Publiziert am: Freitag, 8. August 2014

Von der Idee
zum Geschäftserfolg

kmu & finanzen

Entscheidend für einen erfolgreichen Firmenstart ist eine geeignete Unternehmerpersönlichkeit, ein aussagekräftiges Geschäftskonzept, das richtige Timing und eine gehörige Portion Glück.

Im Zentrum bei der Gründung einer Firma steht der Unternehmer. Entscheidend sind dabei seine Fach-, Führungs- und Methodenkompetenzen. Aber auch seine intrinsische Motivation, das heisst, sein innerer Antrieb und seine ausdauernde, umsetzungsorientierte Willenskraft. Der Unternehmer muss insbesondere in der ­Lage sein, mit Begeisterung und Engagement seine Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen, neue Kunden zu akquirieren und bestehende Kunden zu pflegen.

Auch das private Umfeld des Gründers spielt eine wichtige Rolle. Dieses muss bereit sein, voll und ganz hinter dem Vorhaben des Unternehmers zu stehen und ihn bei der Realisierung seiner Pläne und Ziele unterstützen.

Geschäftskonzept als Richtschnur

Wer aus einer Idee Geschäftserfolg erzielen möchte, benötigt ein konkret formuliertes Geschäftskonzept. Darin wird geregelt, wer, was, wie und womit erreichen will. Das Wer ist der Unternehmer selbst und sein Team, das Was betrifft die Strategieebene, das Wie die Organisationsebene und das Womit die Ressourcen­ebene. Die Formulierung des Geschäftskonzeptes ist Chefsache und dient als Richtschnur für die Realisierung der eigenen Geschäftsidee.

Bei der Definition der Strategieebene geht es darum, die Wettbewerbs- und Wachstumsstrategie zu formulieren. Entscheidend dabei ist die Differenzierung durch eindeutige Wettbewerbsvorteile, damit rasch Marktanteile gewonnen werden können. Die Organisationsebene umfasst die Definition der Ablauf- und Aufbauorganisation. Bei der Ablauforganisation müssen zumindest die Leistungsprozesse, wie zum Beispiel die Neukundenakquisition, konkret dargestellt werden.

Die Aufbauorganisation enthält ein einfaches Organigramm sowie die Regelung der Aufgaben, Verantwortung und Kompetenzen. Um die gewünschten Marktleistungen zu erbringen, werden verschiedene Ressourcen wie beispielsweise Personal, Maschinen, Fahrzeuge, Infrastruktur und Kapital benötigt. Den entsprechenden Ressourceneinsatz gilt es umsichtig zu planen.

Liquidität planen

Die Liquidität ist der Sauerstoff des Unternehmens und muss dauernd sichergestellt werden. Die Liquiditätsplanung steht im Zentrum der Finanzplanung. Diese sollte aus einer Planerfolgsrechnung für die ersten drei Geschäftsjahre und einer Liquiditätsplanung auf monatlicher Basis für das erste Geschäftsjahr bestehen. Darin werden die effektiven Zahlungsströme (Einnahmen, Ausgaben) abgebildet und fortlaufend geplant. Der Unternehmer muss stets wissen, wie viel Liquidität vorhanden und wie gross der Auftrags- und Offertbestand ist.

Die Liquiditätsplanung ist sowohl Führungs- als auch Reportinginstrument, zum Beispiel gegenüber Kapitalgebern. Als Faustregel gilt: Die Liquidität soll mindestens drei bis vier monatliche Lohnsummen aller Mitarbeitenden betragen.

Konsequent umsetzen

Es zählt nur, was umgesetzt wird. In einer ­Aktionsplanung wird die Realisierung des ­Geschäftskonzeptes bis ins Detail nach dem Schema «Wer macht was bis wann» geplant, gesteuert und kontrolliert. Umsichtige, gründliche Planung sowie mutiges, umsetzungs- und kunden­orientiertes Denken und Handeln stellen wesentliche Differenzierungsmerkmale dar.