Publiziert am: 20.03.2015

Telearbeit: Für jeden das Passende!

ECODEV – Das Neuenburger Informatikunternehmen setzt auf nachhaltige Entwicklung. Dazu ­gehört auch die Telearbeit, die es jedem Einzelnen ermöglicht, individuell zu arbeiten.

Bei Ecodev wird die Telearbeit von allen praktiziert. Sporadisch zwar für die einen, regelmässig oder gar ständig aber für die anderen – je nach Bedarf, aber auch nach Lust und Laune. Die Entfernung zwischen Wohn- und Arbeitsort ist dabei nicht entscheidend. Der Firmensitz befindet sich in Neuenburg, und die sieben Mitarbeitenden kommen nicht nur aus dem Kanton Neuenburg, sondern auch aus der Waadt sowie aus Deutschland, der Tschechischen Republik und Südkorea.

Gute Arbeitsbedingungen

Formelle Arbeitszeiten sind bei Ecodev nicht wichtig, ausser es geht um Termine und Kundenkontakte. Sonst entscheidet jeder Einzelne, ob er am Morgen oder am Abend leistungsfähiger ist. Bei jeder Tätigkeit ist es einzig wichtig, dass es vorangeht. Um ein Computerprogramm zu schreiben, zielorientiert zu denken und effektiv zu sein, braucht es fast klösterliche Bedingungen. Es ist viel einfacher, in einer ruhigen Umgebung zu arbeiten, ohne ständig durch diskutierende Mitarbeitende und Kundenanrufe oder durch die Zwänge eines Stundenplans gestört zu werden. Hingegen braucht man für den Ideen- und Meinungsaustausch sowie die Projektkoordination den persönlichen Kontakt mit den Kollegen. Die Telearbeit ermöglicht also die nötige Flexibilität und erlaubt es, in einer Umgebung tätig zu sein, die sich nach der Aufgabe richtet.

Die Öko-Spur reduzieren

Nicht nur an unnötigem Aufwand wird durch die Telearbeit gespart, sondern auch unnötige Kilometer werden vermieden. Um die Auswirkung der Telearbeit auf den ökologischen Fussabdruck berechnen zu können, muss man wissen, welcher Transportweg dadurch eingespart wird. Statistiken der SBB zeigen etwa, dass die Bahn im Vergleich zu Auto und Flugzeug einen 20-mal kleineren CO2-Ausstoss hat und 4-mal weniger Energie pro Kilometer braucht.

Zuhause organisieren

Für die Heimarbeit ist es wichtig, gewisse organisatorische Anpassungen vorzunehmen. Es gilt jedenfalls einen «Modus Arbeit» und einen «Modus Zuhause» zu unterscheiden. Dies ist nicht nur für die Telearbeitenden nützlich, sondern auch für die Angehörigen, die sich im Haus aufhalten. Physische Präsenz bedeutet ja nicht, dass die betroffenen Personen ständig angesprochen werden können. Die Anwendung der beiden Modi braucht also eine gewisse Disziplin.

Um eine Gesamtübersicht über Stand und Fortschritt der Teilprojekte zu haben und den zeitlichen Aufwand für jede Aufgabe verbuchen zu können, benutzt Ecodev die Projektmanagement-Software «Redmin». E-Mails sind zwar eine gute Sache, doch dieses Kommunikationssystem ist absolut nicht interaktiv. Viele Leute denken nämlich fälschlicherweise, wenn sie ein Mail schicken, sei jedermann auf dem Laufenden und habe es begriffen.

Sinnvoll Büroräume teilen

Weit entfernt tätige Mitarbeitende können von der Möglichkeit der «Coworking Spaces» Gebrauch machen. Das ist etwa bei Sylvain in Prag der Fall. Konkret heisst das, dass er neben dem digitalen Kontakt zu den Schweizer Firmenkollegen auch Leute aus Fleisch und Blut an der Kaffeemaschine trifft. In der Westschweiz begegnet man zunehmend diesem Konzept, das Büroräume für Leute zur Verfügung stellt, die soziale Kontakte suchen oder aber einen ungestörten Ort zum Arbeiten, weil sie diesen daheim nicht haben. Das Ecodev-Büro in Neuenburg funktioniert ein bisschen nach diesem Prinzip: Geteilt wird es mit vier anderen Firmen. Das hat den Vorteil, dass man sich mit Konkurrenten austauschen und Einblick in andere Branchen gewinnen kann.