Publiziert am: Freitag, 4. Mai 2018

Stärker als der Markt gewachsen

JAHRESBILANZ – Die Mobiliar erreicht im Geschäftsjahr 2017 mit einem konsolidierten Gewinn von 440,5 Mio. Franken ein aus­gezeichnetes Ergebnis. Das Prämienwachstum von vier Prozent ist auch auf neue Betriebsversicherungen für KMU zurückzuführen.

Die Mobiliar setzte im Geschäftsjahr 2017 ihren Wachstumskurs ungebremst fort und übertraf dabei das durchschnittliche Marktwachstum einmal mehr sehr deutlich. «Mit einem Gewinn von 440,5 Millionen Franken können wir für das Geschäftsjahr 2017 erneut ein ausgezeichnetes Ergebnis präsentieren. Wir haben unseren profitablen Wachstumskurs erfolgreich fortgesetzt und das Prämienvolumen um insgesamt vier Prozent gesteigert», freut sich CEO Markus Hongler. Im Nichtlebengeschäft stiegen die Prämieneinnahmen um 4,8 Prozent auf 2,961 Mia. Franken. 2017 belief sich das relevante Marktwachstum gemäss Prämienreporting des Schweizerischen Versicherungsverbands (SVV) auf 0,9 Prozent. «Der hohe Zuwachs beruht zu zwei Dritteln auf organischem Wachstum und zu rund einem Drittel auf dem im Herbst 2016 akquirierten Mietkautionsgeschäft der SC, SwissCaution SA», erklärt Hongler. Etwas mehr als die Hälfte des organischen Wachstums im Nichtlebengeschäft steuerten die 
Produkte des Kundensegments Privatpersonen, und dabei insbesondere die Mobilitätsversicherungen, bei. Den grössten Anteil zum Prämienanstieg im Geschäftskundensegment leisteten die Personenversicherungen und Betriebsversicherungen für KMU.

Hohe Eigenkapitalausstattung

In der beruflichen Vorsorge konnte die Mobiliar in einem weiterhin hart umkämpften Markt ihre starke Position im Risiko-Rückversicherungs­geschäft von Vorsorgeeinrichtungen halten. Die führende Stellung im 
Bereich der Risiko-Todesfallversicherungen konnte mit einem Marktanteil von über 24 Prozent ebenfalls gesichert werden. In der privaten Vor­sorge konzentriert sich die Mobiliar weiterhin auf ihr Angebot an Risikoversicherungen und den weiteren Ausbau der Sparversicherungen mit wiederkehrenden Prämien. Während in der beruflichen Vorsorge im Vergleich zum Vorjahr das Volumen der Jahresprämien erneut tiefer ausfiel, stieg dasjenige der Einmalprämien an. Die Bruttoprämien erhöhten sich um 1,3 Prozent auf 813,3 Mio. Franken (Vorjahr 802,8 Mio. Franken).

Das Anlagegeschäft weist einen Ergebnisbeitrag von 336.6 Mio. Franken aus (Vorjahr 373,5 Mio. Franken). Dass das finanzielle Ergebnis trotz des guten Marktumfelds und der 
höheren Börsenkurse tiefer ausfiel, begründete sich darin, dass sich die hohen Aktienkurse grösstenteils in den Neubewertungsreserven im Eigenkapital und nur zu einem kleinen Teil in den ergebnisrelevanten Zuschreibungen auswirkten. Das konsolidierte Eigenkapital erhöhte sich von 4,338 Mia. Franken auf 4,835 Mia. Franken. Der Anstieg von 11,5 Prozent resultierte neben dem Gewinn hauptsächlich aus den aufgrund der guten Börsenentwicklung höheren Neubewertungsreserven auf Aktienanlagen. Die Mobiliar verfügt zudem über eine sehr hohe Eigenkapitalausstattung, welche die gesetzlichen Anforderungen um ein Mehrfaches übersteigt.

Cyberschutz für 
Privatkunden und KMU

Die Mobiliar investiert seit Jahren beträchtlich in Projekte. 2017 erreichten die Investitionen über alle Bereiche des Unternehmens ein Volumen von 123 Mio. Franken. Der Schwerpunkt lag in einer umfassenden Erneuerung der IT-Systeme. Im Frühling konnte die Mobiliar mit der Einführung des Mobiliar Claims System (MCS) ein Generationenprojekt erfolgreich abschliessen und die Schadenbearbeitung in den Branchen Sach, Haft und Mobilität in eine neue Ära führen. Daneben wurden auch erhebliche Mittel für die Digitalisierung von Kundenprozessen eingesetzt, wie beispielsweise die Einführung des digitalen Versicherungsabschlusses. Der Absatz des im Vorjahr neu lancierten Versicherungsprodukts zur Deckung von Erdbebenschäden für Privatpersonen und KMU verlief sehr erfolgreich. Den Nerv der Zeit traf die Mobiliar mit der Einführung der Cyberschutz-Versicherungen für Privatpersonen im letzten Frühling und für Geschäftskunden im Herbst. In der beruflichen Vorsorge stellt die Mobiliar ihren KMU-Kunden seit Anfang 2017 mit der «Gemeinschaftskasse BVG Mobiliar» eine neue, transparente Vorsorgelösung zur Verfügung.

Betriebsversicherungen für 
KMU um 10 Prozent vergünstigt

Die Mobiliar beteiligt ihre Kundinnen und Kunden wiederum am Erfolg. Mit einem Gesamtbetrag von 160 Mio. Franken werden ab Mitte 2018 für die Dauer eines Jahres die Prämienrechnungen der Fahrzeugversicherer und Betriebsvesicherungen für KMU um zehn Prozent vergünstigt. «In den letzten zehn Jahren haben wir unsere Kundinnen und Kunden mit Auszahlungen von über 1,3 Milliarden Franken aus dem Überschussfonds am guten Geschäftsgang beteiligt», betont Hongler.

DIE MOBILIAR

Rund 350 
Ausbildungsplätze

Jeder dritte Haushalt in der Schweiz ist bei der Mobiliar versichert. Der Allbranchenversicherer weist per 31. Dezember 2017 ein Prämienvolumen von 3,775 Mia. Franken auf. 79 Unternehmer-Generalagenturen mit eigenem Schadendienst garantieren an rund 160 Standorten Nähe zu den inzwischen mehr als 2 Mio. Kunden. Die Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG ist in Bern, die Schweizerische Mobiliar Lebensversicherungs-Gesellschaft AG in Nyon domiziliert. Die Mobiliar beschäftigt in den Heimmärkten Schweiz und Fürstentum Liechtenstein über 5000 Mitarbeitende und bietet 342 Ausbildungsplätze an. Sie ist die älteste private Versicherungsgesellschaft des Landes und seit ihrer Gründung 1826 genossenschaftlich verankert.