Publiziert am: 19.03.2021

«Wir wollen und müssen wachsen»

BEEKEEPER AG – Die Kommunikations- und Kollaborations-App für Mitarbeitende ermöglicht den Zugang zum Firmenintranet auf dem Smartphone. Das ehemalige ETH-Spin-off gewinnt nicht nur Preis um Preis, sondern auch immer mehr Kunden auf der ganzen Welt. Der Softwareentwickler mit Hauptsitz in Zürich ist auf Erfolgskurs – und baut seine Expansion ständig aus.

Die Beekepeer AG gehört zu den Beschleunigern der Digitalisierung. Die Pandemie hat dem Unternehmen noch mehr Aufwind verliehen, so dass es – während die Welt im ersten Lockdown praktisch stillstand – seine Expansion noch weiter ausbaute. Das KMU mit Hauptsitz in Zürich trifft mit seinen digitalen Produkten voll den Nerv der Zeit. Seine Kollaborationsplattform für gewerbliche Mitarbeiter ist ein praxisnahes und handliches Tool, um schnell und effizient zu kommunizieren und operative Prozesse zu verbessern. Gerade in der aktuellen Situation der Pandemie ist dieses wertvolle und sinnvolle Instrument bei den KMU und Unternehmen sehr gefragt– sei es in der Produktion, im Einzelhandel, im Gesundheitswesen oder in der Baubranche (vgl. Kasten). «Etliche Firmen auf der ganzen Welt mussten ihre Mitarbeiterkommunikation innerhalb kürzester Zeit digitalisieren und setzen auf die Kommunikations-App Beekeeper», freut sich CEO Cristian Grossmann.

Der Werdegang von Beekeeper ist beeindruckend: Die beiden ETH-Absolventen Flavio Pfaffhauser und Cristian Grossmann gründeten 2012 Beekeeper. Beide waren von der Möglichkeit fasziniert, Menschen mithilfe von Technologie zu verbinden. Deshalb kreierten sie Spocal, ein soziales Netzwerk für Studenten. Die Nutzer waren so begeistert von der intuitiven Handhabung der Plattform, dass sie auch ihre alltägliche Kommunikation darüber abwi­ckelten. Bald wurde Spocal deshalb zum aktivsten Studentennetzwerk Zürichs. «Die hohe Aktivität der Nutzer sprach sich rum, weshalb wir von Unternehmen kontaktiert wurden, die Interesse daran hatten, die Plattform ihren Ansprüchen gemäss auszubauen, um so operative in­terne Prozesse zu beschleunigen», so Grossmann. «Uns wurde bewusst, dass es trotz vieler Lösungen auf dem Markt an qualitativen und motivierenden Tools für die interne Kommunikation fehlt. Gerade für die Kommunikation über geografisch getrennte Standorte hinweg oder mit Mitarbeitern ohne PC-Arbeitsplatz war die Auswahl an Möglichkeiten beschränkt. Inzwischen beschäftigt Beekeeper rund 200 Mitarbeiter an vier Standorten.

Mitarbeiter miteinander verbinden

Nicht nur in der Pandemie, auch generell ist die Mitarbeiterkommunikation für viele Unternehmen eine grosse Herausforderung. Dazu Grossmann: «Eine der grössten Hürden für Unternehmen in einer vernetzten Welt ist es, alle Mitarbeiter zu erreichen und sie auf dem neusten Stand zu halten, vor allem jene, die nicht am Computer arbeiten.» In Hotels, Shops, Fabrikhallen und auf der Baustelle verfügen aber die meisten Angestellten über keinen Schreibtisch mit Bildschirm und Internetzugang. Folglich fehlen ihnen die Mitarbeiterinformationen. Und sie haben keine eigene E-Mail-Adresse. Deshalb tauschen sich viele Mitarbeiter in diesen Sektoren auf Social-Media-Anwendungen wie WhatsApp und Facebook-Messenger über Arbeitszeiten und Neues aus. Sinnvoll sind dafür solche Kommunikationskanäle nicht – denn Mitarbeiter vermischen private und geschäftliche Accounts miteinander, kommunizieren mit Zeitverzögerung und unsicheren Zugängen. «Im Hinblick auf neue Datenschutzgesetze ist das ein Problem», weiss Grossmann. Die Beekeeper-App hingegen ist nach internationalen Sicherheitsstandards zertifiziert – ein echtes Schweizer Qualitätsprodukt eben.

