Publiziert am: Dienstag, 13. Februar 2018

Sind 80 Millionen weniger ein Abspeckprogramm, Herr Cina?

no billag – Der Schweizerische Gewerbeverband nimmt seine Botschaft «JA SRG – wir müssen reden» ernst: Genau das haben wir nämlich getan. In einer FOKUS KMU-Sondersendung zum Thema «No Billag», moderiert von Filippo Leutenegger.

Nach drei Sendungen «Arena» im Schweizer Fernsehen, in denen sich insbesondere Moderator Jonas Projer nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat, folgte gestern Abend eine weitere «Arena»: Moderiert von Filippo Leutenegger, langjähriger Dompteur der SRF-«Arena», widmete sich «FOKUS KMU – Die Sendung für «Wirtschaft & Gesellschaft» in einer Sondersendung ganz dem Thema «No Billag». Auf der Pro-Seite standen Robert E. Gubler, sgv-Vorstandsmitglied und Jessica Brestel von den Jungfreisinnigen. Das Contra-Lager wurde durch SRG-Präsident Jean-Michel Cina und Nationalrätin Bea Heim (SP/SO) vertreten.

«Die SRG muss sich bewegen, drastisch abspecken und sich auf den Kern des Service public konzentrieren. Dies egal, ob am 4. März ein Ja oder ein Nein herauskommt», erklärt sgv-Direktor Hans-Ulrich Bigler die Lancierung der «Arena FOKUS KMU». «Es braucht den ehrlichen Dialog, den wir nie hatten.»

«Die SRG hat eine Denkblockade»

Rasch entwickelte sich in der Sendung ein interessanter Schlagabtausch, in welchem SRG-Präsident Jean-Michel Cina nicht imstande war, konkrete Vorschläge zu nennen. Er betonte lediglich, dass es Reformen brauche und auch geben werde. Auf die Frage von Moderator Leutenegger, ob es ein «Abspeckprogramm» gebe, wich er stets aus. Stattdessen sprach er von 50 bis 80 Millionen, die eingespart würden. Notabene bei einem Budget von 1.6 Milliarden Franken, eingetrieben durch die Billag-Steuer.

«Dafür braucht es Denkarbeit und die müssten eigentlich nicht wir leisten!»

Die Hausaufgaben habe deshalb das Pro-Lager übernehmen müssen, hielt Robert E. Gubler dem SRG-Präsidenten vor. «Den Plan B mussten wir entwickeln, weil die SRG eine Denkblockade hat. Wir haben die Hausaufgaben selber gemacht.» Auf die Nachfrage von Moderator Leutenegger, wie diese Hausaufgaben aussähen, antwortete Gubler: «Wir sehen nach wie vor eine intakte SRG, sie hat Marktanteile, qualifizierte Mitarbeitende und regionale Strukturen.» Deshalb sei sie auch in der Lage, eine Konzession vom Bund zu erwerben. Und eine Gesellschaft mit dieser Aufstellung könne sich auch selber finanzieren. «Es geht uns darum, dass die Regionen weiterhin ihre Grundversorgung haben», präzisierte Gubler. «Dafür braucht es Denkarbeit und die müsste eigentlich nicht wir leisten!»

Eine Diskussion mit Mehrwert

Hans-Ulrich Bigler zeigte sich mit der «Arena FOKUS KMU» sehr zufrieden: «Endlich konnte eine Diskussion mit Mehrwert stattfinden.»

Nebst den vier Teilnehmern der Talkrunde kam auch das Publikum zu Wort. Doch am besten sehen Sie selbst. Die Sondersendung zum Thema «No Billag» wird jeden Abend ab 17.15 Uhr auf den Privatsendern Tele Züri, Tele Bärn und Tele M1 ausgestrahlt sowie ab nächstem Montag ab 17 Uhr auch auf Tele Z. Im Web ist die Sendung jederzeit verfügbar:

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