Publiziert am: 24.03.2017

Vom Papier auf den Bildschirm

FOKUS KMU – In der Sendung vom 27. März wird der Beruf der Konstrukteurin durch die 18-jährige Luzernerin Michelle Lundak vorgestellt. Doch wie entsteht eigentlich so ein Beitrag und was braucht es dazu? Wir gewähren einen Blick hinter die Kulissen.

Lautes Lachen im Bürogebäude in Ebikon, Luzern. «Das ergibt überhaupt keinen Sinn», prustet es aus Michelle Lundak heraus. Die 18-jährige ist Konstrukteurin im dritten Lehrjahr bei Schindler Berufsbildung und die Protagonistin im Berufsporträt der Sendung FOKUS KMU (Ausstrahlung ab 27. März, 17.30 Uhr, TeleZüri, TeleBärn und Tele M1). Und sie hat soeben mitten in der Szene einen Lachanfall bekommen. Auch wenn dieser «Take» futsch ist, die Situation passt zum Befinden der ganzen Crew. Der Dreh ist ernst und wird absolut professionell geführt, der Spass geht deswegen aber nicht verloren. «Ich glaube, alle hatten viel Spass und das wird sich auch im Beitrag widerspiegeln», sagt Sina Schärli, Assistant HR Apprentice bei Schindler Berufsbildung, am Ende der Dreharbeiten. Sie managte den Drehvormittag vor Ort und nicht zuletzt dank ihrer guten Vorarbeit läuft alles «wie am Schnüerli zoge».

«Es hat richtig Spass gemacht!»

Auch Kameramann Thomas Kaffka ist beeindruckt: «Ich kann mich nicht erinnern, dass an einem externen Drehort schon mal alles so gut organisiert war.» Das Berufsporträt steht und fällt aber auch mit der Protagonistin, die in diesem Falle in der Person von Michelle Lundak gefunden wurde. Sie steht selbstbewusst vor der Kamera und weiss genau, was sie sagen möchte. Notabene ohne Auswendiglernen, denn so etwas merken die Zuschauer. Natürlichkeit ist Trumpf. Und wie ist es ihr selber dabei gegangen? «Zu Beginn war ich ziemlich nervös, da ich nicht genau wusste, was alles auf mich zukommen würde. Sobald die Filmcrew jedoch für den ersten Dreh startbereit war, verflog meine Anspannung. Es hat richtig Spass gemacht! Es wurde viel gelacht, sodass einige Szenen mehrmals gefilmt werden mussten. Dies hat wiederum die Situation gelockert und den Drehtag zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht.»

«Der Drehtag geht effizient über die Bühne»

Bis ein Beitrag im TV gezeigt werden kann, braucht es einige Arbeitsschritte. Sobald die Ziele definiert wurden und die zündenden Ideen vorhanden sind, wird das Drehbuch aufs Papier gebracht. Daneben geht es vor allem um die Organisation. Es gilt abzuklären, wo, wann und mit wem man dreht und was es alles dafür braucht. Erst dann wird bepackt mit Kamera, Stativ und Drehbüchern die erste Szene in Angriff genommen. Diese entspricht nicht unbedingt der ersten Szene des finalen Beitrages, denn das spielt bei den Aufnahmen keine Rolle. In Ebikon geht es vom Schulungsraum an Michelles Arbeitsplatz in die Werkstatt und zuletzt wird im Eingangsbereich gedreht. Es entstehen – passend zur Firma – noch zwei Szenen mit einem Lift. «Ich hasse Lifte», meint Kameramann Kaffka und lacht. «Es passiert nie zweimal das Gleiche, das ist sehr unberechenbar.» Er sollte Recht behalten. Nach ein paar Versuchen ist aber auch diese Szene im Kasten. Wer filmt, muss auch mal improvisieren können.

Kleiner Aufwand, grosser Effekt

Für den rund zweieinhalbminütigen Beitrag wurde ein halber Tag gedreht. Der Aufwand hält sich in Grenzen, wie Sina Schärli bestätigt. «Eine gute Vorbereitung ist das A und O. Wichtig ist, dass man weiss, wo, was und mit wem gedreht werden darf. Der Drehtag selbst geht dann effizient über die Bühne. Und wenn man schliesslich das Ergebnis sieht, lohnt es sich auf jeden Fall», meint die Luzernerin zufrieden.

Adrian Uhlmann