franken und einer maximalen Laufzeit von zehn Jahren. Der Bund trägt im Verlustfall einen Risikoanteil von 65 Prozent und übernimmt zusätzlich einen Teil der Verwaltungskosten. Diese Verwaltungskostenbeiträge werden zur Senkung der Bürgschaftskosten zugunsten der KMU eingesetzt und erlauben es, die Risikoprämie für Bürgschaften bei moderaten 1,25 Prozent tief zu halten. Die Bundesbeiträge fliessen somit vollumfänglich den unterstützten KMU zu.

Von den Vorteilen einer Bürgschaftsfinanzierung profitieren aktuell rund 1750 Betriebe aus allen Branchen der gewerblichen Wirtschaft. Verbürgungen sind für die Gründung eines ­Unternehmens (Verselbständigung), die Übernahme eines bestehenden Betriebes (Nachfolgeregelung), Betriebsmittelfinanzierungen, Investitionen im Anlagevermögen, beim Erwerb von gewerblichen Liegenschaften zur Standortsicherung oder Rationalisierungs- und Erweiterungsfinanzierungen möglich.

Es empfiehlt sich in jedem Fall die Kontaktaufnahme mit der regional zuständigen Bürgschaftsorganisation. Die zuständigen Berater erarbeiten dabei zusammen mit Treuhändern und den Banken massgeschneiderte Finanzierungslösungen.

Nachfolgefinanzierung 
mit Bürgschaft

Am Anfang eines Unternehmensübernahmeprozesses stellt sich zentral die Finanzierungsfrage. Nur in wenigen Fällen ist ein möglicher Käufer mit ausreichend Eigenkapital ausgestattet, damit auf eine Fremdfinanzierung verzichtet werden kann. Es folgen der Gang zur Bank und ein erster Austausch mit dem Berater. Je nach Detaillierungsgrad der dann vorhandenen Informationen kann die Bank nach dem Erstgespräch eine Aussage zur möglichen Finanzierungsstruktur machen. Je nach ­Geschäftsmodell, Branche und Zukunftsperspektive variiert der Fremdfinanzierungsspielraum.

Erfahrungsgemäss sind Banken bereit, 50 bis maximal 70 Prozent des Kaufpreises – mit Rückführung des Kredites in fünf bis sieben Jahren – zu finanzieren. Reichen die eigenen Mittel nicht aus, um dem Eigenkapitalerfordernis der Bank zu genügen, kann oft über eine gewerbliche Bürgschaft die Finanzierungslücke geschlossen werden.

Verringerung des Kreditrisikos

Mit Abgabe einer Bürgschaft durch die gewerbeorientierte Bürgschaftsgenossenschaft verringert sich das ungedeckte Kreditrisiko für die Bank um den ausgestellten Betrag. Diese Reduktion kann dazu führen, dass die seitens der Bank vorgegebenen Belehnungsrichtlinien gemäss der ­internen Kreditpolitik eingehalten ­werden können. Daneben kann eine verbürgte Bankfinanzierung mehrere positive Aspekte für einen Bürgschaftsnehmer auslösen:

Kapitalseitig nur ein Ansprechpartner (Bank) und damit erhöhte Unabhängigkeit

Auf dem verbürgten Kreditteil gewährt die Bank meistens tiefere Zinsen auf gedeckter Basis

Breit abgestützter Finanzierungsentscheid nach Drittbeurteilung durch die Bürgschaftsorganisation

Bürgschaftsorganisation begleitet Kreditnehmer während der gesamten Finanzierungsdauer

Die Bürgschaftsgewährung

Den gewerbeorientierten Bürgschaftsorganisationen ist es ein Anliegen, möglichst frühzeitig in den Finanzierungsprozess zwischen Kreditnehmer und Bank eingebunden zu werden. In der Regel erfolgt die Kontaktaufnahme mit der Bürgschaftsorganisation dann, wenn die Bank nach einem ersten unverbindlichen Grundsatzentscheid festhält, dass die Kreditierung mit Teilbesicherung über eine Bürgschaft machbar ist. Es steht jedoch jedem Anfragesteller oder Treuhänder offen, bereits früher den Kontakt zur Bürgschaftsorganisation zu suchen.