Neben ihrer Funktion als Kommunikationsschnittstelle bietet Beekeeper weitere Funktionen für Mitarbeiter an, die nicht am Desk arbeiten: Analysen von Mitarbeiterengagement, Kennzahlen, Chatbots, digitale Schichtpläne oder Umfragen. «Unsere App verbindet jedes Teammitglied mit dem gesamten Unternehmen – in Echtzeit über mobile Endgeräte, den Desktop oder Bildschirme. Drittsysteme lassen sich über den Beekeeper-Marketplace einfach und sicher mit der Lösung integrieren», erklärt Grossmann.

Dank des schnellen Onboarding von Mitarbeitern, des Datenschutzkonzepts und der vielen Schnittstellen, die eine Anbindung und Einbindung verschiedenster Software und Programme ermöglicht, hat Beekeeper gegenüber Mitbewerbern Vorteile. «Unsere Plattform ist gezielt auf mobile Geräte ausgerichtet und wurde speziell für gewerbliche, mobile und verstreute Teams entwickelt.» Beekeeper ist die zentrale Anlaufstelle für Top-down-, Bottom-up- und Peer-to-Peer-Kommunikation – kurz und bündig: Beekeeper ist das digitale «Schwarze Brett» des 21. Jahrhunderts.

Weltweit über 500 Firmen

Beekeeper stärkt das Engagement der Angestellten und verbessert interne Abläufe. Dies bestätigen auch zahlreiche Firmen wie das Kantonsspital Baden, die Spitex, ISS Schweiz, Globus, Rivella, Franz Carl Weber, Migros etc., die erfolgreich Beekeeper nutzen. Grossmann und seinem Team ist wichtig, dass ihre Kunden aktiv an der Weiterentwicklung der App beteiligt sind. «Wir hören auf Feedbacks und Verbesserungsvorschläge und versuchen, diese umzusetzen.» Rund 80 Prozent der Mitarbeiter nutzen die App innerhalb der ersten Wochen nach der Einführung – notabene freiwillig. «Dies schaffen wir dank eines gut vorbereiteten Onboarding-Prozesses, des grossen Engagements des Managements sowie unseres Teams», sagt der promovierte Elek­troingenieur der ETH Zürich.

«wir hören auf Feedbacks unserer Kunden und versuchen, diese Umzusetzen.»

Corona hat eine Digitalisierungswelle ausgelöst, und an der Spitze reitet Beekeeper – mit Erfolg, wie zahlreiche Auszeichnungen wie der TOP 100 Swiss Award oder gerade eben der Start-up- und Digitalisierungspreis der Gesundheitswirtschaft zeigen. «Wir gelten in der Schweizer Wirtschaft als Rising Star.» Dies sei zwar eine grosse Ehre, «aber auch ein grosser Druck und verlangt ein Wachstum», konkretisiert Grossmann. «Wir wollen und müssen wachsen.» Künftig wird der Softwareentwickler seine Position in verschiedenen Ländern weiter ausbauen und stärken. «Wir hoffen, dass sich der Umsatz weiter exponentiell steigern lässt. Nebst der Expansion hat sich der innovative Digitalisierer auch die Weiterentwicklung der App auf die Fahne geschrieben – denn Stillstand existiert in dieser Branche nicht.

Corinne Remund

www.beekeeper.io

FOKUS KMU

Wie das Bauunternehmen Landolt-Gruppe Beekeeper zur Mitarbeiterkommunikation sowie zum Optimieren der operativen Prozesse nutzt, erfahren Sie im TV-Format FOKUS KMU.

Ab Montag, 22. März, täglich um 17.25 Uhr auf TeleBärn, Tele M1, Tele Züri, tvo und tele1, und ab Montag, 29. März, täglich um 17.25 Uhr auf TeleZ.

www.fokus-kmu.tv

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