Publiziert am: Freitag, 15. Dezember 2017

Währungsrisiken sind 
nicht zu unterschätzen

Grosse Währungsschwankungen 
haben uns auch 2017 begleitet. Unterschätzen Sie die damit verbundenen Währungs­risiken nicht und setzen Sie auf die geeigneten risikominimierenden In­strumente.

KMU & Finanzen

Wer hätte zu Beginn des Jahres gedacht, dass sich der Euro zum Schweizer Franken innert weniger Monate in Richtung CHF 1.17 bewegen könnte? Und dies ohne massive finanzielle Eingriffe der SNB. Das europafreundliche Wahlergebnis in Frankreich und kontinuierlich bessere Wirtschaftszahlen im Euroraum sind wesentliche Treiber hierfür. In die gleiche Richtung wirkt, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihr Anleihekaufprogramm nun etwas weniger expansiv gestaltet.

Die Märkte reagieren schnell

Daraus wird deutlich: Die Märkte können sehr schnell auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren. Nicht nur in die positive, sondern auch in die negative Richtung: So kommen beispielsweise US-Präsident Trumps Wahlversprechen entweder gar nicht oder nur sehr zögerlich zur Umsetzung. Die angekündigte Steuerreform und das Infrastrukturprogramm lassen weiter auf sich warten. Die Abschaffung von Obamacare erwies sich als «Rohrkrepierer» und fand keine Mehrheit. Die Querelen rund um die Mitwirkung der Russen beim US-Wahlkampf stellten das Vertrauen des Präsidenten stark in Frage. Trotz zwei Zinserhöhungen haben die Marktteilnehmer die Geduld mit dem US-Dollar verloren. Der «Greenback» musste zu den wichtigsten Währungen bis Ende Sommer 2017 Federn lassen. Allmählich scheint er wieder Tritt gefasst zu haben und orientiert sich zurück in Richtung Parität zum Schweizer Franken.

Auch die britische Ministerpräsidentin May hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Die vorgezogenen Neuwahlen auf der Insel erwiesen sich als Desaster für May. Sie verlor die absolute Mehrheit im Parlament. Dies erschwert die ohnehin schon schwierigen Brexit-Verhandlungen zusätzlich und sorgt für Turbulenzen im englischen Pfund.

Viele Auslöser für Währungsschwankungen

All diese Beispiele rufen in Erinnerung: Seien Sie sich der Schwankungsrisiken bei Währungen stets bewusst und definieren Sie Risiko-
minimierungsmassnahmen. Schon kleine, gezielte Massnahmen können ungewollte Risiken mindern. An möglichen Auslösern für Währungsschwankungen fehlt es auch in absehbarer Zeit nicht: Die Wahlen in Italien, die weiterhin schwierigen Brexit-Verhandlungen und die Wahl des Repräsentantenhauses in den USA versprechen für das kommende Jahr weiteren politischen Zündstoff. Werden die Währungshüter in den USA weiter und kontinuierlich an der Zinsschraube drehen? Kann die EZB das Negativzinsumfeld aufgeben? Alles wichtige Fragen, weil die Entwicklungen der Zinsen für die Währungsmärkte von zentraler Bedeutung sind. Auch diese werden für Volatilität an den Märkten sorgen.

Wenn Sie Schwankungsrisiken erfolgreich begegnen wollen, sind Sie gut beraten, mit dem Währungsspezialisten Ihrer Bank zusammenzusitzen. Auf diesem Weg erhalten Sie Informationen über die geeigneten Möglichkeiten und Instrumente. Zum Beispiel in Form von Devisentermin- und/oder Devisenoptionsgeschäften sowie dem konsequenten Nutzen von Limiten, dies mit dem 24-h-7-Tage-die-Woche-Prinzip. Ganz egal ob limitierte Aufträge, Stop-Loss- oder «One cancels the other»-Aufträge.

Ja zu No Billag - SRG, wir müssen reden.
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Die Schweizerische Gewerbekammer, das Parlament des sgv, hat die Ja-Parole zur No Billag Initiative beschlossen. Die Billag-Mediensteuer ist eine willkürliche und ungerecht­fertigte Doppelbesteuerung der Unternehmen. Medien­ministerin Leuthard und die SRG-Repräsentanten lassen nichts unversucht, um den Souverän davon zu überzeugen, dass nicht nur die Existenz der SRG, sondern jene der ganzen Schweiz durch diese Initiative bedroht wird. Dies ist völliger Unsinn. Vielmehr macht ein Ja zu No Billag den Weg frei, dass endlich die seit der RTVG-Abstimmung 2015 verwehrte Diskussion über den Service Public stattfinden und die Verstaatlichung der schweizerischen Medienlandschaft verhindert werden kann.

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