Publiziert am: 09.02.2018

Ständig etwas Neues ausprobieren

CARROSSERIE SPIEZ AG – Das Unternehmen in Spiez ist bezüglich Infrastruktur, Know-how und modernster Technologien führend. Dank grosser Innovationskraft und Weitsicht werden immer wieder neue Geschäftsfelder entdeckt und der Wert des KMU gestärkt.

«Ihre Referenz mit Herzblut», so lautet das Motto der Carrosserie Spiez AG. «Jeder im Team lebt diesen Slogan und ist bestrebt, für den Kunden das bestmögliche Resultat herauszuholen. Hohe Servicequalität, Effizienz und Professionalität sind für uns ein Muss», erklärt Patrick Balmer, Inhaber der Carrosserie Spiez AG. Ganz gross geschrieben im Unternehmen sind Innovation und Weitsicht. Balmer selbst ist ein Macher und er strotzt nur so vor Innovationskraft: «Wir müssen uns immer wieder neu erfinden, nur dann können wir an der Spitze mithalten. Für mich als Unter­nehmer gehört es dazu, ständig Neues auszuprobieren, Altes in Frage zu stellen und neue Geschäftsfelder und Ideen aufzurollen», so Balmer. Was 2004 als Einzelfirma begonnen hat, hat sich zu einem hochmodernen Betrieb mit 
23 Angestellten entwickelt. Das Unternehmen in Spiez macht 80 Prozent des Umsatzes mit Carrosseriereparaturen, 10 Prozent mit Indus­trielackierungen – dazu gehören auch hochwertige Lackierungen von Uhren und anderen Accessoires – sowie je 5 Prozent mit LKW- und Busreparaturen und Schulungen für Ford Schweiz.

Das Unternehmen kann dank ständiger externer und interner Aus- und Weiter­bildung (siehe Nebenartikel) und einer aussergewöhnlichen Infrastruktur höchste Ansprüche erfüllen. «Wir sind Spezialisten auf unseren Fachgebieten. Dazu gehört auch, dass wir ständig in Infrastruktur und Werkzeuge investieren», so Balmer. Keine Carrosserie im Berner Oberland ist so gut ausgerüstet wie die Carrosserie Spiez AG: Der Betrieb verfügt über flexible Arbeitsplätze, die je nach Fahrzeug und Bedürfnis anders gestaltet werden können, sowie fahrbare, ferngesteuerte Fahrzeuglifte. Einzigartig ist auch die grosse Lastwagenspritzkabine, die Lackieren auf einer Länge von bis zu 20 Metern möglich macht. Eine besondere Dienstleistung ist die voll digitalisierte Farbsuche. Mittels Fotospektrometer wird die Farbe des Fahrzeuges gescannt und in der Datenbank automatisch der passende Farbton gesucht. «Passt die 
Farbe nicht zu 100 Prozent, wird korrigiert, bis es stimmt.» Eine Lenkgeometriebank, Dellendrücker, Geräte zur Kalibrierung von Kameras unter der Frontscheibe gehören weiter zur Hightech-Infrastruktur.

Auf die Zukunft vorbereitet sein

Die Digitalisierung sei in der Carros­seriebranche nicht mehr wegzudenken. «Wir sind voll digitalisiert und benutzen jedes elektronische Hilfsmittel in diesem Bereich», so Balmer. Von der Schadensaufnahme über den Ablauf der Reparatur bis zur Schadensvermittlung sowie der Reparaturfreigabe passiert alles digital. «Unsere Fahrzeuge sind fahrende Computer. Ohne Anleitung des Herstellers ist eine Reparatur oft nicht möglich», erklärt Balmer. Das Unternehmen behauptet sich mit einer zukunftsorientierten Planung, stetigen Investitionen in Infrastruktur und Know-how im hart umkämpften Wettbewerb. Eine grosse Herausforderung ist es für Balmer, die hohe Innovationskraft zu halten. Auch die künftigen Entwicklungen in der 
Mobilitätsbranche wie das autonome Fahren oder Elektrofahrzeuge werden das Arbeitsfeld der Carrosserien auf den Kopf stellen. «Wir müssen da vorbereitet sein. Dies bedeutet auch, dass die Unfälle drastisch zurück­gehen werden», sagt Balmer.

Corinne Remund

LERNENDE IM FOKUS

«Das Schnuppern hat mich überzeugt»

Larissa Fahrni absolviert das erste Lehrjahr als Autolackiererin in der Carrosserie Spiez AG. Die erste Bekanntschaft mit diesem Beruf machte sie an einer Podiumsdiskussion in der Schule. Darauf beschloss sie, in einem Carrosseriebetrieb zu schnuppern. «Ursprünglich wollte ich einen Beruf im Gesundheitswesen anstreben, aber dann habe ich mir den Beruf der Autolackiererin etwas genauer angeschaut, und das Schnuppern hat mich voll überzeugt», erklärt Fahrni. Sie arbeitet jetzt rund ein halbes Jahr bei der Carrosserie Spiez AG und ist begeistert von ihrem Beruf: «Er ist so vielseitig, ich kann handwerklich arbeiten und dabei meine ganze Kreativität ausleben – das macht Spass.» Die grösste Herausforderung sei, genau und sorgfältig zu arbeiten. «Wir sind ein cooles Team mit vielen jungen Leuten und einem tollen Chef, der immer für neue Ideen zu haben ist. Ich fühle mich wohl hier, es herrscht eine offene Atmosphäre, so dass die Kreativität gefördert wird.

 

Ausbildnerin werden

Die junge Frau hat eine klare Vorstellung von ihrem künftigen beruflichen Werdegang. «Nach dieser vierjährigen Lehre möchte ich mich weiterbilden, die Berufsmittelschule BMS besuchen, und ich könnte mir auch vorstellen, später als Expertin zu arbeiten», sagt Fahrni. Sie sei sehr zielorientiert und liebe neue Herausforderungen: «Ich habe hier eine tolle Chance, ein wunderbares Handwerk zu erlernen und würde meine Erfahrungen gerne anderen jungen Menschen weitergeben.»CR