Publiziert am: 06.03.2015

Solide Ergebnisse in allen Tätigkeitsbereichen

Groupe Mutuel – Insbesondere der Bereich «Gesundheit» blieb im Jahr 2013 stabil und günstig für eine attraktive Prämienpolitik zugunsten der Versicherten. Ausserdem hat die Unternehmung ihre Organisation in punto Unternehmensführung neu gestaltet.

Das Jahr 2014 war für die Groupe Mutuel ein erfolgreiches: Mit 6 Millionen Franken erzielt der Bereich KVG einen leichten Überschuss, der das Defizit des Vorjahres ausgleicht. Der Zusatzversicherungsbereich weist mit einem Plus von rund 
117 Millionen Franken eine äusserst gesunde und stabile Situation aus. Bei den Leistungen sind es nach der Spitalkostenexplosion im Geschäftsjahr 2013 die Labor- und Physiotherapieleistungen, die im Jahr 2014 mit 8,3 und 15,3 Prozent einen starken Anstieg verzeichnen. Für den gesamten Bereich Gesundheit beläuft sich der Umsatz auf 4,8 Milliarden Franken. Sein Gesamtergebnis, die Taggeld- und Unfallversicherungen eingeschlossen, beträgt rund 130 Millionen Franken. Die durchschnittliche Anzahl OKP-Versicherte der Groupe Mutuel liegt 2014 bei 1 192 345, was einem leichten Rückgang entspricht.

Unterdurchschnittliche ­Verwaltungskosten

Auch die Mitgliedkrankenversicherer der Groupe Mutuel können erneut auf ihre soliden Eigenmittel vertrauen. Diese liegen wie bereits im Jahr 2013 bei über 14 Prozent. Dank dieser Stabilität kann eine vernünftige Prämienpolitik ohne Aufholeffekt weitergeführt werden. Die moderate Prämienpolitik und Regelmässigkeit waren immer entscheidende Faktoren in der Entwicklung des Unternehmens.

Auch ein Indiz für die Effizienz des Unternehmens sind die Verwaltungskosten, die mit 4,1 Prozent weit unter dem Landesdurchschnitt (5 Prozent) liegen. 2014 wurden die «Tiers garant»-Leistungen innert einer durchschnittlichen Frist von 6,6 Tagen vergütet und 90 Prozent der Reklamationen innerhalb von zwei Wochen bearbeitet.

Einsparungen von 404 Millionen Franken

Die Kontrolle der Rechnungen ist ­eine der Hauptaufgaben eines Krankenversicherers. 2014 konnten dadurch die Ausgaben im Bereich Gesundheit um 404,1 Millionen Franken reduziert werden.

Ein weiteres solides Ergebnis weisen die privaten Zusatzversicherungen (VVG) auf. Ihr Gesamtergebnis beläuft sich auf ein Plus von 117 Millionen Franken. Der Gesamtumsatz 2014 der beiden Privatversicherungsgesellschaften der Groupe Mutuel – Groupe Mutuel Versicherungen GMA AG und Mutuel Versicherungen AG – liegt bei 653,2 Millionen Franken.

Zu den im Zuge der neuen Spitalfinanzierung und der positiven Schadenentwicklung 2014 gewährten Prämienreduktionen von 54 Millionen Franken kommen 2015 erneut Reduktionen von 45 Millionen Franken.

Mehr Unfall- und ­Lebensversicherungen

Der Bereich Unternehmensversicherungen setzt seine Entwicklung fort. Die Krankentaggeld- und Unfallversicherungen verzeichnen ­einen Umsatz von 266,8 Millionen Franken, wobei der Umsatz der Krankentaggeldversicherung um 1,9 Prozent und die Unfallversicherungen um 3,7 Prozent gewachsen sind.

BVG, 5% Verzinsung

Die beiden Vorsorgestiftungen – die Groupe Mutuel Vorsorge und die Walliser Vorsorge – konnten die Hausse an den Aktienmärkten und die Senkung der Zinssätze für Obligationen optimal nutzen. Die Jahresergebnisse sollen voraussichtlich den Versicherten zugute kommen. Dies bedeutet, dass die Groupe Mutuel die Politik der Ergebnisverteilung im Jahr 2015 weiterführen kann. Dabei gelten eine zusätzliche Verzinsung von 3,25 Prozent und ein Mindestzinssatz von 1,75 Prozent, das heisst insgesamt 5 Prozent. Dieser Zinssatz gilt sowohl für den obligatorischen (BVG) als auch für den überobligatorischen Teil der Altersguthaben.

Im Vergleich zu 2013 ist der Umsatz der Lebensversicherung um 5,8 Prozent auf 82,5 Millionen Franken gestiegen. Die Lebensversicherungsgesellschaft nahm 5496 Neukunden auf und verwaltete per 31. Dezember 2014 35 610 Verträge.

Gute Aussichten für 2015

Was die Aussichten für 2015 betrifft, so haben die beiden Stiftungen dem Entscheid der SNB, den Mindestkurs für den Euro aufzuheben, an den Finanzmärkten gut standgehalten. Ende Januar betrug ihr Deckungsgrad rund 118 Prozent.