Um das Bürgschaftsgesuch prüfen zu können, benötigen die Bürgschaftsorganisationen idealerweise vor dem Erstgespräch die gleichen Unterlagen (Jahresabschlüsse, Budgets, Kaufvertrag, Betreibungsauszüge etc.) wie von der Bank gefordert.

«Bürgschaftsorganisationen begleiten den Unternehmer während der ganzen Vertragsdauer.»

Die Bürgschaftsorganisationen begleiten den Unternehmer während der ganzen Vertrags-/Bürgschaftsdauer. Der regelmässige Austausch zwischen Kunde, Bank und Bürgschaftsgenossenschaft stellt zudem sicher, dass bei operativen Schwierigkeiten, nach Änderung des Geschäftsmodells oder bei einem Wachstumsschritt rasch und effizient geholfen werden kann.

Gewerbeorientiertes ­Bürgschaftswesen

Bürgschaftsgenossenschaften erleichtern entwicklungsfähigen Klein- und Mittelbetrieben die Aufnahme von Bankdarlehen über eine Solidarbürgschaft. Seit der Reorganisation im Jahr 2007 sind am Markt drei regionale Bürgschaftsgenossenschaften und die gesamtschweizerisch tätige Bürgschaftsgenossenschaft der Frauen (SAFFA) aktiv. Sie bürgen für Bankkredite in der Höhe bis zu 500 000 Franken und einer maximalen Laufzeit von zehn Jahren. Der Bund trägt im Verlustfall einen Risikoanteil von 
65 Prozent und übernimmt zusätzlich einen Teil der Verwaltungskosten. Diese Verwaltungskostenbeiträge werden zur Senkung der Bürgschaftskosten zugunsten der KMU eingesetzt und erlauben es, die Risikoprämie für Bürgschaften bei moderaten 1,25 Prozent tief zu halten. Die Bundesbeiträge flies­sen somit vollumfänglich den unterstützten KMU zu.

Von den Vorteilen einer Bürgschaftsfinanzierung profitieren aktuell rund 1750 Betriebe aus allen Branchen der gewerblichen Wirtschaft. Verbürgungen sind für die Gründung eines ­Unternehmens (Verselbständigung), die Übernahme eines bestehenden Betriebes (Nachfolgeregelung), Betriebsmittelfinanzierungen, Investitionen im Anlagevermögen, beim Erwerb von gewerblichen Liegenschaften zur Standortsicherung oder Rationalisierungs- und Erweiterungsfinanzierungen möglich.

Es empfiehlt sich in jedem Fall die Kontaktaufnahme mit der regional zuständigen Bürgschaftsorganisa­tion. Die zuständigen Berater erarbeiten dabei zusammen mit Treuhändern und den Banken massgeschneiderte Finanzierungslösungen.

Bg West

Avenue Général Guisan 117
Case postale 109
1009 Pully

Telefon 021 721 11 91 


Bg mitte

Bahnhofstrasse 59 D
Postfach 1104
3401 Burgdorf

Telefon 034 420 20 20 


Zahlen und Fakten zum gewerbeorientierten Bürgschaftswesen

Bürgschaftsvolumen per 31.12.2014238.2 Mio. Franken

Neubürgschaften 201481.8 Mio. Franken

Anzahl laufende Bürgschaften per 31.12.20141744

Geprüfte Gesuche 2014697

Bewilligte Gesuche 2014431

Geschaffene Arbeitsplätze infolge Bürgschaftsgewährung 2014620

Risikoprämie p.a.1.25% (SAFFA 1%)

BG OST-SÜD

Falkensteinstrasse 54
Postfach 170
9006 St. Gallen

Telefon 071 242 00 60 


saffa

Auf der Lyss 14 
4051 Basel

Telefon 061 683 18 42