Publiziert am: 14.12.2018

KMU & Finanzen

Währungsrisiken erfolgreich absichern

Auch in diesem Jahr hat der Euro gegenüber dem Schweizer Franken eine stark volatile Entwicklung hinter sich. Was waren die Gründe für diese veritable Berg- und Talfahrt? Und mit welchen Mitteln kann ich mich als Unternehmer gezielt gegen Fremdwährungs­risiken absichern?

Devisentermingeschäfte – die gezielte Absicherung

Eine Rückschau auf die schwankungsreiche Entwicklung des Euro während der letzten Monate zeugt beispielhaft von den allgegenwärtigen Währungsrisiken: Die Gemeinschaftswährung erhielt zu Beginn dieses Jahres Rückenwind und gewann gegenüber dem Schweizer Franken an Stärke. Gründe dafür waren gute Wirtschaftszahlen im Euroraum sowie die Hoffnung auf eine baldige Straffung der europäischen Geldpolitik. Dieser Zustand hielt jedoch nicht lange, und der Wind drehte zugunsten des Frankens. So führten Zins- und Inflationsängste zu Verwerfungen an den Aktienmärkten und machten die eidgenössische Währung als «sicheren Hafen» wieder attraktiv.

Die globale Sorge um eine Überhitzung des Wirtschaftsmotors mit einer stark steigenden Inflationsrate liess im März wieder nach und verhalf dem Euro zu alter Stärke. Zusätzlich trieb die Hoffnung auf eine baldige Zinsnormalisierung durch die EZB die Währung bis Anfang Mai an und gipfelte bei Kursen um CHF 1,20. Nach knapp einem Monat belastete die schwierige Regierungsbildung in Italien das Geschehen, wodurch der Euro erneut kräftig an Terrain verlor (rund fünf Prozent innerhalb von drei Wochen). Nach erfolgreicher Regierungsbildung in Italien Anfang Juni stabilisierte sich die europäische Währung und legte wieder etwas zu. Die Ruhe im Juli war jedoch nur vorübergehend. Probleme durch den Zerfall der türkischen Lira drückten die Gemeinschaftswährung gegenüber dem «sicheren» Franken erneut.

Der September markierte mit Kursen knapp unter 1,12 ein neues Jahrestief. Danach kamen zaghafte Versuche einer leichten Erholung, die Kurse um 1,14 zur Folge hatten. Mit der Debatte rund um das italienische Budget, den Brexit und die nach wie vor expansive Geldpolitik der EZB wird es der Euro weiterhin schwer haben. Auch die Aussichten für den Start ins Jahr 2019 zeigen nur begrenztes Erholungspotenzial.

Devisentermingeschäfte – die gezielte Absicherung

Wie sich am Beispiel dieser veritablen Berg- und Talfahrt des Euro erkennen lässt, sind Schwankungen innerhalb kurzer Zeit keineswegs eine Seltenheit. Als Unternehmer sollte man sich der damit verbundenen Risiken stets bewusst sein. Ein sinnvolles Absicherungsinstrument ist das Devisentermingeschäft. Damit können Kursrisiken auf zukünftige Zahlungsströme (seien dies Fremdwährungseingänge oder auch -ausgänge) abgesichert werden. Jede konvertible Währung kann auf jeden handelbaren Termin gekauft oder verkauft werden. Der Kurs des Termingeschäftes setzt sich aus dem Kassakurs und dem sogenannten Swapsatz (Auf- oder Abschlag zum Kassakurs) zusammen. Der Auf- oder Abschlag berechnet sich aus der Zinsdifferenz zwischen den beiden Währungen über die Laufzeit des Geschäftes.

Grundsätzlich empfiehlt es sich immer, mit einem Währungsspezialisten das für Sie geeignete Instrument zur Risikominderung zu finden.