Publiziert am: 09.12.2016

Unsere KMU brauchen ein JA zur Steuerreform

Die Meinung

Am 12. Februar 2017 stimmen wir über die Unternehmenssteuerreform III ab. Es geht bei dieser Steuerreform um viel mehr als «bloss» um Steuern. Es geht um nichts weniger als um die Zukunft unseres Landes. Für die KMU, für den Mittelstand und für die Gemeinden und Städte ist die Annahme der Steuerreform wichtig. Das erklärt die grosse Unterstützung dafür: Über 200 Exekutivverantwortliche von Gemeinden und Städten und über 600 KMU-Vertreterinnen und -Vertreter haben sich bereits in Komitees für ein JA versammelt.

Wer in den Gemeinden und Städten aktiv ist und die Gesellschaft als engagierter Gemeindepolitiker, als Stadtpräsidentin oder über vielerorts noch in Miliz tätige Organisationen wie Feuerwehr, Vereine oder Arbeit bei den Jugendorganisationen kennt, weiss: Wirtschaft und Gesellschaft sind eins. Gemeinsam sind sie die tragenden Stützen unserer Gesellschaft. Der KMU-Unternehmer stellt sich für Aufgaben in der Gemeinde zur Verfügung. Seine Firma ist abhängig von den Aufträgen des Grossunternehmens aus dem Nachbarort. Die Mitarbeitenden beider Firmen stellen die Hälfte der Startelf der ersten Mannschaft des lokalen Fussballvereins. Und die Juniorenmannschaft sowie der Mädchenturnverein spielen im Dress, das von eben diesen Firmen gestiftet worden ist.

Konkret bedeutet dies: Was wir auf lokaler und regionaler Ebene in der Realität ganz natürlich leben, dürfen wir nicht auf nationaler Ebene – theoretisch und in einer ideologisierten Debatte – gegeneinander ausspielen. Grosse Firmen, KMU, die Gemeinden und die Gesellschaft – sie sind eins. Der Wohlstand, die Vollbeschäftigung, der Fortschritt und die Innovationskraft unseres Landes – das alles 
(er)schaffen wir nur gemeinsam. Die auf lokaler Ebene so selbstverständlich funktionierende Einheit macht auch unser Land als Ganzes stark. Diese Tatsache müssen wir uns vor Augen halten, wenn wir über die Abstimmung zur Unternehmenssteuerreform III sprechen.

Über eine Steuerreform notabene, die unausweichlich wird, weil wir unser heutiges System aufgrund internationalen Drucks zwingend anpassen müssen. Mit der Unternehmenssteuerreform nehmen wir das Heft selber in die Hand und stellen die Rahmenbedingungen in Eigenregie so, dass wir wettbewerbsfähig bleiben. Dass unser Land wettbewerbsfähig bleibt.

Die Schweiz muss wettbewerbsfähig bleiben: So wettbewerbsfähig, dass wir über 150 000 Arbeitsplätze in grossen Unternehmen bei uns ­behalten können. Jeder dieser Arbeitsplätze ­bedeutet für die Gemeinden und Städte auch: Ein Steuerzahler, der uns erhalten bleibt.

Die Schweiz muss wettbewerbsfähig bleiben, damit wir über fünf Milliarden Steuereinnahmen auch weiterhin von den grossen Unternehmen einholen können. Denn auf diese Beiträge sind die Gemeinden – aber auch die KMU und der Mittelstand – zwingend angewiesen. Sie können Ausfälle in dieser 
Grössenordnung nicht kompensieren.

Die Schweiz muss wettbewerbsfähig bleiben: So wettbewerbsfähig, dass die KMU weiterhin für die grossen Unternehmen Aufträge ausführen und so Arbeitsplätze anbieten können. Denn verlieren wir die grossen Firmen, gehen auch bei den KMU tausende Stellen verloren. Und mit ihnen die Mitarbeitenden und Steuerzahler vor Ort. Dies kann sich unser Land, können sich Wirtschaft und Gesellschaft schlicht nicht leisten.

Ein JA zur Steuerreform ist deshalb auch ein JA zu unserer Zukunft, ein JA zum Wohlstand – und nicht zuletzt ein JA zur Schweiz.