Publiziert am: 23.05.2014

Wie fit sind Sie für die Nachfolge?

UNTERNEHMENSNACHFOLGE – Für viele Unternehmer ist die Regelung der eigenen Nachfolge mit grossen Berührungsängsten verbunden. Ist es das Eingeständnis, zum «alten Eisen» zu gehören, das diesen offensichtlichen Verdrängungsmechanismus schürt?

Das Ausscheiden eines Unternehmers, einer Unternehmerin innerhalb des Betriebes gilt nach wie vor als Tabuthema, sowohl innerhalb der Familie wie auch bei den Betroffenen selbst. Auch wenn der Wunsch, das eigene Lebenswerk erfolgreich übergeben zu können, im Hinterkopf ­eines jeden Unternehmers steckt, wird das Thema nicht rechtzeitig angesprochen. Dabei kann gerade im Rahmen der Unternehmensnachfolge Kommunikation, das Darübersprechen eine Vielzahl emotionaler Probleme lösen und darüber hinaus die Vermittlung von unternehmensrelevantem Wissen sicherstellen. Eine rechtzeitige und gute Regelung nützt sowohl dem Unternehmer, seinen Nachfolgern als auch dem Unternehmen.

«DIE RECHTZEITIGE PLANUNG UND UMSETZUNG DER EIGENEN UNTERNEHMENSNACHFOLGE IST DIE NOBELSTE, ANSPRUCHSVOLLSTE UND WICHTIGSTE FÜHRUNGSAUFGABE EINER UNTERNEHMERIN, EINES UNTERNEHMERS.»

Tatsache ist, dass der Tag, an dem die Nachfolge tatsächlich ansteht, nicht zu verhindern ist.

Dazu einige Kennzahlen aus der KMU-Landschaft Schweiz:

n 313 000 KMU stellen fast 2⁄3 aller inländischen Arbeitsplätze zur Verfügung

(rund 2,1 Millionen Vollzeitstellen)

n 13 000 KMU sind jährlich mit der Nachfolge konfrontiert

n 30 Prozent davon finden keine Nachfolge

n 78 Prozent der Schweizer KMU sind Familienunternehmen, 40 Prozent davon werden üblicherweise familienintern übergeben. Diese Tendenz ist allerdings seit Jahren abnehmend.

Drei Varianten – ein Problem

Abgesehen von der familieninternen Nachfolge an Töchter oder Söhne (Family Buy-out FBO) ist sowohl der Verkauf des Betriebes an einen oder mehrere Mitarbeitende (Management-Buy-out MBO) als auch die Übergabe der Unternehmensführung an ein familien- und firmenexternes Management (Management-Buy-in MBI) möglich.

Die Problematik bei sämtlichen drei Varianten ist nicht die zu wählende Form der Nachfolgelösung, sondern vielmehr der richtige Zeitpunkt, sich mit den diesbezüglichen Fragen konkret zu beschäftigen.

«IM DURCHSCHNITT DREI BIS SIEBEN JAHRE.»

Im Durchschnitt verläuft der ganze Prozess der Nachfolgeplanung und -regelung je nach Szenario über drei bis sieben Jahre. Zahlreiche Einflussfaktoren gilt es dabei zu bedenken und zu berücksichtigen. Deshalb macht es Sinn, sich frühzeitig mit der Nachfolge auseinanderzusetzen.

SELBSTEVALUATIONSTOOL «next check»

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Mit dem webbasierten Selbstevalua­tionstool Next Check haben Sie die Möglichkeit, sich rechtzeitig und anonym zu den wesentlichen Fragen der Nachfolgethematik zu sensibilisieren. Schritt für Schritt lassen sich die relevanten Handlungsfelder – geordnet nach Themen wie Familie, persönliche Zielsetzungen, Unternehmensorganisation, Vorsorgeplanung, Steuern oder Finanzierung – identifizieren und legen damit die Basis für einen geeigneten Einstieg in eine hoch strategische Fragestellung.

Gleichzeitig kann der Next Check auch als persönliche Standortbestimmung und Indikator für die Weichenstellung zu jedem Zeitpunkt der Unternehmerkarriere wertvolle und entscheidende Impulse liefern und unabhängig von einer unmittelbar folgenden Nachfolgeregelung anonym durchgearbeitet werden.

Werden Sie aktiv!

Das Instrument Next Check (Grundmodul) ist eine kostenlose Dienstleistung der Stiftung KMU Next (siehe dazu "Die Stiftung KMU Next").

Der Aufwand für die Bewältigung 
der ca. 120 Fragen beträgt etwa 90 bis 120 Minuten.

Dank des modularen Dienstleistungspakets kann der Unternehmer selbst bestimmen, wie intensiv er sich auf die Analyse seines Nachfolgeprozesses einlassen will.

Aus dem kostenlosen Grundmodul resultiert ein Kurzreport. Kostenpflichtig sind die weiteren Module: Sie reichen vom Detailreport über das Auswertungsgespräch mit einem unabhängigen Nachfolgeexperten bis hin zum ganztägigen, individuell auf die Bedürfnisse des Unternehmers abgestimmten Workshops.